Auf dieser Seite wollen wir erläutern, warum jedes Match in ARC Raiders einzigartig ist und wieso das Sounddesign so fantastisch ist.
Einer möglichen Abnutzung der Maps steht aber natürlich eine Sache entgegen: die Matches, die ihr dort erlebt. Die sind in Multiplayer-Shootern natürlich nie gleich, doch Extraction-Shooter sind da noch mal besonders, denn es kommen einfach noch mehr Faktoren dazu. Wo wird man auf der Karte abgesetzt? Wo möchte man dieses Mal erkunden? Legt man sich mit den KI-Gegnern an und riskiert damit auch, von anderen Spielern gehört zu werden? Ist man auf Streit aus und schmeißt sich mitten ins Getümmel? Oder schleicht man lieber über die Map und sammelt die Überreste von Feuergefechten ein?
Quelle: PC Games
Der große Turm im Raumhafen lockt mit heißer Beute, aber auch heißen Gefechten.
Jedes Spiel eine Erinnerung
ARC Raiders hat sein Gameplay sehr präzise auf diese Fragen hin ausgerichtet. Wie in allen Extraction-Shootern steht man noch vor der Runde vor der wichtigen Entscheidung, was man jetzt alles mit reinnimmt. Der Clou ist nämlich, dass man seine komplette Ausrüstung verliert, wenn man umgenietet wird oder den Ausstieg an einem der Extraktionspunkte nicht schafft. Nimmt man jetzt die legendäre Waffe mit oder lässt man es lieber bleiben?
Das muss man mögen, und nicht jeder Spielertyp kann mit dieser Form des Risikos etwas anfangen. Dort, wo es zündet, entfaltet sich aber ein ordentlicher Nervenkitzel, wenn man in brenzlige Situationen gerät und hoffentlich erfolgreich daraus hervorgeht. Die Karten haben jeweils unterschiedliche Zonen, die nach dem Wert der Beute sortiert sind, die man da finden kann.
Allerdings ist da meistens auch die Aktivität der aggressiven ARC-Robos besonders hoch und besserer Loot zieht natürlich auch andere Raider magisch an. Es muss also stets abgewogen werden, wo man hinwill, wie der beste Weg dorthin ist und auch, wie man dort schleunigst zum nächsten Extraktionspunkt kommt.
Quelle: ARC Raiders Review
Welche Ausrüstung man in die Runde mitnimmt, ist eine zentrale Frage in Extraction-Shootern.
Zu lang darf man ebenfalls nicht warten, denn das Zeitfenster ist auf ungefähr 30 Minuten begrenzt. Wer bis zum Zeitlimit keinen Extraktionspunkt aufgesucht hat, wird zwangsläufig von ARCs umgebracht. Besonders fies ist, dass manche Exit-Points auch schon während des Matches dichtmachen. Gegen Ende balgen sich die Spieler also um immer weniger Ausgänge. Dafür gibt es aber noch kleine Ausstiegsluken, die nur mit besonderen Schlüsseln geöffnet werden können.
Zusammen ist man auch allein
Allerdings müsst ihr nicht zwangsläufig alles umnieten, was euch vor die selbst zusammengeklöppelte Flinte kommt. Im Gegenteil: Das Spiel bietet euch mehrere Möglichkeiten, zusammenzuarbeiten. So gibt es Emojis, die euren Charakter verschiedene Dinge sagen und zum Beispiel die Hände hochnehmen lassen. Besser ist es aber, mit dem eingebauten Voice-Chat zu arbeiten. Der ist distanzabhängig, man hört euch also nicht über die ganze Karte.
Mit diesen Möglichkeiten könnt ihr Raider in der Nähe auf euch aufmerksam machen und die Zusammenarbeit vorschlagen. Zugegeben, die meisten Spieler auf die wir trafen, hatten ihre Finger schnell am Abzug. Wenn man aber doch mal unterwegs neue Freunde findet, ist das dann gleich ein doppelt so schöner Moment.
Die Zusammenarbeit ist aber auch nötig. Ihr könnt zwar nicht nur allein, sondern auch zu dritt im Squad losziehen, doch ist mit den ARC-Robotern nicht zu spaßen. Die kleineren kann man noch recht gut einzeln ausschalten. Will man sich aber mit den größeren Exemplaren, wie Bastion oder Rocketeer anlegen, dann braucht man schon ein gut ausgerüstetes Squad oder schlicht mehr Feuerkraft.
Doch auch hier lohnt sich Erfahrung, denn jeder der Robos hat so seine Schwachstellen. Die fliegenden Hornets sind grundsätzlich einfach Drohnen mit Propellern. Konzentriert man sein Feuer also auf die Antriebe, liegen sie sehr schnell im Dreck. Das ist auch extrem befriedigend, denn sie schlingern physikalisch korrekt durch die Gegend, wenn man die Rotorblätter aufs Korn nimmt. Die großen Robos sind natürlich stärker geschützt, doch auch die haben ihre Angriffspunkte, mit denen man sie schlussendlich zu Fall bringen kann.
Quelle: ARC Raiders Review
Auch lustige Momente lassen sich erleben. Wer etwa eine Flöte spielt, kann auch ein wenig darauf spielen.
Das beste Sounddesign des Jahres
Doch ist der offene Kampf in ARC Raiders eben nicht immer der Weg zum Ziel. Im Gegenteil, es ist sogar eher zielführend, sich eben nicht mitten ins Getümmel zu schmeißen. An dieser Stelle müssen wir dann auch über das hervorragende Audiodesign sprechen. Die Entwickler haben sich ein dynamisches Soundsystem zusammengebaut, das sich immer detailliert an euren Standort anpasst.
Steht ihr in einem Wald, rauscht der Wind und die Vögel zwitschern. Seid ihr bei Regen in einem Militärkomplex unterwegs, prasseln die Tropfen auf die metallischen Oberflächen. Dazwischen mischen sich dann die gelegentlichen Schüsse in der Ferne, deren Knall realistisch über die Karte hallt. Genauso hört ihr aber auch die Schritte um euch herum. Die lassen sich mit Kopfhörern ausgezeichnet verorten, und wer aufmerksam durch die Welt läuft, kann Gegnern schon im Voraus auflauern oder gleich aus dem Weg gehen.
Das ist großartig gemacht, und allein das Soundsystem treibt die Atmosphäre und das Adrenalin in ungeahnte Höhen während eines Matches in ARC Raiders. Auch für die Roboter haben sich die Entwickler einzigartige und wiedererkennbare Sounds ausgedacht. Viele der ARCs klingen nämlich wie alte Elektrotechnik. Man erkennt gut, ob die Blechbüchsen einen gerade entdeckt haben oder einfach nur vorbeischwirren.
Alles in allem haben die Embark Studios beim Audiodesign also alles richtig gemacht. Der Sound in ARC Raiders gehört mit zum Besten, was das Shootergenre aktuell so zu bieten hat. Das restliche Gameplay kann sich aber auch sehen lassen. Ihr steuert eure Figur in der Third-Person über die Karte und das Movement hat ein fühlbares Gewicht. Der Charakter setzt sich erst kurz in Bewegung und hievt sich schwerfällig über Hindernisse. Eine Ausdauerleiste hält euch außerdem davon ab, im Dauersprint durch die Gegend zu rennen.
