Prozessoren: Kaufberatung mit CPUs ab 95 Euro

Special Antonio Funes
Prozessoren: Kaufberatung mit CPUs ab 95 Euro
Quelle: AMD Keynote-Video

AMD die ersten vier Prozessoren mit der neuen Zen 3-Architektur angekündigt: den Ryzen 5 5600X, Ryzen 7 5800X, Ryzen 9 5900X und Ryzen 9 5950X. In unserem Special erfahrt ihr alles Wichtige zu den neuen Prozessoren, zudem bieten wir auch eine Kaufberatung zu aktuellen CPUs für die Sockel AMD AM4 und Intel 1200 von 95 bis 390 Euro.

CPU-Kaufberatung. 11 CPUs von 95 bis 390 Euro

Seit den ersten Ryzen-CPUs der 1000er-Serie bot AMD das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu Intel, obgleich Intel bei der Frage, wer die schnellste Gaming-CPU anbietet, stets vorne lag. Doch im Mai kamen die ersten CPUs für den Sockel 1200 von Intel auf den Markt - zum Teil hat Intel nun auch dann die Nase vorne, wenn es um das Preis-Leistungs-Verhältnis geht. Es gibt nur eine Einschränkung: Wer seinen Prozessor übertakten will, muss bei Intel, wie wir schon erwähnten, ein K-Modell kaufen. Diese sind deutlich teurer als die normalen Intel-Modelle. Bei AMDs Ryzen-CPUs hingegen kann man jedes Modell übertakten. Außerdem bietet die AMD AM4-Plattform im Gegensatz zu Intels Sockel 1200 bereits PCIe 4.0, was ein weiteres Argument pro AMD sein kann.

Gaming-CPUs müssen aber nicht teuer sein. Einen für Gaming ausreichend starken Prozessor, der zudem auch mindestens acht Threads verwalten kann (also praktisch wie eine Achtkern-CPU arbeitet), bekommt ihr bereits ab etwa 100 Euro, mit zukunftssicheren 12 Threads ab etwa 145 Euro. Für etwa 300 Euro habt ihr somit eine Basis aus CPU, einem ordentlichen Mainboard und 16GB RAM, die für viele Jahre ausreichen wird. Prozessoren mit mehr als 12 Threads und einem Preis von über 200 bis 250 Euro sind auf absehbare Zeit nur dann sinnvoll, wenn ihr entsprechende Anwendungen nutzt, die davon stark profitieren, oder wenn ihr häufig mehrere Anwendungen parallel betreibt. Streamer profitieren beispielsweise von CPUs mit acht Kernen und 16 Threads. Natürlich könnt ihr auch dann, wenn ihr eine solche CPU derzeit nicht unbedingt benötigt, trotzdem zuschlagen, sofern ihr genügend Budget dafür habt. Unsere aktuelle Kaufempfehlungen für Prozessoren sehen wir folgt aus:

Prozessormodell Sockel Kerne (Threads) Taktwerte Übertaktbar TDP Preis ab
AMD Ryzen 3 3100 AMD AM4 4 (8) 3,6 bis 3,9 GHz ja 65 Watt 95 Euro
Intel Core i3-10100 Intel 1200 4 (8) 3,6 bis 4,3 GHz nein 65 Watt 105 Euro
AMD Ryzen 5 2600X AMD AM4 6 (12) 3,6 bis 4,2 GHz ja 95 Watt 125 Euro
Intel Core i5-10400F Intel 1200 6 (12) 2,9 bis 4,3 GHz nein 65 Watt 145 Euro
AMD Ryzen 5 3600 AMD AM4 6 (12) 3,6 bis 4,2 GHz ja 65 Watt 170 Euro
Intel Core i5-10600 Intel 1200 6 (12) 3,3 bis 4,8 GHz nein 65 Watt 210 Euro
Intel Core i5-10600K oder KF Intel 1200 6 (12) 4,1 bis 4,8 GHz ja 125 Watt 245 Euro
AMD Ryzen 7 3700X AMD AM4 8 (16) 3,6 bis 4,4 GHz ja 65 Watt 270 Euro
Intel Core i7-10700F Intel 1200 8 (16) 2,9 bis 4,8 GHz nein 65 Watt 300 Euro
Intel Core i7-10700KF Intel 1200 8 (16) 3,8 bis 5,1 GHz ja 125 Watt 345 Euro
AMD Ryzen 9 3900X AMD AM4 12 (24) 3,8 bis 4,6 GHz ja 105 Watt 390 Euro

Es gibt noch viele weitere CPUs, die je nach dem, wie ihre Preiss sich entwickeln, auch gute Alternativen sein können. Zum Beispiel Intel-Modelle, die sich beim Takt ein wenig von den Modellen in der Tabelle unterscheiden, oder auf Seiten von AMD auch Ryzen 2000er-Modelle, die zwar bei gleichem Takt langsamer als die 3000er-Serie sind, aber bei Ausverkauf-Angeboten ähnlich attraktiv sein können wie der in der Tabelle genannte Ryzen 5 2600X.

Der Dauerbrenner AMD Ryzen 5 3600 wurde inzwischen vom Intel Core i5-10400F als Empfehlung abgelöst, sofern man auf eine Übertaktbarkeit verzichten will. Quelle: PC Games Hardware Der Dauerbrenner AMD Ryzen 5 3600 wurde inzwischen vom Intel Core i5-10400F als Empfehlung abgelöst, sofern man auf eine Übertaktbarkeit verzichten will. Die CPUs in unserer Auswahl bieten für ihren derzeitigen Preis allerdings stets eine gute Leistung, wobei - wie schon erwähnt - Intel in Games ein wenig besser dasteht, wenn man eine nicht-übertaktbare CPU wählt. AMD-CPUs sind dafür bei Multicore-Anwendungen oft stärker und sind stets übertaktbar. Die teuerste aufgeführte CPU, der AMD Ryzen 9 3900X, richtet sich übrigens nur an sehr wenige Anwender, die eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Kernen benötigen - für diese Zwecke ist der Prozessor gut geeignet und vergleichsweise günstig. Für Spiele und normale Anwendungen reicht eine Sechskern-CPU völlig aus, wer beim Gamen streamen will, kann auch auf acht Kerne setzen. Wie auch immer man sich entscheidet: Für Spiele erwarten wir, dass zumindest die Prozessoren mit mindestens sechs Kernen eine gute Gaming-PC-Basis für mehr als nur drei bis vier Jahre darstellen. Per neuer Grafikkarte könnt ihr euren PC also für eine ganze Weile wieder für die Games fit machen, die auch in einer nicht ganz so nahen Zukunft noch erscheinen werden.

  1. Seite 1 Prozessoren: AMD Keynote zu Ryzen 5000
  2. Seite 2 Prozessoren: Sockel, Chipsatz und Mainboardwahl
  3. Seite 3 Prozessoren: Kaufberatung mit CPUs ab 95 Euro
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