Xenoblade Chronicles 3 im Test - Seite 3
Test
Am 29. Juli 2022 erscheint mit Xenoblade Chronicles 3 der neue Teil der beliebten JRPG-Reihe. Im Test verraten wir euch, ob sich das lange Abenteuer lohnt.
Außerdem lassen sich wie in den Vorgängern Kombos aneinanderreihen, die besonders effektiv sind und euch einen Vorteil verschaffen. Bringt etwa einen Gegner ins Schwanken, werft ihn um, versetzt ihn in Ohnmacht und haut noch eine Explosion obendrauf, um ordentlich Schaden auszuteilen. Neu in Xenoblade Chronicles 3 sind die Ouroboros-Fähigkeiten der drei Paare. Für eine gewisse Zeit könnt ihr in dieser kombinierten, stärkeren Form kämpfen und die entsprechenden Fertigkeiten nutzen. Manche werden erweitert, wenn ihr zuvor die dritte Stufe der Synchronisation durch das Einsetzen von fusionierten Angriffen erreicht habt.
Dadurch bekommt das Kampfsystem eine taktische Komponente, die vorwiegend bei starken Feinden wichtig ist. Wenn ihr nicht maßlos überlevelt seid, werden die Kämpfe nämlich nie schnell vorbeigehen. Stattdessen zermürbt ihr die großen Gegner mit der Zeit, während ihr versucht, nicht selbst zum Opfer zu werden. Essenziell ist es außerdem, sich vorher mit den stärksten Klassen und Ausrüstungsgegenständen auszustatten, sonst ist eure Niederlage in manchen Fällen schon vorprogrammiert.
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Dementsprechend ist es auch keine Garantie, dass ihr siegreich von dannen zieht, nur weil ihr ein paar Levels mehr auf dem Konto habt. Die aus den Vorgängern bekannten Angriffsketten sind ebenfalls mit am Start, allerdings wurde an ihnen geschraubt.
Ihr habt immer die Auswahl aus drei verschiedenen Kommandos, die jeweils unterschiedliche Effekte aufweisen. Dann wählt ihr Angriffe einzelner Charaktere aus, bis die Taktikleiste 100 Punkte überschreitet, wodurch das Kommando ausgeführt wird.
Quelle: PC Games
Das Kampfsystem wirkt zunächst simpel, sobald weitere Optionen hinzukommen wird es verwirrend. Sobald wir uns dran gewöhnt hatten, machten die Kämpfe richtig Spaß.
Das macht ihr so lange, bis keine Figuren mehr übrig sind oder ihr erfolgreich ein Ouroboros-Kommando beendet habt, für das ihr zunächst das entsprechende Paar vorgeschickt haben müsst. Welche Charaktere ihr angreifen lasst, spielt eine wichtige Rolle. Angreifer geben Bonuspunkte, wenn sie zuerst zuschlagen.
Heiler werden die Taktikpunkte nie über 99 anheben und wenn ein Verteidiger als Letztes angreift, wird eine bereits verbrauchte Figur zurück ins Gefecht geholt. Dadurch ergeben sich unterschiedlichste Kombinationen, den Gegner zu schwächen und möglichst viel Schaden anzurichten.
Wir haben uns zudem gerne in eine Angriffskette gerettet, wenn die Lebensleisten der Gruppenmitglieder verschwindend gering waren und wir sie so entspannt heilen konnten. Durch die vielen Funktionen benötigt das Kampfsystem einige Zeit, bis es sich entfaltet.
Was am Anfang erst ein wenig unspektakulär und dann aufgrund der Möglichkeiten etwas verwirrend wirkt, wandelt sich schnell zu einem sehr unterhaltsamen Konzept und einer der größten Stärken des Spiels. Das bewahrt es jedoch nicht davor, sich in den späteren Spielstunden etwas eintönig anzufühlen, sobald sich eine gewisse Routine eingependelt hat.
Holding Out For A Hero: Verschiedene Helden, Klassen und Kolonien
Um dem entgegenzuwirken, bietet es sich an, regelmäßig die Klassen der einzelnen Charaktere zu wechseln. Es gibt unterschiedliche Arten der drei übergeordneten Kategorien Angreifer, Verteidiger und Heiler, die von den jeweils anderen Gruppenmitgliedern ebenfalls erlernt werden können.
So habt ihr nicht nur die Möglichkeit, eure Lieblingsfigur mit der für euch spaßigsten Klasse auszustatten, sondern die vertretene Anzahl der drei Kategorien zu verändern. Gegen manche Feinde benötigt ihr vielleicht einen zusätzlichen Heiler, gegen andere müsst ihr mehr Angriffskraft aufbringen.
Daher kommt das Prinzip der Helden besonders gelegen, die sich eurer Gruppe als siebtes Mitglied anschließen. Im Verlauf des Spiels trefft ihr auf mehrere dieser Charaktere und müsst eine entsprechende Mission absolvieren, um sie in euer Team aufzunehmen. Die Quests lohnen sich bereits für die erzählten Geschichten, die im Gegensatz zu den eher generischen Nebenaufgaben liebevoll gemacht sind. Danach unterstützt euch der jeweilige Held nicht nur in den Kämpfen, sondern vererbt euch zudem seine Klasse.
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