Die Evolution eines MMOs - die wichtigsten Änderungen in World of Warcraft seit Classic

Special André Linken Maria Beyer-Fistrich
Die Evolution eines MMOs - die wichtigsten Änderungen in World of Warcraft seit Classic
Quelle: Blizzard

Viele Spieler des MMOs World of Warcraft preisen dessen Anfangszeiten als das Maß aller Dinge an. Allerdings sind in den vergangenen 14 Jahren einige Features hinzugekommen, die heute nicht mehr wegzudenken sind. Wir stellen euch die wichtigsten Änderungen seit WoW Classic vor.

War früher in World of Warcraft (jetzt kaufen ) alles besser? Ist die heutige Version des Blizzard-MMOs nicht doch sehr viel eleganter und komfortabler? Nein, keine Angst: Wir wollen an dieser Stelle gar nicht schon wieder die ewige Diskussion ins Rollen bringen. Das soll lieber auch weiterhin in einschlägigen Foren, Chats und an diversen Stammtischen geschehen. Doch aller Kontroversen zum Trotz müssen wir Blizzard Entertainment zugestehen, dass sie im Verlauf der vergangenen 14 Jahre in ihrem Online-Rollenspiel einige Features eingeführt haben, die nicht nur komfortabel sind, sondern sich auch noch bis zum heutigen Tag auf das Gesamterlebnis auswirken. Wir stellen euch die wichtigsten dieser Features und Änderungen an dieser Stelle nochmals kurz vor.

Dungeon Finder / Looking for Raid

Gerade die Fans der ersten Stunde denken noch immer mit einer Mischung aus Nostalgie und Missmut daran zurück, wie sie in der Anfangszeit von World of Warcraft ihre Gruppen für Dungeons oder sogar Raids zusammengestellt haben.

Das war ein mitunter ebenso nerviges wie vor allem zeitaufwändiges Unterfangen. Denn wo ihr euch heute mithilfe weniger Klicks durch das Menü des "Dungeon Finder" navigiert und euch - je nach Charakterklasse - innerhalb weniger Minuten im nächsten Dungeon wiederfindet, war das früher noch harte Arbeit. Da es kein System für die automatische Zusammenstellung der Gruppen gab, wart ihr entweder auf Freunde angewiesen oder musstet eure Mitstreiter mühsam im Chat zusammensuchen. War bei 5-Mann-Dungeons schon nervig war, mutierte für die 40-Mann-Raids zu einer Mammutaufgabe. Gerade Gelegenheitsspieler kamen da schnell an ihre (zeitlichen) Grenzen. Ach ja, ein automatischer Sprung in das Innere der Dungeons gab es ebenfalls nicht. Stattdessen waren lange Reisen zum jeweiligen Eingang oder zumindest zum Portalstein angesagt. Der "Dungeon Finder" war daher mit Sicherheit eine einschneidende Änderung im Leben eines jeden WoW-Spielers.

Fliegen / Flug-Mounts

Reittiere (Mounts), auf deren Rücken ihr deutlich schneller als zu Fuß durch die riesige Welt von World of Warcraft galoppieren konntet, gab es schon von Anfang an. Doch wirklich interessant wurde die ganze Sache erst mit der Einführung von flugfähigen Mounts - und zwar sowohl im positiven wie auch im negativen Sinn. Lasst uns mit den positiven Aspekten beginnen: Mit den Flug-Mounts stellte sich in World of Warcraft ein zuvor nie dagewesenes Gefühl der Freiheit ein. Ihr konntet nicht nur (noch) schneller von einem Punkt zum anderen gelangen, sondern wart endlich in der Lage, die Welt aus einer völlig anderen Perspektive. Den ersten Flug über Städte wie Sturmwind oder Orgrimmar werden sicherlich noch einige von euch in guter Erinnerung haben. Doch damit kamen auch die Probleme: Nicht wenige Spieler flogen zu Orten, die eigentlich gar dafür gedacht waren, um sie zu besuchen. Zudem ignorierten sie bei ihren Reisen mitunter komplette Gebiete, was den Entwicklern natürlich nicht sonderlich gut gefiel. Schon alleine aus diesem Grund führt euch die Haupt-Quest-Route in neuen Erweiterungen zunächst durch sämtliche Regionen - und zwar ohne Flug-Mount.

Kleinere Raids

Wie bereits eingangs erwähnt, waren die Raids in den Anfangszeiten von World of Warcraft zunächst für 40 Spieler ausgelegt. Konntet ihr nicht so viele Leute zusammentrommeln, blieb euch der Zugang zum Geschmolzenen Kern oder den Pechschwingenhort verwehrt - und damit gleichzeitig ein nicht gerade unbedeutender Teil des Spiels. Vor allem die Gelegenheitsspieler, die wenig Zeit und nicht das Glück hatten, Teil einer Gilde zu sein, schauten oftmals ziemlich neidisch in Richtung von Spielern, die von ihren Raid-Erlebnissen inklusive der imposant inszenierten Bosskämpfe berichteten. Im Verlauf der Jahre hatte Blizzard Entertainment dieses nicht gerade unerhebliche Problem jedoch erkannt und führte neue Spielergrenzen für die Raids ein. Zunächst gab es die 25er- wenig später dann sogar eine Version für 10er-Gruppen. Okay, es gab zwar leichte Abstufungen bei der Qualität der erbeuteten Ausrüstung. Doch immerhin kamen fortan deutlich mehr Spieler in den Genuss der Raids und aller damit verbundenen Ereignisse.

Mehr Vielfalt bei den Charakteren

Anfangs gab es deutlich mehr Einschränkungen bei den verfügbaren Klassen-Rassen-Kombinationen als es heutzutage der Fall ist. Damit meinen Die Worgen kamen als neues spielbares Volk mit der Cataclysm-Erweiterung ins Spiel.  Quelle: buffed Die Worgen kamen als neues spielbares Volk mit der Cataclysm-Erweiterung ins Spiel.  wir nicht mal die Tatsache, dass zum Beispiel Menschen nicht den Pfad eines Jägers oder Orks nicht den Pfad eines Magiers einschlagen konnten. Das hat zwar ebenfalls einiges zur aktuellen Vielfalt der WoW-Bevölkerung beigetragen. Unser Blick geht stattdessen noch weiter zurück in die Vergangenheit, als Schamanen ausschließlich auf Seiten der Horde in den Kampf zogen und Paladine exklusiv in den Reihen der Allianz tätig waren. Klar, einerseits kam auf diese Weise das Gefühl auf, etwas Besonderes und Exklusives zu spielen. Doch wie schon bei der bereits zuvor beschriebenen Raid-Problematik verwehrte diese Design-Entscheidung einigen Spielern - wenn auch in abgemilderter Form - den Zugang zu bestimmten Features beziehungsweise Inhalten. Mittlerweile tummeln sich Paladine und Schamanen auf beiden Seiten des Schlachtfeldes - und das ist auch gut so.

Das große Rework von Cataclysm

Im Jahr 2010 veröffentlichte Blizzard Entertainment das Add-on namens Cataclysm, das gleich in mehrfacher Hinsicht große Auswirkungen auf das Todesschwinge ging es im Raid Drachenseele an den Kragen.  Quelle: Buffed Todesschwinge ging es im Raid Drachenseele an den Kragen.  Online-Rollenspiel hatte. Nicht nur, dass im Rahmen dieser Erweiterung sowohl die Goblins als auch die Worgen als neue spielbare Völker ihr Debüt feierten. Gleichzeitig legte der riesige Drache "Todesschwinge" große Teile von Azeroth in Schutt und Asche, was mitunter einschneidende Änderungen vieler altbekannter Gebiete nach sich zog. Wer beispielsweise solche Gebiete wie das Brachland, das Schlingendorn-Kap oder Tausend Nadeln aus den Anfangszeiten von World of Warcraft mit den heutigen Varianten vergleicht, wird schnell erkennen, was wir meinen. Auf diese Weise haben die Entwickler gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: So gibt es seit diesem Tag quasi eine permanente Erinnerung damalige Wirken von Deathwing. Außerdem haben sie den Fans der ersten Stunde wieder einen Grund gegeben, die eigentlich bereits bekannten Gebiete neu zu erkunden - und somit weiterhin ihr Abonnent aufrechtzuerhalten.

Welche der genannten Änderungen empfandet ihr als besonders einschneidend? Welche Änderung war so gravierend, dass ihr euer Abo gekündigt oder im Gegenteil wieder reaktiviert habt? Teilt es uns in den Kommentaren mit!

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