Xenoblade Chronicles 3 im Test - Seite 4
Test
Am 29. Juli 2022 erscheint mit Xenoblade Chronicles 3 der neue Teil der beliebten JRPG-Reihe. Im Test verraten wir euch, ob sich das lange Abenteuer lohnt.
Ob ihr euch für ein festes siebtes Mitglied entscheidet oder je nach Situation zwischen den verschiedenen Optionen wechselt, ist ganz euch überlassen. Verzichten solltet ihr allerdings nicht auf sie, da die zusätzliche Kampfkraft gerade in den schwierigeren Bosskämpfen sehr willkommen ist. Einige der Helden werdet ihr kennenlernen, sobald ihr mit der entsprechenden Kolonie in Berührung kommt. Helft ihr den dort lebenden Menschen und verbessert durch Quests und Gespräche die Beziehung zu den Bewohnern, verschafft euch das verschiedene dauerhafte Boni. Diese Orte sind auch deshalb so wichtig, weil sie euch neue Nebenaufgaben vermitteln.
Manche bekommt ihr direkt zugeteilt, andere erhaltet ihr durch das Besprechen von Informationen. Habt ihr ein Gespräch in einer Kolonie mitbekommen, könnt ihr nämlich danach am Rastpunkt mit euren Gefährten darüber reden und über das weitere Vorgehen entscheiden. Dazu kommen die Kollektikon-Karten, über die ihr gesuchtes Material abliefert. Dadurch bleiben euch einige Fetch Quests erspart, die sonst in Spielen dieser Art im Überfluss zu finden sind. Es gibt zwar noch genügend Aufgaben, die euch zum reinen Sammeln oder Monstertöten entsenden, aber es ist ein gutes Gefühl, diese Aufträge einfach nebenbei übers Menü abzuhaken.
In diesem Artikel
Zielstrebigkeit anstelle einer endlosen Odyssee
Eine sehr willkommene Neuerung ist die Navigation. In Xenoblade Chronicles 2 wurden wir noch von undurchsichtigen, ellenlangen Umwegen gequält, die es zunächst zu finden galt.
Weder der Kompass noch die Karte waren dabei eine große Hilfe, was zwischenzeitlich für ordentlich Frust gesorgt hat. Diese Zeiten sind nun zum Glück vorbei - Entwicklerstudio Monolith Soft hat sich einen guten Weg überlegt, um euch durchs neue Abenteuer zu führen.
Quelle: PC Games
Manche Gegner sind zunächst viel zu stark für euch. Hier lohnt es sich, später noch einmal zurückzukehren.
Ihr könnt euch jederzeit anhand einer roten Linie den schnellsten Weg zu eurem aktuellen Ziel anzeigen lassen. Das Spiel warnt euch aber direkt zu Beginn davor, dass dieser nicht unbedingt die beste Variante ist. Dort erwarten euch sehr starke Gegner oder andere Hürden, weshalb es sich meistens lohnt, nach einer optimalen Route zu suchen.
Wenn wir aber einfach schnell zum nächsten Questpunkt wollten oder keinen Plan hatten, durch welche Winkel der Spielwelt wir diesmal müssen, waren wir sehr dankbar für die Orientierung. In bester Xenoblade-Manier sind die Laufwege manchmal recht lang, durch das Schnellreisesystem haben wir uns aber so einige Schritte gespart.
Es lässt sich sogar einstellen, dass euer Charakter automatisch geradeaus läuft, wenn ihr mal wirklich gar keine Lust aufs Wandern, aber noch einen ordentlichen Weg vor euch habt.
Reisen könnt ihr sowohl zu bestimmten Orten als auch zu bereits entdeckten Rastpunkten. Dort habt ihr die Möglichkeit, nützliche Juwelen zu schmieden, Essen zu kochen oder eure Kleidung zu säubern. Schließlich kriegt die im Kampfgetümmel schnell mal etwas ab.
Das äußert sich als nettes Detail in den Zwischensequenzen, in denen die Charaktere dann aussehen, als wären sie auf Tuchfühlung mit dem Boden gegangen.
Ihr werdet außerdem wieder bereits in den Anfangsgebieten auf Monster treffen, die im Vergleich zu euch ein gottgleiches Level aufweisen und euch innerhalb von Sekunden aus der Weltgeschichte tilgen können.
Immerhin ist es uns hier deutlich seltener passiert als im Vorgänger, dass wir so einen Gegner versehentlich auf uns aufmerksam gemacht und es sofort bereut haben. Generell greifen euch die feindlichen Monster nicht mehr an, sobald sie einige Levels unter euch sind, wodurch bereits erkundete Gebiete später zu einem entspannten Spaziergang werden.
Mit einem lachenden und einem zugedrückten Auge
Spielerisch macht Xenoblade Chronicles 3 vieles sehr gut, es gibt aber auch einige Kritikpunkte: Der Titel weist nämlich ein paar Schwachstellen in technischer und grafischer Hinsicht auf. Alles wirkt ein wenig unscharf, die Texturen müssen nachladen und sind gerne mal matschig. Die kleineren Bäume in der Entfernung sehen beispielsweise einfach nur aus wie grüne Flecken. Auf dem großen Bildschirm macht das Spiel insgesamt einen besseren Eindruck als im Handheld-Modus.
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