Auf dieser Seite schauen wir uns das unübersichtliche Inventar- und Crafting-System in ARC Raiders an. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Story und darauf, wie sie präsentiert wird.
Geht ihr in Feuergefechte, solltet ihr euch eurer Sache sicher sein. Durch zusätzliche Schilde ist die Time to Kill nämlich hoch und Gegner haben bei Beschuss vergleichsweise viel Zeit, auszuweichen. Wie die Roboter haben auch die Menschen unterschiedliche Trefferzonen. So wird also auch Zielgenauigkeit belohnt.
Wie bei Hempels unterm Inventarsofa
Zwar gibt's eine Menge unterschiedlicher Waffen, von Pistolen bis zu hin Granatwerfern. Von der Feuerrate mal abgesehen, fühlen die sich aber doch recht ähnlich an. Rückstoß oder Streumuster sind zwar unterschiedlich, wir hatten aber Probleme, sie wirklich klar zu identifizieren und zu lernen. Trotzdem sind die Gefechte aufregend, erfordern aber auch Erfahrung und können gerade für Anfänger auch mal frustrierend werden.
Quelle: ARC Raiders Review
In ARC Raiders bekommt man wahnsinnig viele Crafting-Materialien. Das macht das Inventar schnell, sehr unübersichtlich.
Doch warum macht man das eigentlich alles? Klar, die Matches allein sind durchaus ein guter Motivationsgrund. Wir haben uns schließlich auch immer wieder dabei erwischt, wie wir immer wieder noch mal eine kleine Runde zwischendurch gedreht haben. Trotzdem bringen Extraction-Shooter meist noch weitere Elemente außerhalb der Runden mit sich, denn nach dem 500. Match schleicht sich irgendwann doch Routine ein.
ARC Raiders versucht da auf drei Ebenen zu punkten. Einerseits will man natürlich mit der eigenen Progression motivieren. Dazu zählt an erster Stelle der eigene Loot. Mit dem könnt ihr euch in eurem Unterschlupf an verschiedenen Crafting-Tischen neue Waffen, Munition und Gadgets zusammenbauen. Da findet ihr übrigens auch euren Haustierhahn Scrappy. Der Gockel sammelt euch netterweise in regelmäßigen Abständen Craftingmaterialien zusammen, falls ihr gerade mal eine Pechsträhne im Spiel habt.
Das Inventar wird allerdings sehr schnell, sehr unübersichtlich, denn ARC Raiders scheißt euch regelrecht zu mit unterschiedlichsten Craftingmaterialien. Von zig unterschiedlichen Gummi- und Metallteilen über Stoffreste, Ölkannen, Kabel und Isolierband bis hin zu den verschiedenen Einzelteilen der ARC-Roboter.
Die haben Batterien, Federn, Metalllegierungen und mehr. Manches davon wird als Craftingmaterial verwendet, anderes kann man sogar als Waffe nutzen. Vieles davon kann man dann aber auch wieder in seine Bestandteile zerlegen. Obendrauf gibt's auch noch abgefahrenes Zeug, wie Gummienten oder eine Armbanduhr. Das Zeug kann auch in Einzelteile zerlegt oder für ordentlich Kohle im Unterschlupf verscherbelt werden, hat aber sonst keinen Nutzen.
Quelle: ARC Raiders Review
Kleine Quests sollen Abwechslung in euren Raider-Alltag bringen. Hier werden sogar kleine Geschichten erzählt.
Bei uns ist schon nach ungefähr zwei Stunden Spielzeit das Inventar vor Materialien nur so übergequollen. Zum Glück kann man das recht leicht über die In-Game-Währung erweitern, die man für das Verkaufen von Zeug bekommt. Trotzdem hat dann aber doch wieder irgendwas noch gefehlt, was wir zum Craften gebraucht hätten. Immerhin lassen sich die Rezepte anpinnen, damit man gezielt auf die Suche nach dem Zeug gehen kann.
Das Crafting ist aber gerade am Anfang noch sehr überfordernd und erfordert Einarbeitung. Dafür verspricht es aber auch Langzeitmotivation. So kann man etwa auch zusätzliche Bausätze für seine Werkbänke finden und so schneller bessere Waffen zusammenklöppeln.
Leichte Ansätze von Story
Über einen Fertigkeitenbaum könnt ihr außerdem eure Skills verbessern. So steigert ihr eure maximale Ausdauer oder bewegt euch schneller in der Hocke. Wirklich große Sprünge macht ihr dadurch aber nicht in euren Fertigkeiten. Selbst auf Stufe 3 von 5 hatten wir nicht das Gefühl, wir wären jetzt viel agiler in der Hocke.
Als zweites Standbein der Langzeitmotivation stellt ARC Raiders seine Quests und Story auf. In der Stadt Speranza gibt es mehrere Händler, bei denen ihr euch für InGame-Währung neue Ausrüstung kaufen könnt. Die haben aber auch immer Quests für euch. Meist müsst ihr aber nur irgendwelche Ressourcen aus dem Rust Belt holen oder einen bestimmten ARC zerstören und looten. Schreitet ihr weiter voran, werden die Aufträge etwas kniffliger. Ausgefeilte Storylines solltet ihr hier aber nicht erwarten.
Die Geschichte selbst bekommt ihr im Kodex. Der schaltet sich ab einem bestimmten Level frei und gibt grundlegendes Wissen über die Welt und ihre Bewohner. Über Zeit sammelt ihr immer mehr Infoschnipsel über die Welt und erschließt euch dadurch mehr. Da der Kodex nur eine Ansammlung von Texten ist, hat uns das aber ehrlich gesagt auch nicht wirklich vom Hocker gehauen. Eine übergreifende Story soll es wohl geben. Die wird dann aber wohl nur langsam über die Lebenszeit des Spiels erzählt.
