Assasssin's Creed Origins im Test/Review: Shop, Technik und Wertung+Fazit

Test Peter Bathge 53,99 €
Assasssin's Creed Origins im Test/Review: Shop, Technik und Wertung+Fazit
Quelle: PC Games

Gibt es Lootboxen in Assassin's Creed Origins? Die Antwort auf Seite 3, zusammen mit Infos zur PC-Technik sowie der Konsolen-Performance und natürlich verraten wir euch die Wertung!

Mikrotransaktionen in Assassin's Creed Origins: Der Shop im Test

Ja, auch das neue AC bleibt 2017 nicht verschont von Ingame-Käufen. Auf einem der Ladebildschirme des neuen Ubisoft-Abenteuers wird dezent auf den optionalen Shop hingewiesen. Dort gibt es wie in den Vorgängern Unity und Syndicate Helix-Credits in unterschiedlichen Paketen zu kaufen: 500 Stück kosten 4,99 €, für 49,99 € bekommt ihr schon 7.400 Credits. Mit diesen erwerbt ihr dann auf Wunsch so ziemlich alles, was es im Spiel gibt plus einige exklusive Kosmetik-Items. Wer in Assassin's Creed Origins einen kostenpflichtigen Cheat für die Standorte versteckter Gräber & Co. benötigt, kann sich diese Zeitersparnis für 200 Credits besorgen. Gold, die Ingame-Währung, gibt's in unterschiedlichen Mengen für bis zu 2.000 Credits.

Kommerz pur: Im Ingame-Shop könnt ihr gegen echtes Geld Helix-Credits kaufen und damit allerlei nützliche Items erstehen. Unser Rat: Finger weg, die Sachen braucht man sowieso nicht! Quelle: PC Games Kommerz pur: Im Ingame-Shop könnt ihr gegen echtes Geld Helix-Credits kaufen und damit allerlei nützliche Items erstehen. Unser Rat: Finger weg, die Sachen braucht man sowieso nicht! Auch für Crafting-Materialien und sogar Fähigkeitspunkte (!) können Spieler das Portemonnaie zücken. Weniger problematisch sind Spezial-Outfits ohne Gameplay-Auswirkungen (darunter ein Einhorn-Skin für euer Pferd). Allerdings gibt's auch einzigartige Ausrüstungsgegenstände zu kaufen, deren Qualität sich automatisch an euer Charakterlevel anpasst. Mit Stufe 1 bekommt ihr also keine High-End-Items, blöd ist der ganze Kommerz dennoch. Allerdings ist die Balance von Assassin's Creed Origins nicht darauf ausgelegt, dass der Spieler im Shop einkaufen muss. Während der Review-Phase fanden wir jede Menge Gold und zahllose wertvolle Gegenstände, ohne einen Cent auszugeben.

Anders als in Mittelerde: Schatten des Krieges und seinem berüchtigten Schlussakt Shadow Wars konnten wir bei Ubisofts Action-Rollenspiel keine unterschwellige Beeinflussung des Spielers durch Gameplay-Mechaniken feststellen. Die unter Glücksspielverdacht stehenden Lootboxen glänzen in Assassin's Creed Origins zudem mit Abwesenheit. Zwar könnt ihr bei einem Händler eine Truhe mit einem zufälligen Gegenstand gegen Ingame-Gold kaufen. Aber das war schon damals in Hack & Slays wie Torchlight möglich und erfüllt in unseren Augen nicht die übliche Definition einer Lootbox.

Assassin's Creed: Origins - PC- und Konsolentechnik im Vergleich

Die Testversion des neuen AC-Sequels durften wir exklusiv auf der Xbox One X spielen - ein Devkit der am 7. November veröffentlichten Microsoft-Konsole stand dazu zur Verfügung. Allerdings waren Spiel und/oder Konsole in dieser Kombination noch reichlich instabil. Drei Tage lang lief das Spiel ohne zu Murren, dann gab es nach einem Patch mehrere Abstürze in Folge und zwei Mal fror das Geschehen auf dem Bildschirm für mehrere Sekunden ein. Dazu kamen leichte Ruckler. Angesichts der Hardware-Specs der Xbox One X überraschten uns diese Performance-Einbrüche - wir tippen darauf, dass das fertig gepatchte Betriebssystem und der Day-One-Patch für Assassin's Creed Origins mit solchen Ärgernissen aufräumen. Bis wir das bestätigen können, ziehen wir aber vorerst zwei Punkte von der Xbox-One-Wertung ab.

Klettern ist auch in Assassin's Creed Origins ein wichtiger Bestandteil des Spiels, vor allem wenn ihr Aussichtspunkte freischalten wollt. Quelle: PC Games Klettern ist auch in Assassin's Creed Origins ein wichtiger Bestandteil des Spiels, vor allem wenn ihr Aussichtspunkte freischalten wollt. Nur einen Minuspunkt gibt es für die PS4-Version. Besitzern einer Sony-Konsole empfehlen wir dringend den Umstieg auf die stärkere Pro-Variante - erst auf der schnurrt Assassin's Creed Origins so richtig. Die normale Playstation 4 regelt die detaillierte Grafik doch merklich runter und hat trotzdem noch mit leichtem Tearing beim schnellen Drehen der Kamera zu kämpfen. Auch hier macht uns die Framerate Sorgen, gerade wenn wir viele berittene Gegner in einen Kampf vom Rücken unseres Pferdes aus verwickeln oder durch eine der mit NPCs gefüllten Prachtstraßen von Memphis oder Alexandria rennen. Assassin's Creed Origins profitiert hier stark vom Leistungsgewinn durch die PS4 Pro.

So schön wie im Trailer: Am besten gefallen hat uns die PC-Version. Mit einem starken Rechner, der die empfohlenen Systemanforderungen von Assassin's Creed Origins packt, läuft das Action-Rollenspiel butterweich. Bei aktiviertem V-Sync in einer Full-HD-Auflösung von 1080p bekamen wir mit einer Geforce GTX 980 und allen Details auf der höchsten Ultra-Einstellung konstante 60 Fps hin - die Skala ist nach oben offen! Detaillierte AC: Origins-Benchmarks samt 4K-Performance gibt's wie immer bei PC Games Hardware.Kleines Manko an der ansonsten exzellenten Optik: In Assassin's Creed Origins macht mal wieder das Level of Detail (LoD) Ärger. Das äußert sich in plötzlich auftauchenden Objekten in der Entfernung (Pop-ups), was besonders beim schnellen Reiten auffällt, auch in der PC-Version und mit viel Video-RAM. Dann ploppen am Horizont immer unschön niedrige Gräser und andere Bestandteile der Vegetation ins Bild - das ist der Preis für die Streaming-Technologie, die es Ubisoft erlaubt, die komplette Spielwelt am Stück in den Speicher zu schaufeln. Richtig gelesen: Es gibt während des Spielens keinerlei Ladezeiten, außer beim Verlassen von Animus und Ägypten-Setting sowie bei der Schnellreise und nach dem Bildschirmtod. Und selbst diese Ladezeiten sind angenehm kurz, gerade im Vergleich mit dem PS4-exklusiven Horizon: Zero Dawn.

Adler Senu scoutet für euch das Terrain, der Vogel verhält sich im Grunde wie die Drohne aus Ghost Recon: Wildlands. Quelle: PC Games Adler Senu scoutet für euch das Terrain, der Vogel verhält sich im Grunde wie die Drohne aus Ghost Recon: Wildlands. Jenseits der Engine überzeugt Assassin's Creed Origin in Sachen Steuerung. Die Gamepad-Bedienung ist funktional, lediglich die Third-Person-Kamera nimmt einem auf den Konsolen zeitweise die Übersicht. Am PC könnt ihr das Sichtfeld (Field of View, FoV) vergrößern. Überhaupt fallen die PC-Funktionen sehr umfangreich aus: Neben zahllosen Grafikeinstellungen dürft ihr auch die Tasten frei belegen und munter Sprachausgabe, Bildschirmtexte und Untertitel in verschiedenen Sprachen mischen.

Letzteres geht auf allen Plattformen, genau wie die Möglichkeit, die standardmäßig aufsteigenden Schadenszahlen im Kampf auszuschalten. Sehr komfortabel: Euer Reittier wechselt auf Knopfdruck in eine Art Autopilot und folgt dem Straßenverlauf - auf Wunsch sogar bis zu einer selbst erstellten Kartenmarkierung. Ideal, wenn man lange Strecken ohne (verfügbare) Schnellreise-Funktion zurücklegen und dabei die Hände frei haben möchte.

Aber mal ehrlich: Bei so einem durch und durch gelungenen Open-World-Epos will man das Gamepad oder die Maus doch gar nicht mehr aus der Hand geben! Wir konnten uns jedenfalls nur schwer loseisen. Und jedem, der auch nur das Geringste mit Szenario und RPG-Mechaniken anfangen kann, wird es garantiert genauso gehen!

Assassin's Creed Origins erscheint am 27. Oktober 2017 für PC, Playstation 4 (Pro) und Xbox One X. Der Release erfolgt zum Preis von 55 bis 70 Euro, je nach Plattform. Am PC kommt Uplay als DRM und Kopierschutz zum Einsatz. Ein AC: Origins-Season Pass für 49,99 € gibt euch Zugriff auf zwei große Story-DLCs und kleinere Zusatzpakete.

Metacritic bewertet das Spiel mit 84%.

Assassin's Creed Origins-Test: Wertung und Fazit

Meinungen

Wertung zu Assassin's Creed: Origins (PC)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Assassin's Creed: Origins (PS4)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Assassin's Creed: Origins (XBO)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Lebendige Spielwelt mit irrsinnigem DetailgradGelungenes Kampfsystem mit taktischer NoteSehr motivierende Item- und Skill-MechanikenGroßer Umfang: 40 bis 60 Stunden für 100%Nebenmissionen erzählen oft interessante GeschichtenUnterschiedliche Gegnertypen und Waffen sorgen für AbweechslungImposante Atmosphäre, grandios umgesetztes SzenarioGenialer Setting-Mix aus Wüsten, Städten, Küsten; jede Region mit eigener NoteDrei mitreißende SeeschlachtenFokussierte Hauptstory, souverän erzähltHervorragende Inszenierung (Grafik, Musik, Sprecher)Wertige Nebenaktivitäten statt stupider SammelgegenständeHoher Komfort (Pferd, Menüs)Drei Schwierigkeitsgrade, jederzeit wechselbarToll umgesetzte GrabanlagenBeeindruckende Kletterpassagen auf Leuchtturm und PyramidenStarke PC-Grafik mit vielen Einstellungsmöglichkeiten und Top-PerformanceCrafting stört nichtViele Endgame-Inhalte für Level-40-CharaktereKeine aufgesetzten Multiplayer-Features, keine Quick-Time-Events, keine Lootboxen
Gegner-KI beim Schleichen mit DefizitenMissionstypen wiederholen sich auf DauerKeine EntscheidungenSchwache Charakterzeichnung für Held Bayek und die BösewichterIngame-Shop bietet käufliche VorteileGegenwarts-Story ohne AuflösungMerkliche Pop-up-Effekte bei der VegetationLeichte Ruckler und Tearing auf der normalen PS4 und Xbox OneVereinzelte Abstürze und Freezes auf der Xbox One XUngenutztes Potenzial bei den Rätselgräbern
  1. Seite 1 Assasssin's Creed Origins im Test/Review: Die Neuerungen
  2. Seite 2 Assasssin's Creed Origins im Test/Review: Story und Quests
  3. Seite 3 Assasssin's Creed Origins im Test/Review: Shop, Technik und Wertung+Fazit
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk