Mutiger Horror-Mix trotz typischer Indie-Schwächen - Ein Must-Play für Resi-Fans
Special
Trotz Ecken und Kanten glänzt dieser Indie-Horror mit mutigen Ideen, dichter Atmosphäre und viel Abwechslung. Ein echter Geheimtipp für alle Horror-Fans.
Viele Unterschiede trotz großer Ähnlichkeit
Bevor ihr jetzt direkt zum Kaufbutton springt, solltet ihr bedenken, dass es sich hierbei noch immer um ein Indie-Spiel handelt. Ohne Zweifel nimmt sich A.I.L.A. ein Vorbild an grandiosen Genrevertretern und wird diesem in den meisten Fällen auch gerecht. Es sieht hervorragend aus, bietet jede Menge Abwechslung und eine sehr spannende Rahmenhandlung. Selbst die KI, die in Gestalt eines jungen Mädchens erscheint, erinnert in ihrem Auftreten und ihren Dialogen an die Red Queen, die KI, die in der Filmreihe die Einrichtungen der Umbrella Corporation überwacht.
Dennoch solltet ihr nicht mit dem Standard einer AAA-Produktion rechnen. Besonders was Feinheiten der Steuerung betrifft, Hitboxen der Gegner und Movement des Hauptcharakters, schillert die Indie-DNA immer wieder durch. Auch verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt es nicht. Sollte euch ein Bosskampf also zu schwer sein, und durch die eben erwähnten Abstriche hat es der eine oder andere Kampf wirklich in sich, heißt es: Augen zu und durch. Denn das Spiel auf einfach zu stellen oder den Kampf bestenfalls sogar zu skippen, ist schlichtweg nicht möglich.
Dafür macht A.I.L.A. sowohl grafisch als auch performancetechnisch eine super Figur. Vom Horror-Aspekt ganz zu schweigen. Immer wieder konfrontiert euch das Spiel mit schrecklichen Eindrücken, körperlichen Qualen, Monstern, Folter und vielem mehr. Und das stellenweise so gut, dass man den Schmerz beim Rausziehen einer riesigen Glasscherbe aus dem eigenen Fuß fast spüren kann.
Quelle: PC Games
Sich diese Scherbe mittels Tastenkombinationen aktiv selbst aus dem Fuß ziehen zu müssen, macht den Schmerz beinahe spürbar.
Eines der besten Horrorspiele 2025 unter dem Radar
Alles in allem gehört A.I.L.A. wahrscheinlich zu den erschreckendsten, mutigsten und damit besten Horrorspielen, die dieses Jahr auf den Markt gekommen sind. Wie so viele Indie-Titel fliegt es derzeit jedoch weit unter dem Radar. Horror-Fans und Resident-Evil-Fans insbesondere sollten das Spiel allerdings auf keinen Fall verpassen. Nicht nur, dass es beinahe alle verschiedenen Horrorarten, von psychologischem Horror über atmosphärischen bis hin zu actiongeladenem Horror, in sich vereint, wagt es auch mutige Schritte und stellt wichtige Fragen im Umgang mit und zum Einsatz von KI.
Meinung
Wer also über die hin und wieder auftretenden Schwächen des Spiels hinwegsehen kann und noch nach einem echten Horror-Schocker für den Jahreswechsel sucht, findet mit A.I.L.A. genau das Richtige, um sich die freie Zeit zu gestalten oder sich von dem ganzen Weihnachtstrubel ein wenig abzulenken.
Für Resident-Evil-Fans ist dies die beste Gelegenheit, sich die Wartezeit bis zum Release von Resident Evil Requiem im Februar zu verkürzen und immer wieder auf verschiedene Highlights und Easter Eggs von unterschiedlichen Teilen der Videospielreihe zu stoßen und einige Anspielungen auf die Verfilmungen zu entdecken. A.I.L.A. erschien am 25. November 2025 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S und blickt derzeit (Stand 9.12.) auf einen durchschnittlichen Metacritic-Wert von 70 Punkten und eine Spielerbewertung von "Größtenteils positiv" auf Steam.
