Armored Core 6 in der Vorschau: Nach Elden Ring der nächste Geniestreich?

Special Daniel Link
Armored Core 6 in der Vorschau: Nach Elden Ring der nächste Geniestreich?
Quelle: Bandai Namco

In unserer Vorschau zu Armored Core 6: Fires of Rubicon erklären wir euch, ob From Software an den Erfolg von Elden Ring anknüpfen kann.

Auch waren die normalen Missionen, also all jene ohne Bosskampf, nicht sonderlich herausfordernd. Die normalen Gegner können sich nicht wirklich gegen den Mech-Anzug zur Wehr setzen, weswegen man sie einfach umpustet. Im Verlauf des Hands-on-Termins wurden zwar neue Gegnertypen eingeführt, wie beispielsweise unsichtbare Scharfschützen, doch allzu viel konnten diese auch nicht ausrichten. Nicht nur wird im UI nämlich angezeigt, aus welcher Richtung diese schießen werden, man erhält auch noch ein deutliches auditives Warnsignal. Das ist zum einen hervorragend für die Zugänglichkeit des Spiels, zum anderen können Menschen wesentlich schneller auf Audio als auf visuelle Reize reagieren, was das Spielgefühl ein wenig "beschleunigt". Durch diese Hinweise war es für die Scharfschützen jedoch schwer, trotz der Unsichtbarkeit einen Überraschungsangriff zu landen, denn durch einfaches Drücken der X-Taste wich ich dem Schuss geschickt aus, nachdem ich das Warnsignal gehört hatte.

Selbst als mehrere Scharfschützen gleichzeitig auf mich losgingen, mussten sie sich meinem Waffenarsenal geschlagen geben. Schaffte ich es jedoch nicht, sie schnell aus dem Verkehr zu ziehen, tarnten sie sich erneut und teleportierten sich an einen anderen Ort. Das Feuergefecht war also nicht sonderlich gefährlich, dafür aber ziemlich nervig.

Allzu schlimm ist das jedoch nicht, da From Software die Wucht, die so ein Mech-Anzug mit sich bringt, ziemlich gut umgesetzt hat, ohne dabei auf eine klobige Steuerung oder Ähnliches zu setzen. Man fühlt sich einfach ziemlich mächtig, während man durch die Lüfte fliegt und die oft wehrlosen Gegner ausschaltet.

Ein Armored Core im Flug Quelle: Bandai Namco Als Scharfschützen erwiesen sich Elden Rings Hummer zwar als deutlich effektiver, doch auch ohne diese Bedrohung hatte ich in Armored Core einfach Spaß daran, mich über die Karte zu bewegen und auf Feinde zu schießen.

Auch sind nicht alle Missionen so trivial, beispielsweise hatte ich auf einer der späteren Karten so meine Probleme, da sich mir massig Gegner in den Weg stellten, die meinen Armored Core schnell in Altmetall verwandelten, wenn ich nicht geschickt manövrierte. Das Highlight von Armored Core 6 sind bisher jedoch definitiv die Bosskämpfe.

Bosskämpfe mal wieder als absolutes Highlight

Diese machen nämlich nicht nur eine ganze Menge Spaß, sondern sind zum Teil auch ziemlich schwierig. Insgesamt durfte ich gegen vier richtige Bosse antreten. Den ersten Boss machte ich recht schnell platt, einen weiteren besiegte ich auf unkonventionelle Weise und einer überraschte mich beim ersten Mal mit seinen Angriffen, wodurch ich erst einmal versagte und zum Checkpoint zurückversetzt wurde.

Auch der letzte Boss des Kapitels machte zumindest mir ordentlich zu schaffen und ich brauchte eine ganze Weile, um mit ihm fertig zu werden. Wahrscheinlich hätte ich einfach aufhören sollen, gegen den Bullet-Hell-Boss im Nahkampf mein Schwert zu schwingen, aber leider ist das Schwert halt einfach sehr cool!

Es wäre fast schon ein Verbrechen, nicht auf den Boss zuzustürmen und dabei die Hälfte meiner Lebenspunkte zu verlieren. Bei Bossen gibt es dieses auditive Warnsignal übrigens auch, da hier jedoch wesentlich mehr auf dem Bildschirm passiert, ist es trotzdem noch recht knifflig, allem auszuweichen.

Ein Armored Core im Kampf. Quelle: Bandai Namco Die bisherigen Bosse sind allesamt gut inszeniert, haben interessante Mechaniken und bringen dem Spieler bei, wie man Armored Core wirklich spielt. Zwar gibt es auch einige Tutorials im Spiel, doch wer nicht gerne Text-Pop-ups durchliest, der entwickelt auch beim normalen Durchspielen ein gutes Spielgefühl. Der erste Boss, ein fliegendes Schiff, lehrt den Spieler unter anderem, das Schwert zu benutzen, wenn man den Boss gebrochen hat.

Das Schwert macht nämlich eine ganze Menge Schaden und eignet sich daher hervorragend für diese Situation. In meiner Zeit mit dem Spiel setzte ich jedoch auch abseits davon sehr intensiv auf das Schwert, da es nicht nur wie bereits erwähnt eine Menge Schaden macht, sondern auch gut im Brechen der verschiedenen Gegner und Bosse ist.

Jeder Gegner - und auch die eigene Spielfigur - hat nämlich neben seiner Lebensleiste noch einen separaten Balken, der sich durch eingesteckten Schaden füllt. Ist die Leiste voll, wird man gebrochen, kann sich eine gewisse Zeit lang nicht bewegen und erhält mehr Schaden.

Das ist nicht nur für den Spieler tödlich, sondern auch für die verschiedenen Gegner. Nicht nur konnte ich mit dem Schwert die meisten normalen Feinde mit einem einzigen Schlag besiegen, auch füllte sich die separate Leiste von Bossen durch einen Angriff um mehr als die Hälfte! Dahin gehend fand ich das Schwert fast schon zu stark.

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