AMD Ryzen 7 5800X3D: Drei Beispiel-PC von 1200 bis 2200 Euro
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Seit Mittwoch, dem 20. April, ist die erste AMD-CPU für den Sockel AM4 mit dem neuen 3D-Cache offiziell im Handel: Der Ryzen 7 5800X3D. Wir schauen uns die Ergebnisse von Gaming-Tests an, ordnen die neue CPU beim Preis-Leistungs-Verhältnis ein und haben auch drei Beispiele für PCs mit dem Ryzen 7 5800X3D von 1200 bis 2200 Euro vorbereitet.
Drei PC-Vorschläge auf Basis des 5800X3D
Abschließend haben wir nun noch drei beispielhafte PC-Zusammenstellungen, falls ihr auf den Ryzen 7 5800X3D setzen möchtet. Die Konfigurationen sind natürlich auch für andere Ryzen 5000-Modelle bestens geeignet - wer lieber ein Intel-System haben möchte, kann bis auf das Mainboard ebenfalls die Konfigurationen als Vorlage nehmen. Wichtig bei Intel ist aber: Zum Übertakten ist bei Intel ein Mainboard mit Z-Chipsatz nötig, das beim Sockel 1200 mindestens 130 und beim Sockel 1700 mindestens 150 Euro kostet. Für den Ryzen 7 5800X3D nehmen wir hingegen nur Modelle bis etwa 100 Euro, unter anderem auch, da er nicht übertaktbar und eine Übertakter-Platine somit unnötig ist.
Obgleich man die anderen AMD Ryzen-Modelle sind auch günstigen Mainboards übertaktban kann, gibt es bessere Ergebnisse eher ab 120 Euro aufwärts. Wer also eine andere Ryzen-CPU wähl und übertakten will, rechnet ebenfalls etwas mehr Kosten für ein Mainboard ein. Der Hauptunterschied bei den drei PC-Vorschlägen ist die Grafikkarte. Da wird davon ausgehen, dass ihr für einen PC mit einer sehr starken Grafikkarte auch bereit seid, etwas mehr für weitere Dinge auszugeben, passen wir auch weitere Dinge wie das Gehäuse oder die Laufwerke und die Kühlung entsprechend an. Das Netzteil wird ohnehin für stärkere Grafikkarten entsprechend üppiger ausfallen.
In diesem Artikel
Unser erster PC richtet sich an sehr preisbewusste Gamer, die keine sehr starke, aber für Full-HD ausreichende Grafikkarten-Leistung erwarten und auch den Rest des PCs eher spartanisch ausstatten möchten - bis auf die CPU. Denn mit einer sehr starken CPU wie dem Ryzen 7 5800X3D kann man für etliche Jahre eine Basis errichten, für die man anhand von Grafikkarten-Käufen den PC stets so fit machen kann, dass er wieder für die neusten Games perfekt geeignet ist. So sieht unser Vorschlag aus:
| Komponente | Voschlag 1 mit RX 6600: 1185 Euro | Preis ab |
|---|---|---|
| CPU | Ryzen 7 5800X3D | 480 Euro |
| Mainboard | ASRock A520M Phantom Gaming 4 | 70 Euro |
| RAM | 2x8GB G.Skill Aegis DDR4-3200 | 60 Euro |
| Grafikkarte | MSI Radeon RX 6600 Mech 2X 8G | 350 Euro |
| SSD | PNY CS900 969GB (SATA) | 80 Euro |
| Festplatte | Toshiba P300 Desktop 1000 GB | 35 Euro |
| Gehäuse | LC-Power Gaming 984B Dragonslayer | 40 Euro |
| Netzteil | Seasonic S12III 500 Watt | 45 Euro |
| CPU-Kühler | LC-Power Cosmo Cool LC-CC-120 | 25 Euro |
| Gesamtpreis | 1185 Euro |
Das Netzteil verträgt auch deutlich stärkere Grafikkarten, selbst falls der Hersteller mehr Watt empfiehlt. Denn das Modell von Seasonic liefert die versprochenen 500 Watt im Gegensatz zu manchem Billig-Modell auch zuverlässig - inklusive CPU wird selbst ein PC mit einer AMD Radeon RX 6800 oder Nvidia GeForce RTX 3070 aber maximal 400 Wat benötigen.
Trotzdem kann man natürlich mit Blick auf künftige Grafikkarten ein stärkeres Netzteil nehmen und rechnet pro zusätzliche 50 Watt mit etwa 10 bis 15 Euro Mehrinvestition. Das Gehäuse ist für Grafikkarten bis 36 Zentimeter Länge geeignet, so dass jede aktuelle Grafikkarte Platz hätte, Wer will, kann bei der SSD auch ein kaum teureres M.2-Modell (PCIe-Anbindung) nehmen, um im PC etwas Platz sowie ein Strom- und SATA-Kabel zu sparen.
Die beiden weiteren PCs fassen wir in einer einzigen Tabelle zusammen. Der Hauptunterschied für die Spieleleistung ist die Grafikkarte: In dem einen PC verwenden wir eine Nvidia GeForce RTX 3060 Ti, die etwa 40 Prozent mehr leistet als die AMD Radeon RX 6600. Im teureren PC steckt eine AMD Radeon RX 6800 XT, wobei die ähnlich teure und fast gleichstarke Nvidia GeForce RTX 3080 auch eine Option ist - beide Grafikkarten leisten wiederum über als 40 Prozent mehr als die RTX 3060 Ti:
| Komponente | Voschlag 2 mit RTX 3060 Ti: 1540 Euro | Preis ab | Voschlag 3 mit RX 6800 XT: 2175 Euro | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | Ryzen 7 5800X3D | 480 Euro | Ryzen 7 5800X3D | 480 Euro | |
| Mainboard | Asus Prime B550M-A | 95 Euro | MSI MAG B550M Bazooka | 110 Euro | |
| RAM | 2x8GB G.Skill Aegis DDR4-3200 | 60 Euro | 2x8GB G.Skill RipJaws V DDR4-3200 | 65 Euro | |
| Grafikkarte | Gainward GeForce RTX 3060 Ti Ghost | 590 Euro | PowerColor RX 6800 XT Red Dragon | 1030 Euro | |
| SSD | Western Digital WD Blue SN550 1TB M.2 | 90 Euro | Samsung SSD 970 EVO Plus 2TB M.2 | 200 Euro | |
| Festplatte | Seagate BarraCuda Compute 2TB | 50 Euro | Western Digital WD Blue 2TB | 50 Euro | |
| Gehäuse | Thermaltake V250 TG ARGB | 70 Euro | be quiet! Pure Base 600 (Glasfenster) | 85 Euro | |
| Netzteil | be quiet! Pure Power 11 CM 500 Watt | 70 Euro | NZXT C Series C650 650 Watt | 90 Euro | |
| CPU-Kühler | Alpenföhn Brocken ECO Advanced | 35 Euro | Enermax Liqmax II RGB 240 | 65 Euro | |
| Gesamtpreis | 1540 Euro | Gesamtpreis | 2175 Euro |
Die üppige Ausstattung vor allem beim teureren der beiden PCs ist natürlich nur optional. Welche SSDs und Festplatten ihr genau verwendet, hängt auch von eurem Bedarf ab - auf keinen Fall sollte man aber heutzutage auf eine SSD verzichten.
Die von den Datenraten her besonders schnellen PCIe4.0-M.2-SSDs bieten übrigens vor allem bei den Ladezeiten von Games so gut wie keinen Vorteil zu einer normalen M.2-SSDs - den Aufpreis könnt ihr euch also sparen. Beim teureren PC haben wir als Kühlung eine All-in-One-Wasserkühlung als Vorschlag. Auch diese ist rein optional.
