Armored Core 6 in der Vorschau: From Softwares nächster Geniestreich nach Elden Ring?

Special Daniel Link
Armored Core 6 in der Vorschau: From Softwares nächster Geniestreich nach Elden Ring?
Quelle: Bandai Namco

Nach über zehn Jahren kommt endlich ein brandneues Armored Core auf den Markt. Ob From Software nach all der Zeit noch weiß, was ihre Spielereihe damals so beliebt gemacht hat, erfahrt ihr bei uns in der Vorschau.

Nach dem gigantischen Erfolg von Elden Ring würden die meisten Studios wohl direkt mit den Arbeiten an einem Nachfolger anfangen. Nicht jedoch From Software, die zwar noch einen DLC für das beliebte Spiel veröffentlichen wollen, als Nächstes jedoch einen neuen Teil der fast in Vergessenheit geratenen Armored-Core-Reihe herausbringen. Viele Fans sind verständlicherweise ganz gespannt darauf, ob Armored Core 6: Fires of Rubicon die beliebten From-Software-Qualitäten besitzt. Dazu gehöre auch ich, weswegen ich mich sehr freute, als ich das Spiel vor Kurzem zum ersten Mal ausprobieren durfte. In meiner Session durfte ich mir lediglich das erste Kapitel des Third-Person-Mech-Shooters ansehen. Bezüglich der Story gab dieses noch keinen allzu klaren Einblick darauf, was mich im Spiel so erwarten wird, was ich sah, passte jedoch zur bisher bekannten Handlung der Armored-Core-Reihe. Meine Frage, ob Hustler One beziehungsweise Nine-Ball im Spiel sein wird, konnte mir zwar nicht beantwortet werden, doch die Handlung wird Armored-Core-Fans voraussichtlich wieder einmal zusagen.

Die Story erlebt man im Rahmen verschiedener Missionen, die über ein Menü ausgewählt werden. Die einzelnen Levels sind recht groß, die Ziele jedoch sehr linear gehalten. Man bewegt sich von Punkt A zu Punkt B, erlegt auf dem Weg ein paar Feinde und schließt dann die jeweilige Aufgabe ab.

Zumindest gibt es hier einiges an Variation. Man schaltet verschiedene Luftabwehrgeschütze aus, besiegt einen feindlichen Armored Core, erklimmt eine wandernde Festung und einiges mehr.

Umgeben von zwei Tonnen Stahl

All das macht man in seinem getreuen Armored Core, einem der Mech-Anzüge des Spiels. Diese sind ausgerüstet mit einem Schwert und zahlreichen Fernkampfwaffen, die sich nach Belieben austauschen lassen. Unter anderem gibt es hier Raketenwerfer, Maschinengewehre und alles andere, was das Waffenherz begehrt.

Mehrere Armored Cores stürmen eine Mauer. Quelle: Bandai Namco Auch können die Mechs für kurze Zeit durch die Luft fliegen, was allein das Navigieren der verschiedenen Karten bereits zu einer spaßigen Angelegenheit macht. Damit man bei diesen ganzen Dingen nicht den Überblick verliert, sind die Armored Cores mit einem passenden, futuristischen UI ausgestattet.

Dieses wirkt im ersten Moment sehr überfordernd, mit einem großen Kreis in der Mitte des Bildschirms, zahlreichen Balken, die sich leeren und wieder auffüllen und einer Menge Schnickschnack.

Glücklicherweise gewöhnt man sich jedoch sehr schnell an das Interface. Ein Balken zeigt etwa die Abklingzeit des Schwertes an, ein weiterer die verbleibende Munition im Magazin und so weiter. Es ist gar nicht so leicht, in einem schnellen Spiel wie Armored Core 6 (jetzt kaufen 32,99 € ) ein UI zu kreieren, welches dem Spieler alle nötigen Informationen gibt, ohne vom Geschehen abzulenken.

Wer möchte schon in die untere Ecke des Bildschirms schauen, um seine Abklingzeiten zu sehen, wenn man gerade mitten in einer Bullet-Hell steckt? From Software hat sich bezüglich des Interface also definitiv Gedanken gemacht. Es könnte zwar an manchen Stellen noch verbessert werden, doch ich hatte beim Spielen zumindest nie das Gefühl, dass mich das HUD auf irgendeine Weise einschränkt.

Ein Armored Core schwingt sein Schwert. Quelle: Bandai Namco Das könnte sich im Verlauf des Spiels natürlich noch ändern, denn zum Release wird es zahlreiche weitere Kapitel geben, doch die anfänglichen Missionen haben bereits einen Mordsspaß gemacht. Umso schlimmer fand ich es dann, als ich nach kurzer Zeit bereits wieder aus dem Gameplay gerissen wurde.

Einige Missionen waren in unter einer Minute abgeschlossen und obwohl die Länge der Missionen graduell anstieg, waren sie zumindest im ersten Kapitel allesamt sehr schnell zu Ende. Mein Spielerlebnis bestand also über weite Strecken daraus, mir eine Art Standbild anzusehen und währenddessen einem Dialog zu lauschen, in dem mir die nächste Mission erklärt wird.

Dann komme ich endlich zum Spielen, was wirklich eine Menge Spaß gemacht hat, doch nach ein paar Minuten war es damit wieder vorbei. Anschließend noch ein Dialog zum Abschluss der Mission und das Ganze beginnt wieder von vorn. Für meinen Geschmack verbrachte ich definitiv zu viel Zeit damit, einfach auf den Bildschirm zu starren. Doch es ist wohl ein gutes Zeichen, dass ich stets sofort wieder weiterspielen wollte.

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