A Year of Rain in der Vorschau: Sonnenschein für Echtzeitstrategie-Fans - Video-Update

Special Marco Kilian 13,49 €
A Year of Rain in der Vorschau: Sonnenschein für Echtzeitstrategie-Fans - Video-Update
Quelle: Daedalic Entertainment

Auf zu neuen Ufern: Daedalic Entertainment versucht sich am RTS-Genre. Ob das klappt? Wir konnten das Abenteuer bereits ausführlich ausprobieren und haben uns durch Ausschnitte der ersten Kampagne begeben. In unserer Vorschau teilen wir unsere Eindrücke mit euch und verraten, ob das Spiel das Potenzial hat, an Klassiker wie Warcraft 3 heranzureichen. Jetzt auch mit Video-Vorschau!

Titel wie Starcraft 2, Warcraft 3 oder die Age of Empires-Reihe haben den Maßstab für das Genre der Echtzeitstrategiespiele, oder kürzer RTS-Games, ziemlich hoch gesetzt. Der einstige Hype befand sich in der jüngeren Vergangenheit allerdings auf einer ziemlichen Talfahrt. Gerade jetzt möchte das deutsche Entwicklerstudio Daedalic Entertainment mit A Year of Rain (jetzt kaufen 13,49 € ) die Kurve kratzen und mithelfen, dem einst so glorreichen Genre neuen Aufwind zu verschaffen. Vor kurzem startete die Beta-Phase des Games, dessen eigentlicher Release für den Herbst 2020 zu erwarten ist. In unserer Vorschau werfen wir vor allem einen genaueren Blick auf die Story-Kampagne, die kein unwesentlicher Teil des Spielumfangs werden wird. Außerdem erklären wir, was das Game schon alles kann und was bis zum nächsten Jahr auf jeden Fall noch verbessert werden muss.

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Friede, Freude, Eierkuchen

Befindet sich ein Charakter in der Nähe dieser Schreine, ist das Sichtfeld vergrößert. Quelle: PC Games Befindet sich ein Charakter in der Nähe dieser Schreine, ist das Sichtfeld vergrößert. Natürlich wollen wir an dieser Stelle nicht spoilern, doch so viel sei gesagt: Sie kommt angenehm interessant und ansprechend erzählt daher. Wie bereits bekannt ist, stehen drei "epische Geschichten" zur Auswahl, in unserer Beta-Version konnten wir allerdings nur die erste davon ausprobieren. Sie handelt von dem noblen Fürst Jaidee aus dem Hause Rupah, der seinem durch Kriege gebeutelten Land endlich Frieden schenken möchte. Unterstützt wird er dabei von seiner ihm treu ergebenen Schutzdame Killian Morgenblick und einigen anderen wichtigen Charakteren, die man im Verlauf der Geschichte besser kennenlernt. Dass das fürstliche Begehren bezüglich einer friedliebenden Welt natürlich nicht reibungslos vonstattengeht, dürfte klar sein. Auf unserer Odyssee müssen wir unter anderem verschiedenen Feinden trotzen, unser eigenes Heer verstärken und andere Herausforderungen meistern. Klassische Elemente der Echtzeitstrategie eben, nicht revolutionär, aber ein sicheres Standbein. Im Optimalfall sollte die Kampagne im Koop Modus gespielt werden, doch auch ohne Mitstreiter dürfte sie gut zu bewältigen sein.

Skill to win

Die hübschen Zwischensequenzen begleiten den Spieler durch die Geschichte. Quelle: PC Games Die hübschen Zwischensequenzen begleiten den Spieler durch die Geschichte. Reines RTS-Gameplay sollte man aber nicht erwarten. Gerade die einzelnen spielbaren Helden weisen Rollenspiel-Elemente auf. Das Erledigen gegnerischer Einheiten bringt uns Erfahrungspunkte. Haben wir genügend Feinde auf dem Gewissen, steigen wir ein Level auf und können uns entscheiden, welche der drei Fähigkeiten eines Charakters wir erlernen wollen. Beispiele hierfür sind Angriffe, die dem Gegner mehr direkten Schaden zufügen, Attacken mit Flächenschaden sowie Buffs beziehungsweise Debuffs für Verbündete und Gegner. Die unterschiedlichen Skills lassen sich in bester League-of-Legends-Manier nach Belieben einmal oder eben auch öfters aufwerten, können jedoch aufgrund eines Cooldowns nicht dauerhaft eingesetzt werden. Einige Fähigkeiten eignen sich besonders gut, um gerade etwas weiter entfernte Gegnereinheiten ohne Probleme auszuschalten. Manche Kreaturen lassen auch Gegenstände fallen, die wir in unser Inventar aufnehmen können. Insgesamt haben wir sechs Plätze für Tränke, Schilde und andere Hilfsmittel zur Verfügung.

Was das Spiel schon kann ...

An Engstellen kann es häufiger vorkommen, dass sich ein Stau bildet. Quelle: PC Games An Engstellen kann es häufiger vorkommen, dass sich ein Stau bildet. Von Anfang an überzeugt hat uns die optische Aufmachung des Echtzeitstrategietitels. Eine enorme Übersichtlichkeit zieht sich vom Hauptmenü bis ins eigentliche Spielgeschehen durch. Die Grafik auf den höchsten Einstellungen wirkt insgesamt stimmig und die äußerlich sehr unterschiedlichen Gebiete können sich ebenfalls sehen lassen. Das zeigt sich vor allem in den liebevoll gestalteten Zwischensequenzen, die im Verlauf der Kampagne immer wieder auftauchen. Diese sind wie die gesamte Geschichte von englischen Synchronsprechern vertont und mit deutschen Untertiteln ausgestattet. In musikalischer Sicht macht vor allem die Melodie im Hauptmenü richtig Bock auf die nächste Runde. Positiv hervorheben möchten wir auch die
eingebaute Funktion, dass der Spieler nach Abschluss einer Runde die jeweilige Map auf einer Skala von eins bis fünf bewerten kann.

... und was es noch lernen muss!

Kämpfe fühlen sich durch die geringere Anzahl an NPCs zügig und direkt an. Quelle: PC Games Kämpfe fühlen sich durch die geringere Anzahl an NPCs zügig und direkt an. A Year of Rain befindet sich gerade in der Beta, ergo ist von einigen Fehlern auszugehen. Derer sind uns auch einige aufgefallen, die bis zum finalen Release hoffentlich noch angegangen werden. Sprech- und Textboxen werden teilweise so schnell abgebrochen, dass wir keine Möglichkeit hatten, zu erfahren, was denn nun eigentlich gesagt worden ist. Weiterhin hat die Kamera ab und an Probleme, das Spielgeschehen einzufangen. So passierte es uns einige Male, dass wir bei Dialogen die Charaktere nur gerade so am Bildschirmrand oder gar nicht sehen konnten, da wir an der Stelle die Karte noch nicht aufgedeckt hatten. Unser größter Frustrationspunkt ist jedoch die KI der einzelnen Bauarbeiter, Soldaten und sonstigen Einheiten. Sind wir in größeren Gruppen mit mehr als sechs Personen unterwegs, passiert es schnell, dass an Engstellen teilweise gar nichts mehr vorangeht. In Kämpfen blockieren sich unsere Truppen gerne gegenseitig und manchmal befinden sie sich auf mysteriöse Art und Weise außerhalb der eigentlichen Map.

Wir sehen noch einiges an Verbesserungspotenzial, aber wie gesagt: Es ist ja nur eine Beta! Trotzdem fühlt sich das Spiel für den aktuellen Entwicklungsstatus schon recht rund und vollständig an und wir blicken der fertigen Fassung optimistisch entgegen.

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