Assassin's Creed: Mirage in der Vorschau - Erstmals angespielt
Special
Wir haben Ubisoft in Bordeaux besucht und konnten dort erstmals Assassin's Creed Mirage anspielen. Dabei konnten wir uns ein Bild davon machen, wie die Entwickler Stealth- und Parkour-Gameplay wieder ins Zentrum des Spiels rücken.
Stealth wieder als Spaßfaktor
Doch zurück zu unseren ersten Gehversuchen mit dem jungen Basim. Der Straßendieb wird von seinem Auftraggeber damit betraut, aus einem bewachten Lagerhaus ein Buch mit wichtigen Informationen zu beschaffen. Das betreffende Areal ist relativ überschaubar und mit einer Hand voll Wachen bestückt. Hier können wir uns erstmals am Stealth-System versuchen, das ja endlich wieder im Mittelpunkt des Spielerlebnisses stehen soll. Wir verstecken uns also im hüfthohen Gras und sondieren die Lage mit dem Adlerblick, den Basim offenbar schon als Kleinkrimineller draufhat. Damit werden Wachen in der Nähe und wichtige Interaktionselemente wie Türen und Kisten für kurze Zeit hervorgehoben.
Um unser Ziel zu erreichen, müssen wir auch die eine oder andere Wache aus dem Weg räumen. Dazu pfeifen wir zum Beispiel aus dem Versteck heraus, um einen Gegner anzulocken und ihn dann geräuschlos auszuschalten. Da Basim zunächst noch kein Assassine mit Unterarmklinge ist, knockt er die Gegner einfach mit einem kräftigen Schlag aus. Das funktioniert immer, völlig unabhängig vom Gegner oder unserer Ausrüstung. Vorbei sind die Zeiten, wo Skillung und Level über den Erfolg eines Attentats entscheiden. Einzig unser Geschick im Umgang mit den Stealth-Systemen entscheidet über unseren Erfolg.
Quelle: PC Games
Im Gras sitzen, pfeifen und Gegner anlocken gehören zur Grundlage eines jeden Assassinen.
Unser Ziel liegt hinter einer verschlossenen Tür. Wir müssen also zunächst den Schlüssel beschaffen, den einer der Wachen bei sich trägt. Zum Glück hält sich die Person in diesem Tutoriallevel ziemlich abgeschieden in einem Haus auf. Um das Haus zu betreten, lassen wir uns zunächst in einen Heuwagen fallen, locken die Wache vor dem Eingang an und schalten sie aus. Im Gebäude schleichen wir uns von hinten an die Wache mit dem Schlüssel an. Diesen könnten wir jetzt einfach per Taschendiebstahl an uns nehmen, aber wir gehen auf Nummer sicher und knocken auch diesen Gegner aus. Mit dem Schlüssel in unserem Besitz können wir schließlich das geforderte Buch an uns bringen und ungesehen verschwinden. Ein tolles erstes Erfolgsgefühl.
Lieber Rennen statt Kämpfen
Während des Spielabschnitts an der Festung Alamut führt uns das Spiel schließlich auch in den normalen Kampf ein. Dazu ist Basim stets mit einem Schwert für den Angriff und einem Dolch in der Nebenhand zum Parieren ausgestattet. Das Kampfsystem ist sehr simpel gehalten. Mit leichten und schweren Angriffen fügen wir dem Gegner Schaden zu. Dessen Angriffen können wir entweder ausweichen oder sie parieren. Dabei wird die bevorstehende Art des Angriffs immer mit einem leichten gelben oder roten Glühen angekündigt. Die gelben Angriffe können wir parieren, was dazu führt, dass der Gegner kurze Zeit benommen ist. Roten Angriffen muss ausgewichen werden.
Das Gelernte müssen wir auch schon kurze Zeit später erstmals einsetzen. Auf einer Patrouille treffen wir auf Gegner, die nicht vollständig im Stealth ausgeschaltet werden können. Wir müssen uns also zusammen mit einem Kameraden im offenen Schwertkampf gegen drei Gegner beweisen. Das klingt zwar recht einfach, aber schon hier macht uns das Spiel etwas deutlich, was uns im weiteren Verlauf immer wieder auffällt und auch klare Design-Philosophie der Entwickler ist: Offener Kampf soll stets nur ein letzter Ausweg sein. Basim ist kein gestählter Krieger, er hält nicht sonderlich viel aus. Das heimliche Vorgehen ist daher eigentlich immer zu bevorzugen.
Sollten wir also mal entdeckt werden, ist es häufig besser, erstmal die Flucht anzutreten, anstatt sich mit einer Horde von Wachen einen Schwertkampf zu liefern. Dazu stellt uns das Spiel diverse Möglichkeiten zur Verfügung, um Verfolger abzuschütteln und wieder unterzutauchen. So versuchen wir, Verfolgern mit einer Rauchbombe die Sicht zu nehmen, und verstecken uns, sobald die Gegner nicht mehr genau wissen, wo wir sind. Neben den ikonischen Heuhaufen und Wagen können wir dazu auch wieder sogenannte soziale Verstecke nutzen. Dabei tauchen wir entweder in einer Menschengruppe unter oder nehmen ganz unverdächtig auf einer Bank am Straßenrand Platz.
