Retro-Reise zu Black Flag: Die goldene Ära von Assassin's Creed

Special Maci Naeem Cheema
Retro-Reise zu Black Flag: Die goldene Ära von Assassin's Creed
Quelle: Ubisoft

Ein brillantes und höchst emotionales Open-World-Meisterwerk: Mit Black Flag hat Ubisoft nicht nur eines der besten Piratenspiele überhaupt abgeliefert, man hat die nach Teil 3 angestaubte Marke auch mithilfe eines nie dagewesenen Freiheitsgefühls erfolgreich in ein spielerisches Paradies der Meisterklasse manövriert, das selbst 10 Jahre später noch lautstark und euphorisch nachhallt. Kommt an Bord, es geht in unserem heutigen Retro-Rückblick zurück ins goldene Zeitalter von Assassin's Creed.

Ganz besonders hervorheben möchten wir an dieser Stelle noch das finale Lied in Assassin's Creed 4: Black Flag (jetzt kaufen ), das bei den herzzerreißenden Credits von unserer Freundin Anne Bonney vorgetragen wird: "The Parting Glass". Synchronsprecherin und Schauspielerin Sarah Greene, die man übrigens auch als Cerys an Craite aus The Witcher 3: Wild Hunt kennt, trägt das traditionell schottische Musikstück zum Action-Adventure bei und trifft dabei voll ins Herz. Zum ersten Mal kam die Melodie ungefähr 1780 auf, der dazugehörige Text liegt sogar noch weitere Jahrhunderte zurück - atemberaubend schön, oder?

Das deutsche Synchro-Team von Black Flag macht einen guten Job, dennoch kommt die Vertonung keineswegs an das Original ran. Das liegt zum einen daran, dass die multikulturelle Karibik deutlich besser im Rahmen der englischen Sprache zur Geltung kommt. Zum anderen fügt sich die Soundqualität und Umsetzung der Original-Synchronisation deutlich besser ins Gesamtwerk ein. Beim viel von uns gelobten Credits-Song fällt der Qualitätsunterschied besonders ins Gewicht - verschmerzbar, aber dennoch wichtig zu erwähnen.

Ein chaotischer Schiffskampf in Black Flag. Hierbei gefallen die Effekte gut, aus Gameplay-Sicht macht das alles auch verdammt viel Spaß, doch der Star ist ganz klar die intensive Geräuschkulisse. Quelle: PC Games Hardware Allgemein muss man die gesamte Geräuschkulisse von Black Flag loben! Ob es die lautstarken und brutalen Wellen sind, die gegen das morsche Holz unseres Schiffs schlagen, die mit Menschen und Alltagsgeräuschen gefüllten Gassen in den diversen Städten oder die aus klirrenden Klingen und Donnerbüchsen bestehenden Kampfgeräusche, mit Teil 4 zeigt Ubisoft meisterliche Qualität in beinahe jedem Bereich. Die Betonung liegt hier bewusst auf "beinahe" - denn nicht alles glänzt in Black Flag.

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Obacht, Landratten: Es ist nicht alles Gold, was glänzt!

So kann es durchaus auch mal zu starkem Wellengang kommen, besonders, wenn man sich im Jahr 2023 oder gar später aufs Deck der Jackdaw wagt. Selbst heute noch leidet die vielfach prämierte Ubisoft-Marke unter vielen Problemen, die auch nicht mit dem Reboot Assassin's Creed: Origins und den späteren Teilen weggewischt werden konnten. Das war 2013 natürlich nicht anders und tut 2023 vereinzelt doppelt weh. Das Parkour-System kann stark frustrierend sein, ganz besonders, wenn Edward sich mal wieder nicht entscheiden kann, ob er am Gebäude hochklettern oder direkt dran vorbeispringen möchte. Später führte Ubisoft eine überarbeitete Parkour-Steuerung ein, bei der man mit unterschiedlichen Tasten entweder nach oben oder nach unten klettern kann - ein riesiger Unterschied und etwas, was man schmerzlich im Piratenabenteuer vermisst.

Und auch die Gegner müssen negativ hervorgehoben werden. Zwar ist es schön, dass man sich mit Teil 4 wieder mehr auf Stealth-Mechaniken fokussiert, das kann aber nur bedingt mitreißen, wenn die vielen Wachen und Gegner so wirken, als hätten sie sich 2-3 Rumflaschen zu viel hinter die Birne gekippt. Ebenso unbeholfen fällt gelegentlich die Kamera aus, besonders, wenn wir uns mit einer Vielzahl an Gegnern auf einem Schiffsdeck prügeln. Und das Kampfsystem ist wuchtig und ordentlich brutal, doch ebenso dank der vielen, simplen Kontermöglichkeiten oftmals viel zu einfach.

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Ubisoft's Piraten-Jungfernfahrt: Ein Open-World-Meisterwerke für die Ewigkeit

Aber hey, spätestens, wenn frischer Wind in die Segel bläst und unsere Piratencrew das nächste Shanty anstimmt, während wir in die weite Ferne blicken, verziehen die Kinderkrankheiten so flott wie ein Tropensturm. Was hängenbleibt, ist die pure Freiheit in Videospielform. Ein solch kleines Leck bringt ein so massives Schiff natürlich nicht zum Sinken und auch technisch muss sich Black Flag keine Sorgen machen, in der Bedeutungslosigkeit zu versinken - selbst heute nicht! Schon damals protzte Black Flag zum Release mit einer hervorragenden Performance auf der Xbox 360 und der Playstation 3. Auf den Folgekonsolen kann sich Teil 4 natürlich ganz offensichtlich ebenso sehen lassen.

Wer hingegen auf der Series X oder Playstation 5 ins Abenteuer segelt, der wird enttäuscht: Einen FPS-Boost und somit mehr als 30 Bilder pro Sekunde bekommt man nämlich nicht. Und selbst am PC schafft es Black Flag kaum auf die 60 FPS, bei den meisten von euch wird die Performance vermutlich nicht über die 45-50 FPS gehen. Dafür gibt es diverse Möglichkeiten, Black Flag nachzuholen. Im Grunde könnt ihr es auf allen Konsolen spielen, die seit 2005 erschienen sind - die Wii mal ausgenommen. Und natürlich auf dem PC.

Auf dem Bild ist eine entspannte Segelfahrt über das azurblaue Karibische Meer zu sehen, bei der es an diversen Inseln und Küsten vorbeigeht- Quelle: PC Games Hardware Bleibt uns zu sagen: Mit Black Flag hat Ubisoft ein fantastisches Piratenspiel abgeliefert (ein Remake? Bitte, ja!), aber auch eines der brillantesten Open-World-Meisterwerke überhaupt! Wer sich erfolgreich von uns anheuern lassen hat oder sich einfach von der Nostalgie treiben lässt, dem wünschen wir allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!


Jetzt seid ihr gefragt: Assassin's Creed 4: Black Flag erschien am 22. November 2023 und feiert somit in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen - uff, wie die Zeit vergeht. Habt ihr Black Flag damals gespielt und schließt ihr euch unserem Redakteur Maci an? Ist das Piratenabenteuer von Ubisoft Montréal wirklich ein so herausragendes Meisterwerk? Falls nein, was ist euer liebstes AC-Spiel? Schreibt uns eure Gedanken und Meinungen in die Kommentare.

  1. Seite 1 Ein brillantes und höchst emotionales Open-World-Meisterwerk: Mit Black Flag hat Ubisoft nicht nur eines der besten Piratenspiele überhaupt abgeliefert, man hat die nach Teil 3 angestaubte Marke auch mithilfe eines nie dagewesenen Freiheitsgefühls erfolgreich in ein spielerisches Paradies der Meisterklasse manövriert, das selbst 10 Jahre später noch lautstark und euphorisch nachhallt. Kommt an Bord, es geht in unserem heutigen Retro-Rückblick zurück ins goldene Zeitalter von Assassin's Creed.
  2. Seite 2 Ein brillantes und höchst emotionales Open-World-Meisterwerk: Auf Seite 2 unseres Retro-Rückblicks gehen wir auf die vielen Piratensagen und Legenden ein, die Ubisoft gekonnt und spannend ins Action-Adventure webt. Darüber hinaus geht es um den äußerst beliebten Adéwalé sowie die Erweiterung
  3. Seite 3 Ein brillantes und höchst emotionales Open-World-Meisterwerk: Walfang, Schiffskämpfe und grenzenloser Erkundungsspaß. Keine Frage, die Open-World in Form der paradiesischen Karibik in Black Flag ist natürlich der wahre Star
  4. Seite 4 Ein brillantes und höchst emotionales Open-World-Meisterwerk: Black Flag fällt im Vergleich zu vielen anderen Ubisoft-Spielen äußerst emotional aus. Ein Grund dafür: Die grandiose und mehrfach prämierte Musik, aber auch das tolle Sound-Design! Abschließend verraten wir euch noch, was es alles zu beachten gibt für all jene, die 2023 oder später zum ersten Mal die Segel hissen.
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