Easter-Eggs sind quasi eine Schnitzeljagd 2.0: Die versteckten Gags der Programmierer, Musiker und Regisseure. Hier erfahrt ihr alles über den Trend der verborgenen Gimmicks in vielen Medien und erfahrt, woher das Wort Easter-Eggs überhaupt stammt.
Google-Hupf und andere Scherzkekse
Quelle: Games & More
Google - ein kleines Tribut an Star Trek: Klingonisches Google für Sci-Fi-Fans
Auch das Internet dient Programmierern als Spielwiese für die moderne Schnitzeljagd. Wer beispielsweise im Browser Firefox statt einer URL die Zeile „about:robots“ eintippt, wird von einer geheimen Botschaft der Roboter begrüßt, die unseren Planeten aufsuchen. In dieser bitten sie unter anderem darum, sie nicht in ihre metallenen Allerwertesten zu beißen …
Schrägen Humor beweist auch das allsehende Auge Google. Die Suchmaschine wird bekanntermaßen in vielen wichtigen Sprachen der Welt angeboten – einschließlich Klingonisch! Die Google-Programmierer scheinen auch sonst große Science Fiction-Fans zu sein, denn gibt man ins Suchfeld „answer to life, the universe and everything“ ein, spuckt Google als Antwort „42“ aus – eine Anspielung auf den Kultroman Per Anhalter durch die Galaxis, in dem ein Supercomputer als Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens dieselbe Zahl nennt …
Quelle: Games & More
Google Earth - Fans des Films Blues Brothers dürften sich freuen, wenn sie in New Jersey den bekannten Brücken-Stunt sehen dürfen.
Google Earth überrascht außerdem mit der Option, den Mars virtuell besuchen zu können –inklusive der Konversation mit einem Marsbewohner. Gibt man im Suchfeld statt einesOrtsnamens „Meliza“ ein, simuliert ein Chatbot die Unterhaltung mit einem Außerirdischen. Sogar der Deutsche Bundestag beheimatet einen Spaßvogel. Das darf man in diesem speziellen Fall sogar wörtlich verstehen, denn auf der offiziellen Internetpräsenz des Bundestags kann man mit dem Bundesadler höchstpersönlich chatten! Der im Comicstil dargestellte gefiederte Freund soll Fragen zur Politik beantworten, lässt sich aber auch auf andere Gesprächsthemen ein, wenn man geschickt fragt. Wer dagegen hartnäckig fragt, dem gewährt Eve, der weibliche Avatar des Stromanbieters Yello, tiefe Einblicke in das Geschäftsprinzip „Sex sells“: Der penetranten Kundenaufforderung „Zieh dich aus“ kommt die geschäftstüchtige junge Dame irgendwann nach – allerdings garantiert jugendfrei.
Microsoft grüßt seine Mutter
Selbst seriöse Computerprogramme sind nicht sicher vor den Programmierer-Clowns. So bekommt man traditionell im Bildbearbeitungsprogramm Adobe Photoshop beim Mausklick auf den Menüpunkt „Über Photoshop“ einen alternativen Credits-Bildschirm angezeigt, wenn man gleichzeitig die Strg-Taste hält. In der Version CS4 heißt das Programm dann plötzlich scherzhaft Adobe Stonehenge und eine Darstellung der gleichnamigen kultischen Grabenanlage taucht auf dem Bildschirm auf.
Quelle: Games & More
Adobe Photoshop - wird durch einen kleinen Trick zu Adobe STONEHENGE.
In Word 97 ist ein Flipperspiel versteckt, in Excel 97 ein minimalistischer Flugsimulator.Beide Spielereien können nur aktiviert werden, wenn man die richtigen Tastenbefehle eingibt. Noch schwerer zu finden und vermutlich auch nicht für die Augen der Weltöffentlichkeit gedacht: Ein Microsoft-Programmierer versteckte in den unendlichen Weiten der Ordnerstruktur von Office 2000 ein Bitmap mit dem Gruß „Hi Mom“. Ob Bill Gates sich darüber amüsiert hat oder das Muttersöhnchen kurzerhand entlassen wurde, ist nicht überliefert.
Peter Jackson legt Eier
Auch DVDs und Blu-ray-Discs bieten technische Möglichkeiten, Easter Eggs in den Menüs zu verstecken. Gern wird so ein Ei an eine Stelle gelegt, die erst sichtbar wird, wenn man bestimmte Tasten auf der Fernbedienung kombiniert – oder aber an einen Platz, der bewusst optisch auffällt. So erreicht man eine der zahlreichen verborgenen Deleted Scenes der DVD Zombieland, indem man den Bierhelm anwählt, den eine der Hauptfiguren im Special-Features-Menü trägt. Ein Interview mit Keith Richards von den Rolling Stones auf der Bonus-DVD von Fluch der Karibik kann man erst betrachten, wenn man die richtige Tastenreihenfolge drückt und dann genau genug hinschaut, um zu bemerken, dass der Zahn eines Skeletts plötzlich aufleuchtet …
Quelle: Games & More
Zombieland - in zahlreichen Blu-ray- und DVD-Menüs sind auch Easter-Eggs versteckt, so z.B. aktuell in Zombieland oder auch in Matrix und Fluch der Karibik.
Nicht nur Piraten macht eine solche Schatzsuche Spaß – wer sich die Mühe macht, nach Überraschungseiern zu forschen, wird reich belohnt: Dann schütteln die 3 Engel für Charlie nur für den Easter-Egg-Entdecker ihre Haare, weiße Kaninchen hoppeln durch den Film Matrix, die DVD American Pie wird zum Kochbuch und verrät ein Rezept für Apfelkuchen oder Herr der Ringe-Darsteller Dominic Monaghan mutiert vom Hobbit zum deutschen Filmjournalisten, der Elijah Wood in schlechtem Englisch interviewt.
Zurück in die Zukunft
Auch Musik-CDs können sich als Ostereiernest entpuppen. Meist in Form eines Hidden Tracks. Nach einigen „leeren“ Tracks ertönt, wenn man vergessen hat, den Player auszuschalten, ein Bonusstück, das nicht auf der Tracklist verzeichnet ist. Oder aber man muss von Track 1 aus rückwärts in den Minusbereich spulen, um das akustische Versteck zu finden. Zu den Scherzkeksen, die ihre Fans mit solchen Überraschungen beschenken, zählen Robbie Williams (Escapology), Kylie Minogue (Light Years), Depeche Mode (Ultra) und Christina Aguilera (Stripped). Zu den deutschen Osterhasen gehören die Ärzte, die auf mehreren CDs Hidden Tracks versteckten, Juli (Ein neuer Tag) und Herbert Grönemeyer (Mensch).
Quelle: Games & More
Dieter Bohlen - für viele Menschen eine schaurige Nachricht: Auf dem Soundtrack von Dieter - Der Film droht eine Rückwärtsbotschaft im fünften Track: "Es gibt nie ein Ende von Modern Talking.
Eine Wissenschaft für sich sind musikalische Rückwärtsbotschaften. Eine Menge Leute vergeudeten ihre Zeit damit, Schallplatten rückwärts laufen zu lassen, weil Heavy-Metal- und Rock-Scheiben angeblich vollgestopft sind mit rückwärts gesungenen satanischen Versen oder Aufforderungen zum Drogenkonsum. In der Regel war das Blödsinn, um die Jugendkultur zu verurteilen, so wie es heute von manchen Computerspielgegnern praktiziert wird. In extrem seltenen Fällen sind aber tatsächlich absichtliche Rückwärts-Botschaften in Musik versteckt, die man mit einer MP3-Software hören kann. Diese sind jedoch meist so harmlos wie jedes andere Easter Egg. Spielt man etwa Eminems Intro von Slim Shady rückwärts ab, hört man folgende Passage: „It’s Eminem“… Und nun viel Spaß bei der multimedialen Eiersuche!
Was haltet ihr von Easter Eggs? Schönes Extra oder sinnloses Beiwerk? Schreibt uns eure Meinung und vielleicht vergessene Easter Eggs!