Easter-Eggs: Die besten digitalen Überraschungseier in Film, Spiel und Musik
Ostereier zu suchen macht nicht nur Kindern Spaß, sondern auch Spielefreaks, Musikfans und Cineasten. Wenn allerdings im Zusammenhang mit Games, Musik und Filmen von „Easter Eggs“ die Rede ist, sind natürlich keine echten Ostereier gemeint, sondern versteckte Insider-Gags von Programmierern, Musikern oder Filmschaffenden. Und die gibt es nicht nur zur Osterzeit zu entdecken.
GTA: Vice City - Die GTA-Reihe ist bekannt für ihre zahlreichen Easter-Eggs. Hier in einer Kunst-Ausstellung in Vice City.
Um als „Easter Egg“ zu gelten, muss eine Funktion oder ein Gimmick eine bestimmteVoraussetzung erfüllen: Das Feature darf nicht in einer Gebrauchsanweisung dokumentiert und nicht auf den ersten Blick zu erkennen sein. Als trojanische Pferde für solche Insider-Gags können Musik-CDs ebenso dienen wie DVDs, Blu-rays, PC- und Konsolenspiele, Anwendersoftware oder Internetseiten. Die Easter Eggs selbst können versteckte Features sein, Fotos der Entwickler, Minispiele, geheime Botschaften oder unterhaltsame Gags. So erschrecken sich beispielsweise Musikfreunde beim Abspielen des Soundtracks von Hannibal. Denn statt des Schweigens der Lämmer hört man zirka eine Minute nach Ende des offiziellen Teils einen bombastischen Orchesterstreich, der nichts ahnende Ersthörer mindestens so sehr schockt wie Anthony Hopkins als Serienmörder Hannibal Lecter.
GTA: San Andreas - witzig sind auch Anti-Easter-Eggs wie "Hier ist kein Easter Egg".
Im Bereich Games ist das Verstecken von virtuellen Überraschungseiern ebenfalls weit verbreitet. Deshalb erlaubten sich die Macher der GTA-Reihe schon mehrmals selbstironische Easter Eggs. Fliegt man beispielsweise in Grand Theft Auto: San Andreas im Stadtteil San Fierro auf eine rote Brücke, kann man dort an einem Pfeiler lesen: „There are no Easter Eggs up here. Go away.“ In der GTA-Folge Vice City ist ein Osterei als Kunstexponat zu finden, was natürlich ebenfalls eine Anspielung auf den Brauch der virtuellen Ostereier sein soll.
Ob man Geheimlevels in einen Topf werfen darf mit Easter Eggs, ist eine fast schon philosophische Frage. In Spielen wie Super Mario World erwartet man versteckte Levels geradezu – und was bleibt von einem Überraschungsei übrig, wenn man das Wort „Überraschung“ streichen kann? Auch Cheatcodes sind keine Easter Eggs im engeren Sinn – den Boss-Gegner ohne Schummelei zu besiegen, ist schließlich Ehrensache, oder?
Die Tradition der Easter Eggs begann bereits im Jahr 1978, also in der Steinzeit der Games. Damals erwähnte Atari seine Programmierer nicht namentlich. Doch das Videospiel-Pionierunternehmen hatte nicht mit dem Erfindungsreichtum – und der Eitelkeit – von Warren Robinette gerechnet. Der Macher des Spiels Adventure für die Atari-2600-Konsole versteckte seinen Namen in einem geheimen Raum, der letztlich doch von einem digitalen Schatzsucher entdeckt wurde und in die Games-Geschichte einging.
Adventure - das legendärste, weil erste Easter-Egg in einem Spiel!
Wie im Falle des ersten Easter Eggs entspringen solche geheimen Botschaften häufig derEitelkeit der Filme- oder Spielemacher. Sie verewigen sich beispielsweise auf versteckten Fotos oder geheimen Credits-Funktionen, wie es Maler seit jeher durch ihre Signatur am Bildrand machen. Weitaus amüsanter für das Publikum sind allerdings diejenigen digitalen Eier, die mit einer völlig sinnfreien Überraschung aufwarten können.
Das Millionen-Dollar-Ei
Die Frage, was zuerst da war, Überraschungsei oder Überraschungshenne, lässt sich beantworten mit einem eindeutigen und klaren: beide! In der St. Petersburger Werkstatt von Carl Peter Fabergé wurde nämlich 1885 das erste kaiserliche Überraschungsei angefertigt. In seinem Inneren versteckte sich goldener Dotter, der sich ebenfalls öffnen ließ, um eine Henne zu offenbaren. In dieser schließlich befand sich eine Miniatur-Krone, an der zwei Rubin-Eier hingen.
Warum wir das an dieser Stelle erwähnen? Weil der Fachterminus Easter Egg für ein verstecktes Feature in Games, Musik oder Filmen auf die Tradition der Fabergé-Eier anspielt. Ein russischer Oligarch erstand übrigens vor ein paar Jahren zehn der eiförmigen Kunstwerke für stolze 100 Millionen Dollar. Der (Unterhaltungs-)Wert eines selbst entdeckten Easter Eggs im Lieblingsspiel dagegen: unbezahlbar!
Pupsende Soldaten und tanzende Auftragsmörder
Die Arbeit eines Easter-Egg-Suchenden wird belohnt mit kuriosen Szenen wie einem tanzenden Auftragskiller (in Hitman: Blood Money), einem furzenden Fallschirmspringer (Battlefield 1942), einer Striptease-Show im Ventilatorschacht (Metal Gear Solid),bewaffneten Ratten (Max Payne) oder gar einer kompletten, abgefahrenen Zusatzmission wie der Chicken Quest im Online-Rollenspiel World of Warcraft.
- Schlagwörter:
- , easter eggs
- , cynamite
- , special
[nomedia="http://www.youtube.com/watch?v=h2PRvs8v3gM"]YouTube - Metal Gear Solid 3 - Secret Factor[/nomedia]