Assassin's Creed: Mirage in der Vorschau - Erstmals angespielt
Special
Wir haben Ubisoft in Bordeaux besucht und konnten dort erstmals Assassin's Creed Mirage anspielen. Dabei konnten wir uns ein Bild davon machen, wie die Entwickler Stealth- und Parkour-Gameplay wieder ins Zentrum des Spiels rücken.
Basim Holmes auf Spurensuche
Einen Einblick in die vollen Stärken des Spiels erhalten wir im zweiten Teil unserer Anspielsession. Die Entwickler versetzen uns an einen deutlich späteren Zeitpunkt des Spiels. Basim hat bereits eine ganze Reihe zusätzlicher Fähigkeiten gelernt und scheint ein etabliertes Mitglied der Verborgenen zu sein. In diesem Spielabschnitt sollen wir eine der sogenannten Black-Box-Missionen erleben. Dabei handelt es sich um große ausschweifende Story-Missionen, an deren Ende das Attentat auf ein wichtiges Ziel steht. Mission ist dabei aber nicht wirklich das richtige Wort. Vielmehr begeben wir uns auf eine weitreichende Ermittlung, denn über unser eigentliches Ziel ist uns zunächst kaum etwas bekannt. Im Spielmenü gibt es dazu auch ein Investigationsboard, auf dem alle gesammelten Hinweise und Verbindungen zusammengetragen werden.
Wir sprechen also mit relevanten NPCs, die als Gegenleistung für ihre Informationen wiederum einen Gefallen einfordern. Aber auch während dieser scheinbaren Ablenkung vom eigentlichen Ziel kann es vorkommen, dass wir relevante Informationen aufschnappen, die uns in unserer Ermittlung weiterbringen. Manchmal können wir auch sogenannte Favor Token einsetzen, um einen NPC zu überzeugen uns zu helfen. Diese verdienen wir uns mit verschiedenen Nebentätigkeiten im Verlauf des ganzen Spiels. So scheinen viele Aktivitäten im ganzen Spiel sinnvoll miteinander verbunden zu sein. Allerdings hatten wir nur begrenzte Zeit zur Verfügung und konnten nicht wirklich in Open-World-Aktivitäten eintauchen.
Quelle: PC Games
Attentate funktionieren in Mirage einfach, wie sie sollen. Es gibt keine Rollenspiel-Elemente, die über den Erfolg entscheiden.
Der gesamte Weg hin zur Identifizierung des Ziels und zum eigentlichen Attentat hat uns aber sehr viel Spaß gemacht. Auch weil es wohl unterschiedliche Wege gibt, das ganze Problem anzugehen. Bei uns lief es am Ende darauf hinaus, dass wir uns eine Audienz beim potenziellen Opfer erschlichen haben und dann einfach bei ihm vorstellig geworden sind. Im folgenden Gespräch ergab sich für uns dann die Möglichkeit, das Attentat direkt während des Dialogs auszuführen. Wir haben aber auch von anderen Kollegen beim Event gehört, die sich einfach in das Versteck des Ziels durchgekämpft haben. Wie groß die spielerische Freiheit bei diesen Story-relevanten Attentaten aber tatsächlich ausfällt, muss sich erst noch zeigen.
Super, wenn ein Plan funktioniert
Bei anderen Missionen hat uns die Freiheit bei der Wahl der Vorgehensweise aber bereits sehr gut gefallen. So sollen wir während unserer Nachforschungen einen Hafenmeister ausschalten, der sich in einer gut bewachten Anlage aufhält. Nachdem wir das Gebiet auf der Suche nach dem richtigen Einstieg mehrfach umrundet haben, entscheiden wir uns für eine Annäherung auf dem Wasser. Basim kann wieder kleine Boote steuern, was bei den vielen Kanälen in der Stadt sehr hilfreich ist. Wir nähern uns der Anlage also mit Boot, bis die ersten Wachen aufmerksam werden. Bevor sie jedoch Verdacht schöpfen, springen wir ins Wasser und schwimmen unter Wasser ins Innere. An einer unbeobachteten Stelle steigen wir aus dem Wasser und schauen uns um. Unser Ziel befindet sich auf einem etwas höheren Gebäude auf einer Dachterrasse.
Quelle: PC Games
Damit unsere Handlungen länger unentdeckt bleiben, lassen sich Körper auch wieder verstecken.
Wir schalten zunächst zwei Wachen aus, um unsere aktuelle Position etwas sicherer zu machen. Danach nähern wir uns dem Zielgebäude, schalten eine weitere Wache aus und klammern uns schließlich an die Wand des Hauses. An dieser hangeln wir uns entlang, bis wir ungesehen zum Dach emporklettern können. Die Terrasse mit dem Ziel ist eine Ebene weiter unten. Von unserer erhöhten Position haben wir also einen optimalen Blick. Der Hafenmeister wird nur von zwei Gegnern bewacht. Wir werfen einen Krachmacher in die Gruppe, damit alle drei Feinde eng beisammenstehen. Danach werfen wir noch eine Rauchbombe auf die Gegner, um sie orientierungslos zu machen. In dem Moment springen wir von unserem Dach herunter, töten das Ziel und nehmen umgehend unsere Beine in die Hand und verschwinden aus dem Feindgebiet.
Diese Situation hätten wir vermutlich auf ein Dutzend unterschiedliche Weisen lösen können. Das unser eigens erdachter Plan am Ende so gut aufgegangen ist, erzeugte ein wohliges Gefühl der Befriedigung. Wenn es den Entwicklern gelungen ist, diese Momente im ganzen Spiel zu erzeugen, dann wird Mirage tatsächlich wieder das Fest für Assassinen, das sich viele Fans zurückwünschen. Zu vielen Aspekten wie der offenen Spielwelt, der Qualität der Story und der Abwechslung bei den Missionen können wir nach diesen ersten Stunden natürlich noch nicht viel sagen. Die ersten Eindrücke machen aber durchaus Hoffnung auf ein gelungenes Assassinen-Abenteuer.
Assassin's Creed: Mirage wird von Ubisoft Bordeaux mit Unterstützung weiterer Ubisoft-Studios entwickelt. Das Action-Adventure erscheint am 5. Oktober 2023 für PC, Playstation 4, Playstation 5, Xbox One und Xbox Series S/X zu einem Preis von rund 50 Euro (PC) beziehungsweise 60 Euro (Konsolen).
