Yooka-Laylee und das Unerreichbare Versteck im Test: Besser als Teil 1?

Test Johannes Gehrling
Yooka-Laylee und das Unerreichbare Versteck im Test: Besser als Teil 1?
Quelle: Team17

Yooka-Laylee und das Unerreichbare Versteck macht einiges anders als der Vorgänger, der 2017 für Switch, PS4, Xbox One sowie PC erschien. Aber: Ist das zweite Yooka-Laylee deswegen besser oder schlechter als Teil eins? Diese und weitere Fragen zum Jump&Run-Game klären wir im Test.

Als sich vor ein paar Jahren einige ehemalige Rare-Mitarbeiter zusammentaten, um die guten alten Zeiten wiederaufleben zu lassen, war die Freude groß. Viele Banjo-Kazooie-Fans erwarteten von Yooka-Laylee, der langersehnte dritte Teil der Reihe zu werden. Den tatsächlichen Teil drei ignorieren wir an dieser Stelle mal gekonnt. Am Ende kam zwar ein ganz gutes Spiel dabei heraus, aber nicht der Kracher, den sich viele erhofft hatten. Daraus hat Entwickler Playtonic gelernt und setzt beim neuen Yooka-Laylee nicht mehr ganz so arg auf den "Banjo-Kazooie-Faktor", was allein schon daran deutlich wird, dass es sich bei Teil zwei um einen zweidimensionalen Hüpfer handelt. Die eingesparte dritte Dimension haben die Entwickler aber offensichtlich umso mehr in den Spielspaß investiert, denn Yooka-Laylee und das Unerreichbare Versteck ist das bessere Spiel der noch jungen Reihe.

Zahlreiche Vorbilder

Das Game lehnt sich an viele positive Elemente verschiedenster Spiele an, am stärksten aber wohl an Donkey Kong Country: Tropical Freeze. Kommt euch das bekannt vor: Ein Moveset aus laufen, springen, rollen, schwingen, Sprung aus der Rolle? Erleidet ihr einen Treffer, verliert ihr zunächst Laylee, bevor euch beim zweiten Mal der Bildschirmtod ereilt? Kanonenfässer? Das neue Yooka-Laylee macht keinen Hehl daraus, was die Vorbilder sind. Natürlich weisen einige Elemente auch auf Banjo-Kazooie hin: Die "Gibberish" genannte Sprache der Figuren, ein Duo als Protagonist, "lebendige Gegenstände" wie zum Beispiel Hinweisschilder mit Augen und Stimme. Die Musik sowie der Artstil der Oberwelt erinnern wiederum an Mario + Rabbids Kingdom Battle, während das von Spielbeginn an jederzeit zugängliche finale Levels des Spiels sehr ähnlich funktioniert wie bei The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Was jetzt vielleicht wie eine Kopie klingt, wird als Zusammenspiel all dieser und weiterer Elemente aber wieder etwas Eigenständiges.
Natürlich kommen auch Sammelgegenstände nicht zu kurz, so benötigt ihr zum Vorankommen Federn sowie Münzen und für jedes abgeschlossene Level gibt es ein sogenanntes Bientaillon. Dieses fungiert im finalen Level, dem "unerreichbaren Versteck", als ein Energiepunkt. Je mehr Bientaillons ihr sammelt, indem ihr Levels abschließt, desto mehr Energie habt ihr also beim Finale zu Verfügung. Und davon könnt ihr gar nicht genug haben, denn das unerreichbare Versteck ist extrem anspruchsvoll und fordert wirklich sämtliche Hüpfspiel-Skills ab. Aber auch das restliche Spiel ist nicht ohne! Wer den Schwierigkeitsgrad eines modernen 2D-Mario-Jump&Runs erwartet, der wird mit dem neuen Yooka-Laylee überfordert sein.

Tolle Oberwelt

Apropos Levels: Wie auch beim Vorgänger könnt ihr wieder alle Levels auf zwei Arten erkunden und dafür auch jeweils ein Bientaillon erhalten. Um Zugang zur Alternativversion zu erhalten, müsst ihr in der Oberwelt Einfluss auf das auf dem Boden liegende Buch nehmen, über das ihr ein Level erreicht. Beispiel: Vereist ihr in der Oberwelt das Buch und betretet dann das Level, ist dort sämtliches Wasser zu Eis gefroren. In der Oberwelt müsst ihr dafür verschiedene Rätsel lösen und Mechanismen aktivieren oder kleine Sprungpassagen meistern. Während schon die normalen Levels toll gestaltet sind und Spaß bereiten, entpuppt sich die Oberwelt als heimlicher Star des Spiels. Die betrachtet ihr wie zum Beispiel bei The Legend of Zelda: Link's Awakening aus der schrägen Vogelperspektive und nicht wie die Levels aus der Seitenansicht. Um neue Abschnitte freizuschalten, müsst ihr bei Trowzer regelmäßig Münzen lassen und bei den Pagies spezielle Herausforderungen meistern. Eine schöne Abwechslung zu den normalen Levels. Yooka-Laylee und das Unerreichbare Versteck im Test: Besser als Teil 1? (6) Quelle: PC Games Yooka-Laylee und das Unerreichbare Versteck im Test: Besser als Teil 1? (6)

Spaß beim Hüpfen

Einen größeren Bug mussten wir leider bei einem Trowzer-Tor erleben, was dazu führte, dass wir das Spiel komplett neu beginnen mussten. Immerhin, das geschah sehr früh im Spiel. Allerdings gilt auch für das restliche Game: Kleine technische Macken sind leider vorhanden, diese trüben aber abseits dieses groben Fehlers nicht den Spielspaß. Ansonsten läuft das neue Yooka-Laylee stets sehr flüssig und ruckelfrei, die Ladezeiten allerdings erfordern Geduld. Die Steuerung ist sehr präzise und knackig, so wie es bei einem so schnellen Hüpfspiel auch notwendig ist. Die Story ist wie oftmals bei dieser Art von Spiel vor allem Mittel zum Zweck und nicht wirklich erwähnenswert. Macht aber auch nichts, denn Yooka-Laylee und das unerreichbare Versteck ist in erster Linie ein rundes, hochwertiges und spaßiges Jump&Run mit toller Musik und nicht minder hübscher Optik. Definitiv eine Steigerung zum ersten Teil der Reihe.

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Meinung

Wertung zu Yooka-Laylee und das Unerreichbare Versteck (NSW)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Yooka-Laylee und das Unerreichbare Versteck (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Yooka-Laylee und das Unerreichbare Versteck (XBO)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Yooka-Laylee und das Unerreichbare Versteck (PS4)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Tolle OberweltFordernde LevelsFantastische MusikJede Menge TonikaCharmante NPCs und SpielfigurenPräzise und knackige Steuerung
Einige BugsSehr lange Ladezeiten
Fazit

Charmantes Jump&Run mit vielen Genre-typischen Qualitäten.

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