Wolfenstein 2 in der Vorschau: Upgrades, Grafik und Zensur

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Wolfenstein 2 in der Vorschau: Upgrades, Grafik und Zensur
Quelle: Bethesda

Im zweiten Teil unserer großen Hands-On-Preview erfahrt ihr alles über die verbesserte Grafik, die neuen Upgrade-Systeme, das Retro-Minispiel und die Zensur.

Kurz nach seiner Ankunft in Roswell überschlagen sich die Ereignisse: B.J. erhält Zutritt in einem geheimen Rebellenunterschlupf. Von dort aus erreicht er einen Versorgungstunnel, der ihn zu einer unterirdischen Bahnstation der Nazis bringt. Ab hier setzen unsere alten Wolfenstein-Reflexe ein: Zeit für Action!

Wolfenstein 2 angespielt: Ballerspaß mit Upgrades

Das Gameplay soll wie im Vorgänger unterschiedliche Spielstile ermöglichen, zwischen denen man fließend wechseln kann. So soll der Spieler so oft wie möglich lautlos vorgehen können, um beispielsweise Nazi-Kommandanten auszuschalten, bevor sie Alarm auslösen können. Viele Schleichwege, Schalldämpfer und eine Axt als geräuschlose Nahkampfwaffe machen's möglich. Wer lieber taktischer vorgehen will, greift aus einer überlegenen Position heraus an, jagt explosive Kanister in die Luft, sucht Deckung und schaltet die Gegner aus sicherer Distanz aus. Als dritte Möglichkeit kann man sich aber auch einfach in Rambo-Manier ins Gefecht stürzen und im Akimbo-Modus mit zwei Waffen gleichzeitig feuern, die man diesmal sogar frei kombinieren kann. Zuvor sollte man allerdings einige Heilpakete aufsammeln und seine Lebenspunkte so über ihr Limit laden, damit man im feindlichen Kugelhagel nicht sofort die Biege macht - denn schon auf dem dritten der insgesamt sieben Schwierigkeitsgrade fliegen gehörig die Fetzen!

Das nächste Gameplay-Video wurde allerdings mit einem niedrigen Schwierigkeitsgrad aufgezeichnet - denn so viele Treffer hält B.J. auf normaler Stufe definitiv nicht aus.Schließlich rast B.J. mit einem unterirdischen Zug durch einen Tunnel, der ihn zu seinem Ziel - der Geheimbasis Area 52 - bringen soll. Natürlich ist die Highspeed-Lok schwer bewacht, wir kämpfen uns durch die schmalen Gänge und sogar über die Dächer, während uns die Regime-Gegner immer wieder in die Enge treiben. Auch neue Feinde mischen mit, etwa ein brandgefährlicher Roboter im Terminator-Stil, der uns mit blitzschnellen Bewegungen auf die Pelle rückt. Seine Avancen erwidern wir mit einigen neuen Schießprügeln, darunter das Dieselkraftwerk - eine Art Granatwerfer, der explosive Gaskanister verschießt, die an Gegnern haften bleiben.

Ebenfalls neu: Mithilfe von Upgrade-Paketen, die wir in den Levels aufsammeln, können wir jede Waffe mit bis zu drei Upgrades austatten. Je nach Spielstil schrauben wir so etwa einen Schalldämpfer auf unsere Pistole oder sorgen dank "Nagelgewehr"-Verbesserung dafür, dass unser MG langsamere, glühende Patronen verschießt, die feindliche Rüstung zerfetzen.

Wie heftig es im Zug-Abschnitt zur Sache geht, seht ihr in diesem Video.

Wolfenstein 2 angespielt: Das neue Perk-System

Ein überarbeitetes Upgrade-System soll den Spieler dazu ermuntern, verschiedene Spielstile auszuprobieren. Wie in The New Order gibt es verschiedene Perks (Vorteile), die man durch das Erfüllen kleinerer Ziele freischaltet. Wer beispielsweise zehn Gegner lautlos ausknipst, erhält dafür einen Perk, der die Bewegungsgeschwindigkeit im Ducken erhöht. Neu dabei: Jeder der insgesamt 18 Perks lässt sich in mehreren Rängen aufwerten, außerdem sind sie anders als im Vorgänger nicht voneinander abhängig - man darf also nach Herzenslust verbessern, was man will. Auch Lebenspunkte und Rüstungswert werden hier gesteigert, letzterer bedingt durch die neue Motorrüstung, die B.J. diesmal trägt. Wir vermuten, dass er erst durch diese Rüstung wieder die Fähigkeit erhält, aus eigener Kraft zu laufen - ganz ähnlich wie die querschnittsgelähmte Caroline im guten Vorgängerspiel.

Wolfenstein 2 angespielt: Area 52 - ein Boss, ein Motorrad und ein Atompilz

Zeit für das große Finale: Gerade haben wir uns mit Blazkowicz zum Kern der Area-52-Basis durchgekämpft und die Atombombe abgeliefert, da passiert, was wir ohnehin schon geahnt haben: ein gewaltiges Tor öffnet sich und ein mehrere Meter hoher Stahlkoloss stapft heran, feuert zielsuchende Raketen und macht uns gleich drei Mal in Folge platt. Erst im vierten Anlauf gelingt es uns, den Geschossen auszuweichen und so in Bewegung zu bleiben, dass wir das mechanische Riesenvieh in die Knie zwingen können. Später im Spiel soll es aber auch möglich sein, mithilfe des Laserkraftwerks - ein vielseitiger Energiestrahler - ein Loch in die Rüstung solcher Gegner zu schießen, durch das wir dann extra viel Schaden verursachen können. Alternativ können wir aber auch einfach an dem Mini-Boss vorbeihuschen und uns durch zahlreiche Nazi-Feinde in Richtung Levelausgang durchmähen. Am Ende gibt's noch eine Cutscene zur Belohnung - die und mehr seht ihr im nächsten Video.

Wolfenstein 2 angespielt: Neues Feature - B.J. kehrt in alte Levels zurück

Wolfenstein 2 erscheint am 27. Oktober 2017. Quelle: Bethesda Wolfenstein 2 erscheint am 27. Oktober 2017. Eine der spannendsten Neuerungen bekommen wir bei unserem Anspieltermin leider noch nicht zu sehen: Zwischen Einsätzen soll man mehrfach auf das heimische U-Boot zurückkehren, wo der Spieler nicht nur Nebenaufgaben erfüllen, sondern auch eine neue Übersichtskarte der USA aufrufen kann. Dort hat man auch die Möglichkeit, in bereits besuchte Levels zurückzukehren und dort Jagd auf sogennante Uber Commanders zu machen - gelingt diese Mission, beginnen sich die Rebellen vor Ort gegen die Besatzungsmacht aufzulehnen und man erhält eine Belohnung.

Season Pass und DLCs

Auch für Wolfenstein 2 wird es einen Season Pass geben, der mehrere DLCs umfasst, die neue Einzelspielermissionen mit eigenen Helden bieten.

Alle Infos zum Wolfenstein 2 Season Pass findet ihr dieser Meldung.

Das Besondere daran: Kehrt man in bereits besuchte Kampagnenlevels zurück, verändern sich die Orte! Roswell besucht man dann etwa bei Nacht, anstelle von Zivilisten trifft man Gegner auf den Straßen, außerdem werden neue Bereiche zugänglich sein. Allerdings betonen die Entwickler, dass diese Einsätze völlig freiwillig sind - wer darauf keine Lust hat, kann auch einfach die Story-Kampagne weiterverfolgen, auf das Ende des Spiels hat das keinen Einfluss.

Man soll auf diese Weise lediglich die Chance bekommen, all die Items einzusacken, die man beim ersten Levelbesuch womöglich verpasst hat. Und das ist eine Menge, denn Machine Games hat tonnenweise Sammelbares in den Umgebungen versteckt: 250 Briefe, Zeitungsartikel und Dokumente, 50 Goldbarren, 50 Konzeptgrafiken, 15 Todeskarten, 10 Tonaufnahmen (mit serientypischen Song-Parodien) und 15 Spielzeuge für Max, außerdem kann man zahlreiche Enigma Codes mitgehen lassen. Und natürlich gibt es noch die sammelbaren Upgrades für B.J.s Waffenarsenal. Ganz schön viel Zeug!

Wolfenstein 2 angespielt: Neues Minigame - Retro-Shooter "Elite Hans"

Auch das ist neu: In der U-Boot-Heimatbasis steht ein Arcade-Automat, an dem B.J. ein Shooter-Minispiel namens "Elite Hans" absolvieren kann, ähnlich den Retro-Albtraum-Levels aus The New Order. Diesmal wechseln wir allerdings die Seiten, denn hier steuern wir den Regime-Helden Hans, der sich durch Horden feindlicher Kreisauer-Rebellen durchballern muss - die Bossgegner sollen sogar den bekannten Anführern aus The New Order und The New Colossus entsprechen!

Wolfenstein 2 angespielt: Grafik-Update - id Tech 6 lässt die Muskeln spielen

Machine Games wechselte für den Wolfenstein-Nachfolger die Engine, statt id Tech 5 kommt nun die sechste Ausgabe des Technikmotors zum Einsatz. Obwohl der Stil nahezu unverändert bleibt, fallen die technischen Verbesserungen klar auf: Umgebungstexturen sind deutlich schärfer als im Vorgänger, die Licht- und Schattendarstellung ist feiner, Partikel- und Dampfeffekte wirken glaubhafter und detailreicher. Ebenfalls neu: B.J.s Spielfigur hat nun einen vollständigen Körper und wirft dadurch einen hübschen Schatten in die Umgebung. Trotz des grafischen Sprungs nach vorne versprechen die Entwickler geschmeidige 60 Bilder pro Sekunde - auf allen drei Plattformen. Die PC-Version dürfte grafisch die hübscheste Fassung sein, allerdings schweigen die Entwickler noch zu möglichen Verbesserungen auf PS4 Pro und Xbox One X - hierzu soll es erst später eine Ankündigung geben.
Die id Tech 6 sorgt für schärfere Texturen und schickere Effekte. Auf allen Plattformen soll Wolfenstein 2 mit 60 fps laufen. Quelle: Bethesda Die id Tech 6 sorgt für schärfere Texturen und schickere Effekte. Auf allen Plattformen soll Wolfenstein 2 mit 60 fps laufen.

Wolfenstein 2 angespielt: Zensur - ein Spielspaßkiller?

Bereits zur Ankündigung des Spiels haben wir umfassend über die Kürzungen der deutschen und österreichischen Fassung berichtet. Daran hat sich nichts geändert: Aufgrund der eindeutigen Rechtslage hat Bethesda keine Wahl, als das Spiel um verfassungsfeindliche Symbole und einige Begriffe zu verändern, damit es hierzulande erscheinen darf. Beispielsweise sind anstelle von Hakenkreuzen andere Symbole zu sehen, anstelle des "Führers" regiert der "Kanzler" und auch das Wort "Nazi" wird nicht erwähnt, stattdessen sprechen alle Charaktere im Spiel schlicht vom "Regime". Bethesda betont allerdings, dass der Gewaltgrad der deutschen Version vollständig erhalten bleibt, hier wurden keine Schnitte vorgenommen. Auch sonst sind alle Spielinhalte der deutschen Version identisch mit denen der internationalen Fassung, man muss also auf keine Szene verzichten. Die hochwertigen deutschen Sprecher sorgen außerdem für ordentlich Stimmung - anhand der vielen Gameplay-Videos in dem Artikel könnt ihr euch selbst ein Bild von der Vertonung machen.

Wolfenstein 2 angespielt: Fazit: Das wird was!

Meinung

Bildergalerie

  1. Seite 1 Wolfenstein 2: The New Colossus in der Vorschau: Rollstuhl-Action, Blut und Erdbeermilch
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