Nicht immer authentisch, aber gut: Aus Sicht der Familie Black erlebenSie die packendsten Momente aus 300 Jahren US-Geschichte.
Lange hat's gedauert, bis die Ensemble Studios ihre noch immer sehr populäre "Age of Empires"-Reihe fortgesetzt haben. Und? Hat sich die lange Wartezeit gelohnt?
STORY: Geschichte ist ein einziges großes Abenteuer -- zumindest, wenn man zur Black-Familie gehört. In "Age of Empires 3" beweist der Schotten-Clan im Anschluss an seine Auswanderung nach Amerika in drei Kampagnen (17. bis 19. Jahrhundert), was man im Schatten historischer Ereignisse so alles erleben kann. Beispielsweise der französisch-indianische Krieg (1756-1763) oder die militärische Auseinandersetzung zwischen den USA und Mexiko 1846 bis 1848.
SPIEL: Sie bewegen sich durch die detailreichen Szenarios, sind unterwegs in den USA, in Südamerika, Malta und in der Karibik. Dabei erledigen Sie abwechslungsreiche Primär- und Sekundäraufgaben. Sie schlagen sich auf die Seite von Indianerstämmen, bestreiten Seeschlachten oder zerstören einfach nur feindliche Stützpunkte.
Dass Sie das nicht alleine schaffen können, ist klar. Also bauen Sie sich kurzerhand ein eigenes Lager: Arbeiter sorgen für die nötigen Rohstoffe, sie jagen Wildschweine, bestellen Felder und hacken Holz. Mit den Erträgen kann man beispielsweise Kasernen bauen, die den Truppennachschub sichern. Durch Investitionen in die Forschung treiben Sie den Nutzen ziviler Einrichtungen (größere Ernten) oder militärischer Institutionen (effizientere Waffen) in die Höhe.
Das alles kennen Sie schon aus dem Vorgänger? Keine Sorge, "AoE 3" wartet mit einigen Neuerungen beziehungsweise Verbesserungen auf. Zum einen wäre da die stark verfeinerte Optik: Realistischer Seegang, eine lebendige Fauna sowie ein überragendes Schadensmodell bei Objekten und Gebäuden -- das alles wirkt überzeugend. Auch spielerisch hat sich einiges getan. Mit dem Bau von Hauptstädten sichern Sie sich Extra-Truppen und zusätzliche Ressourcen. Helden verfügen nun über aufladbare Spezialfähigkeiten und Gebäude lassen sich auf Knopfdruck reparieren. Nur an einer Sache hat sich nichts geändert: Ob Freund oder Feind -- die KI lässt stark zu wünschen übrig.
FAZIT: Mit "Age of Empires 3" erstehen Sie kein total neues Spiel, sondern eine Fortsetzung, die die Tugenden des Vorläufers perfektioniert. Der Spielspaß wird durch kleine, aber praktische Neuerungen intensiviert. Einzig kleinere Mankos wie die schwache CPU-KI und leichte Grafikfehler fallen vereinzelt auf, stören den Spielablauf aber kaum.
