Mit seinem Beitrag zu dem grauenvollen Terroranschlag auf das World Trade Center hat Oliver Stone das Publikum überrascht.
Heraus kam nicht die erwartete, virtuos geschnittene politische Abrechnung, sondern eine um Realitätsnähe bemühte Rekonstruktion der Ereignisse. Mit Verwunderung nehmen Stone-Kenner zur Kenntnis, dass der frühere Regie-Rebell auf kritische Untertöne komplett verzichtet und den Fokus auf die Menschen richtet, die zu Opfern ausgelebten Irrglaubens wurden. Daraus ergibt sich eine fast biblische, aber keinesfalls sentimentale Botschaft: Zusammenhalt und Nächstenliebe sind stärker als Hass und Gewalt.
