Amnesia The Bunker im Test: Der Horror des Ersten Weltkriegs

Test Benjamin Kegel Lukas Schmid
Amnesia The Bunker im Test: Der Horror des Ersten Weltkriegs
Quelle: Frictional Games

In Amnesia: The Bunker kämpfen wir in einem desolaten Bunker im Ersten Weltkrieg gegen einen erbarmungslosen Jäger um unser Überleben. Unser Test!

Die eben angesprochenen Fallen im Bunker können auch euch schnell den Garaus machen, also haltet die Augen offen nach Stolperfallen auf dem Boden oder roten X-Markierungen, die euch vor Gefahren warnen sollen. Selbst, wenn ihr rechtzeitig aus dem Sprengbereich einer drapierten Handgranate hechtet, seid ihr aber nicht sicher, denn Lärm lockt den Dämon an. Und neben Rennen, Springen, Türen einschlagen und eure Taschenlampe aufziehen, machen vor allem Explosionen jede Menge davon. Oft lassen sich leisere Lösungen finden: Achtet auf eure Umgebung, vielleicht gibt es Lüftungsschächte, vielleicht lassen sich Schlösser oder marode Türen mit auf sie geschleuderten Steinen aufbrechen, vielleicht könnt ihr sogar den Dämon selbst verwenden, um Hindernisse in eurem Weg einzuschlagen.

Die zweitgrößte Gefahr im Spiel sind die zuvor genannten Ratten, die sich an den Körpern eurer gefallenen Kameraden im Bunker gütlich tun. Die Viecher greifen euch zwar nicht direkt an, aber wenn ihr sie beim Fressen stört, werden sie bissig. Dadurch werdet ihr blutig. Dadurch wird die Nase des Dämons auf euch aufmerksam, und das Verstecken unter Betten, Tischen und in Schränken deutlich schwieriger.

Die Ratten zu umgehen, ist nicht ganz einfach - oft versperren sie wichtige Gänge oder machen die Navigation gerade dann schwieriger, wenn es stressig wird.

Merkt euch immer den Weg zurück ins Verwaltungsbüro: Flucht ist euer Freund und eine Minimap gibt es nicht - das soll so sein und so passt das hervorragend zum realistischen Spielgefühl, hier ist nichts Arcade-artig.

EIn Blick durch ein Visier in einem in rotes Licht getränkten Raum Quelle: PC Games

Gut zum drin Verbeißen

Die Ratten und der Dämon harmonieren zu eurem Unglück ziemlich gut miteinander, also lasst euch effiziente Strategien einfallen, wie ihr mit den Viechern umspringen wollt. Klar könnt ihr das Feuer auf sie eröffnen, wenn ihr eure extrem wertvolle Munition verschwenden wollt. Eine Granate ist auch eine Option, aber ihr wisst ja: Lärm.

Und selbst, wenn ihr die Ratten erlegt, kommen später neue. Möchtet ihr sie dauerhaft loswerden, müsst ihr deren "Futter" verbrennen. Oder ihr lockt die Viecher mit saftigerem Fleisch weg.

Dadurch könnt ihr auch die ID-Marken der umgekommenen Soldaten an euch nehmen, an denen die Aasfresser zuvor genagt hatten. Auf der Rückseite einiger dieser ID-Marken befinden sich weitere Schlüsselcodes, mit denen ihr im Spindraum die persönlichen Schränke eurer einstigen Kameraden öffnen könnt.

In den Schränken finden sich dringend benötigte Gegenstände. Und auf welchen Marken welche Codes stehen, ändert sich mit jedem neuen Durchlauf. Dadurch erhöht sich der Wiederspielwert von The Bunker.

Ich musste mich am Ende echt vom Bildschirm losreißen, um für diesen Test in die Tasten zu hauen. Und während ich ihn geschrieben habe, wollte ich eigentlich die ganze Zeit zurück in den Bunker und weiterspielen, verdammt!

Angesichts der Tatsache, dass ich in meinem Leben schon 392 Horrorspiele durchgerödelt habe, ist das ein gutes Zeichen. Ich weiß nicht, ob ich den jüngsten Teil der Amnesia-Serie mehr als ein- oder zweimal spielen müsste. Aber diese ein- oder zweimal auf jeden Fall. Und das ist dann angesichts des schmalen Talers, den Frictional Games für das gute Stück haben möchte, auch echt in Ordnung.

Wertung zu Amnesia: The Bunker (PC)

Wertung:

8.0 /10
Fazit

Intensive Horrorerfahrung, gut getroffenes Setting, ein paar kleine Bugs, die sich aber leicht umgehen lassen, und klassische Survival-Horror-Mechaniken, die kompetent greifen, all das gut gemischt. Holt’s euch!

Amnesia: The Bunker ist seit dem 6. Juni 2023 erhältlich. Verfügbar ist das Horrorabenteuer für den PC, Playstation 5 und Xbox Series X und S, außerdem für die Last-Gen-Konsolen Playstation 4 und Xbox One. Außen vor bleiben - zumindest vorerst - Besitzer der Nintendo Switch. Für unseren Test spielten wir die PC-Umsetzung.

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