Vorschau zu Xenoblade Chronicles: Definitive Edition - tolle Technik und neue Inhalte

Special Antonia Dreßler Lukas Schmid
Vorschau zu Xenoblade Chronicles: Definitive Edition - tolle Technik und neue Inhalte
Quelle: Nintendo

Bald erscheint endlich das zeitgemäße Remaster von Xenoblade Chronicles! Wir haben die Definitive Edition schon gespielt und erleben das Abenteuer in neuem Gewand. In unserer großen Vorschau inklusive Preview-Video verraten wir euch, was euch erwartet, wie gut die neue Grafik wirklich ist und was es sonst noch zu wissen gibt.

Kaum zu glauben, dass schon neun Jahre vergangen sind, seit Xenoblade Chronicles für die Nintendo Wii erschienen ist. Obwohl das Spiel heute zu den JRPG-Klassikern zählt, litt es damals sehr unter der begrenzten Grafikleistung der Konsole, und auch die Version für den Nintendo 3DS brachte keine Verbesserung. Mit der Neuauflage für die Nintendo Switch bekommt der Titel nun endlich eine ordentliche Grafikpolitur!

Die Spielwelt ist nun viel schöner, wir bekämpfen endlich kantenlose Monster und lesen an den glaubhaften Gesichtszügen unserer Mitreisenden deren Gefühle ab! Auch das Kampf-Interface erstrahlt in neuem Glanz und wirkt weniger klobig, trotzdem bleibt der Stil des Originals erhalten. Die Definitive Edition ähnelt somit grafisch dem Nachfolger Xenoblade Chronicles 2 und tut den Wünschen der Fans damit Genüge.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Wie bei Neuauflagen im Genre üblich, dürfen wir uns frei zwischen dem originalen Soundtrack und einer neu arrangierten Version entscheiden - dabei ändert sich nicht viel, ein nettes Feature ist es trotzdem. Dass es auch diesmal nur eine englische und japanische Sprachausgabe gibt, ist zwar schade, zum Glück können wir aber auf gut geschriebene deutsche Untertitel zurückgreifen. Die vermitteln uns die Handlung ebenso glaubwürdig. Spieler des Originals wissen natürlich, dass die Welt aus zwei gigantischen Titanen besteht, die während eines Kampfes erstarrt sind und so seitdem verharren. Auf den stillgelegten Streithähnen leben unzählige Wesen, die mehr oder weniger aggressiv auf Durchreisende reagieren. Unsere Geschichte in Xenoblade Chronicles beginnt ein Jahr, nachdem die menschenähnlichen Homs die roboterhaften Mechons scheinbar besiegt haben. Als erneut Gefechte auszubrechen drohen, kann nur das mysteriöse Schwert namens Monado Abhilfe schaffen. Dass es sich ausschließlich von uns als Spieler kontrollieren lässt, kommt uns gelegen und verheißt spannende Kämpfe.

Komplizierter als gedacht

Das Schwert Monado ist die einzige Waffe, mit der sich die menschlichen Hom gegen die roboterhaften Mechon zur Wehr setzen können. Quelle: PC Games Das Schwert Monado ist die einzige Waffe, mit der sich die menschlichen Hom gegen die roboterhaften Mechon zur Wehr setzen können. Mit wechselnder Gruppenbesetzung kämpfen wir immer zu dritt gegen allerlei Gegner mit seltsamen Namen und Aussehen. Da wir auf dem Weg, die Welt zu retten, neue Freunde treffen und schnell mehr als drei Gefährten zusammen haben, müssen wir uns entscheiden, mit welcher Konstellation wir losziehen wollen. Ganz klassisch teilen sich unsere Mitstreiter in Tank, Support, Damage Dealer und Allrounder auf. Durch Ausrüstung, Techniken und Fähigkeiten sowie verknüpfte Talentbäume lässt sich ein Trupp zusammenstellen, der jegliche Gegner in die Flucht schlägt. Das klingt zunächst nicht kompliziert und nach vertrauten Mechaniken, erfordert aber dennoch Köpfchen, wenn das Team Erfolg haben soll. Wie taktisch anspruchsvoll Xenoblade Chronicles sein kann, zeigt sich spätestens beim ersten Bossgegner: Von vorne draufzuhauen und wild Fähigkeiten zu aktivieren, sorgt nur dafür, dass unsere Recken schnell zu Boden gehen. Die Angriffsketten, die wir durch gesammelte Moral hin und wieder aktivieren können, hängen vom Zusammenspiel unserer Gruppe ab, sind aber kein Allheilmittel für ausweglose Situationen. Und das Sahnehäubchen auf all den strategischen Optionen ist die besondere Fähigkeit von Protagonist Shulk: Er kann in die Zukunft sehen, tödliche Angriffe vorausahnen, sie abwenden oder zumindest abschwächen.

Sollte das mal nicht funktionieren, geht immerhin kein Fortschritt beim virtuellen Tod verloren, wir werden nur an den letzten Schnellreisepunkt gesetzt. Da sich die Hauptstory im Vergleich zum alten Xenoblade Chronicles nicht geändert hat, gelten damalige Strategieleitfäden wie gehabt und bieten schnelle Hilfe. Im Hauptmenü finden wir zudem Tutorials, die uns hilfreiche Tipps geben, wie verschiedene Charaktere am besten eingesetzt und ausgerüstet werden können.

Auf in die Stadt

Angriffsketten sind mächtige Kombinationen. Je abgestimmter die Gruppe aufeinander ist, desto länger wird die Kette. Quelle: PC Games Angriffsketten sind mächtige Kombinationen. Je abgestimmter die Gruppe aufeinander ist, desto länger wird die Kette. Vor allem in besiedelten Gegenden gibt es Nebenquests, mit denen wir unser Level steigern können und das auch sollten. Schnurstracks durch die Hauptstory zu marschieren, funktioniert nämlich nur bedingt! Da es an Aufgaben aber nicht mangelt, ist das Sammeln von Erfahrung in Sidequests kein Problem: In über 400 Nebenmissionen übernehmen wir verschiedenste Tätigkeiten - teilweise mit kleiner Geschichte außenherum, oft muss man aber auch nur eine bestimmte Sorte Monster umbringen. Diese Standard-Quests finden sich meistens am Anfang eines jeden Gebiets und können allesamt bei NPCs angenommen werden. Für uns bedeuten sie schnell gesammelte Erfahrungspunkte und die Möglichkeit, unseren Beutel mit dort eingesackten Gegenständen vollzupacken.

Da wir im Prinzip keine Begrenzung im Inventar haben, nehmen wir einfach alles mit und verscherbeln es bei den nächsten Händlern, die sich vor allem in Städten befinden. Dort können wir auch bessere Ausrüstung kaufen, falls wir bei Gegnern nichts Brauchbares finden. Ebenfalls in der Stadt lernen wir auch den Juwelenonkel kennen. Bei ihm können wir aus gefundenen Kristallen Juwelen schmieden, die für besondere Boni sorgen, wenn wir sie an Rüstung oder Waffen anbringen. Wie hochwertig unsere Schmiedewaren sind, hängt von den Werten unserer eingesetzten Gruppenmitglieder ab und wie sehr sie sich mögen.

Harmonischer geht's nicht

Sowohl Landschaft als auch Gegner am Anfang des neuen Contents kennt man bereits. Wir sind gespannt, was uns in der Zusatzhandlung noch erwartet. Quelle: PC Games Sowohl Landschaft als auch Gegner am Anfang des neuen Contents kennt man bereits. Wir sind gespannt, was uns in der Zusatzhandlung noch erwartet. Nicht nur das Schmieden von Juwelen, sondern auch die Questauswahl und wie gut wir uns beim Kämpfen schlagen, wird vom Harmoniesystem beeinflusst. Ein Diagramm im Menü zeigt uns alle NPCs mit Nicht-generischen Namen, die wir bereits angesprochen haben, sowie deren Beziehungen zueinander. Je mehr wir kennenlernen und je mehr Quests wir an einem Ort abhaken, desto höheres Ansehen genießen wir in der Gemeinschaft und desto mehr neue Aufgaben erhalten wir. Auch innerhalb unserer Gruppe ist die Harmonie entscheidend! Zusammen zu kämpfen, Aufgaben zu erledigen oder sich Geschenke zu machen, sorgt für einen starken Zusammenhalt in der Gruppe. Und das wiederum sorgt für längere Angriffsketten und löst die besonderen Harmoniegespräche aus: Szenen zu zweit, bei denen wir unsere Gefährten besser kennenlernen.

Die Zusatzhandlung

Xenoblade Chronicles: Definitive Edition Quelle: PC Games Nene (links) und Kino (rechts) sind die Kinder von Rikki aus der Haupthandlung. Die beiden Nopons sehen zwar niedlich aus, haben es aber faustdick hinter den Ohren. Besonders gespannt wird in der Definitive Edition die angekündigte Zusatzhandlung "Die verbundene Zukunft" erwartet. Um sie zu spielen, muss man nicht erst die ganze Haupthandlung beenden, sondern man erreicht sie als Unterpunkt im Hauptmenü. Das ist praktisch, wenn man die Geschichte bereits kennt und sofort mit den lieb gewonnenen Charakteren die neuen Inhalte erleben will. Tatsächlich wurde der Zusatzcontent wohl nicht von Grund auf für die Definitive Edition erstellt. Hacker fanden bereits im Originalteil unvollendete Landschaften, die es nicht ins Endprodukt geschafft haben. Einer solchen unfertigen Landschaft hat man sich vermutlich bedient und sie als Schauplatz für den neuen Handlungsstrang fertiggestellt. Die Areale ähneln am Anfang bereits bekannten Orten aus dem Hauptspiel: Grashügel, Steine, eine Art Höhle. Und zunächst kämpfen wir auch nur gegen bereits bekannte Monster.

Das Nebenabenteuer begleitet die Protagonisten Shulk und Melia, die man beide bereits in der Haupthandlung spielen konnte. Zusammen fliegen sie in einem Luftschiff zu Melias alter Heimat, der Stadt Alcamoth. Die Siedlung befindet sich auf der Schulter von Bionis, einem der Titanen, auf denen die ganze Story spielt. Dort kommen sie allerdings nicht an, sie werden stattdessen beim Flug in der Luft abgeschossen! Und dann treffen Shulk und Melia auch noch auf blinde Passagiere - Nene und Kino, die Kinder des bereits bekannten Charakters Rikki, eines Nopons. Nopons sind plüschige, ballähnliche Kreaturen, die friedlich mit den menschlichen Hom zusammenleben und sie durch ihre kindliche Art manchmal in den Wahnsinn treiben. Beide Kinder sind spielbare Figuren, Nene steckt viel Schaden ein und Kino hat besonders viele Heilfähigkeiten, womit sie im Kampf stark den Charakteren Reyn und Sharla aus der Haupthandlung ähneln.

Das neue Gameplay

Mit Nene und Kino gesellen sich zwei neue Kampfgefährten in den Zusatzcontent des Spiels, in die Zukunft kann Shulk hier aber nicht mehr schauen. Also aufgepasst auf starke Gegner und deren verheerende Angriffe! Quelle: PC Games Mit Nene und Kino gesellen sich zwei neue Kampfgefährten in den Zusatzcontent des Spiels, in die Zukunft kann Shulk hier aber nicht mehr schauen. Also aufgepasst auf starke Gegner und deren verheerende Angriffe! Neben der neuen Geschichte ändert sich auch an der Spielmechanik einiges. Shulk kann nun nicht mehr in die Zukunft blicken, weswegen wir nun selber auf tödliche Angriffe von starken Gegnern achtgeben müssen. Auch der Talentbaum verschwindet und somit die Möglichkeit, besondere Charakterwerte zu teilen. Gleichzeitig entfallen auch Angriffsketten, die einen großen Vorteil gegenüber starken Gegnern boten. Dafür erhalten wir im Kampf nun Unterstützung durch kleine Helfer. Doch was genau dahintersteckt, dürfen wir noch nicht im Detail verraten. Auch in der Welt haben sich Dinge geändert. Statt Kristalle bauen wir jetzt direkt hochwertige Juwelen ab, wir brauchen also nicht mehr zu schmieden, zudem haben Händler nun eine wichtigere Rolle. Ausrüstung finden wir nämlich nicht mehr bei toten Gegnern, sondern wir müssen sie kaufen.

Mit etwas Glück lassen Gegner aber seltene, nicht käuflich erwerbbare Waffen fallen. Das im Grundspiel eher überflüssige Handelssystem stellt im Zusatzcontent also einen relevanten Faktor dar, weswegen man auf sein Geld aufpassen sollte. Netterweise besitzt man aber bereits zu Beginn der Geschichte einen vollen Geldbeutel und kann so für die adäquate Ausstattung seiner Gruppe sorgen. Welche weiteren Gameplay-Elemente auf euch zukommen, erfahrt ihr im Test des Spiels in den kommenden Wochen. Wir dürfen zwar noch nicht alles verraten, aber andeuten, dass dies noch nicht alles war!

Xenoblade Chronicles: Definitive Edition (jetzt kaufen 59,99 € ) erscheint am 10. Juni 2020 exklusiv für Nintendo Switch.

Meinung

Meinung

Bildergalerie

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk