Wolfenstein 2: The New Colossus: Das Regime schlägt zurück - Vorschau-Special mit zehn Gameplay-Videos und 4K-Screenshots
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Hands-on-Vorschau zu Wolfenstein 2 mit zehn Gameplay-Videos: Wir haben den brutalen Anti-Nazi-Shooter ausführlich gespielt! Neben unseren Eindrücken bekommt ihr in dieser Preview rund eine Stunde brandneues Videomaterial zu sehen - darunter zwei komplette Missionen inklusive Zwischensequenzen, jeder Menge Action, Blut und spannender Momente.
Schwere Zeiten für Faschisten: Zwar hat das bösartige Regime in Wolfenstein: The New Colossus den Großteil der Welt unter seiner Fuchtel, doch in den USA regt sich der Widerstand. Als B.J. Blazkowicz sollen wir in einem alternativen 1960 die US-Rebellengruppen vereinen, sie zu einer schlagkräftigen Truppe zusammenschweißen - und natürlich zig Regime-Soldaten plattmachen.
Genau das haben wir getan: Bei Bethesda hatten wir die Chance, zwei Levels aus einer weit fortgeschrittenen PC-Version zu spielen. Einer davon war brandneu und brachte viele frische Erkenntnisse, der andere wurde der Presse bereits auf der E3 gezeigt - allerdings hatten wir diesmal keinen Zeitdruck und konnten uns ganz den vielen Details und Neuerungen widmen, durch die sich The New Colossus abheben sollen. Ebenfalls mit von der Partie: Andreas Öjerfors, Senior Gameplay Designer von Machine Games, der uns nach dem Anspielen noch einige Fragen beantwortete.
Quelle: Bethesda
Wolfenstein 2 setzt auf die gleichen Stärken wie The New Order, will aber noch ein paar Schippen drauflegen.
Zusätzlich stellte uns Bethesda über eine Stunde (!) an Videomaterial zur Verfügung, das pures Gameplay direkt aus der PC-Fassung zeigt. Darum findet ihr in diesem Artikel insgesamt zehn frische Gameplay-Videos und Cutscenes, in denen ihr beide Levels selbst begutachten könnt.
Achtung: Es folgen Spoiler aus dem Eröffnungslevel und aus einer späteren Kampagnenmission!
In diesem Artikel
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Wolfenstein 2: The New Colossus in der Vorschau: Rollstuhl-Action, Blut und Erdbeermilch
- 1.1 Wolfenstein 2 angespielt: B.J. kehrt zurück - Singleplayer über alles!
- 1.2 Wolfenstein 2 angespielt: Detailverliebt und stimmungsvoll
- 1.3 Wolfenstein 2 angespielt: Es darf auch mal gelacht werden
- 1.4 Wolfenstein 2 angespielt: Alte Gesichter, neue Überraschungen - und zwei Zeitlinien
- 1.5 Wolfenstein 2 angespielt: Blut und Erdbeermilch - Ein Tag in Roswell
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Wolfenstein 2 in der Vorschau: Upgrades, Grafik und Zensur
- 2.1 Wolfenstein 2 angespielt: Ballerspaß mit Upgrades
- 2.2 Wolfenstein 2 angespielt: Das neue Perk-System
- 2.3 Wolfenstein 2 angespielt: Area 52 - ein Boss, ein Motorrad und ein Atompilz
- 2.4 Wolfenstein 2 angespielt: Neues Feature - B.J. kehrt in alte Levels zurück
- 2.5 Wolfenstein 2 angespielt: Neues Minigame - Retro-Shooter "Elite Hans"
- 2.6 Wolfenstein 2 angespielt: Grafik-Update - id Tech 6 lässt die Muskeln spielen
- 2.7 Wolfenstein 2 angespielt: Zensur - ein Spielspaßkiller?
- 2.8 Wolfenstein 2 angespielt: Fazit: Das wird was!
- Seite 3 Bildergalerie
Wolfenstein 2 angespielt: B.J. kehrt zurück - Singleplayer über alles!
Multiplayer ist auch für The New Colossus ein Fremdwort, denn Machine Games will sich ganz auf eine packende Singleplayer-Erfahrung konzentrieren. Gut so! An Ideen scheint es den Entwicklern ohnehin nicht zu mangeln, von Anfang an schwebte ihnen ein epischer Handlungsbogen vor, der sich über drei Spiele erstreckt. "Hoffentlich können wir eine Trilogie daraus machen!", schwärmt Öjerfors und klammert dabei bewusst das eigenständige Prequel The Old Blood aus - dessen Handlung voller Okkultismus und Nazi-Zombies spielt für die Hauptreihe nämlich keine Rolle.
Den Vorgänger The New Order sollte man dagegen unbedingt kennen, um in Wolfenstein 2 durchzublicken! Denn die Story knüpft direkt an den ersten Teil an: Ein schwer verletzter B.J. Blazkowicz erwacht nach fünf Monaten aus dem Koma, aufgeschreckt von Gewehrschüssen, die durch die Gänge eines U-Bootes hallen, das sich die Widerstandsbewegung Kreisauer Kreis unter den Nagel gerissen hat. Schwer bewaffnete Nazis, in der deutschen Version schlicht Regime-Soldaten genannt, stürmen das Boot und schießen die Rebellen nieder. Anfangs noch unfähig zu laufen, schwingt sich der geschwächte B.J. in einen Rollstuhl, schnappt sich eine Maschinenpistole - eine der neuen Knarren - und tut das, was er am besten kann: sich durch Faschisten-Horden mähen.
Der erste Eindruck ist eindeutig: Wolfenstein bleibt Wolfenstein! Das Waffengefühl, die Bewegungen, das Design, die Soundkulisse, die rohe Brutalität - alles erinnert sofort an The New Order und fühlt sich eher wie eine Verfeinerung dessen an, was Machine Games vor drei Jahren auf die Beine gestellt hat. Das bestätigt auch Öjerfors: "Wir nehmen alles, was an The New Order gut war und treiben es richtig auf die Spitze, was die Qualität und Intensität anbelangt."
Quelle: Bethesda
Anschleichen gescheitert: Auch die mechanisch aufgemotzten Wachhunde setzen uns wieder zu.
Wolfenstein 2 angespielt: Detailverliebt und stimmungsvoll
Das merkt man schon an den gelungenen Details im ersten Level: Trotz Rollstuhl lässt sich Blazkowicz mühelos durch die engen Flure bewegen, selbst seitwärts fahren ist kein Problem und sieht dank raffinierter Animationen richtig gut aus. Hat man eine Weile nicht gefeuert, legt B.J. die gezückte Waffe zurück in seinen Schoß. Und nach ein paar Gefechten ist sein Morgenmantel über und über mit Blut besudelt. Dank solcher Feinheiten macht The New Colossus vom ersten Moment an einen atmosphärischen Eindruck! Das ist auch ein Verdienst des starken Soundtracks, der wieder aus der Feder des Australiers Mick Gordon stammt: Das düstere Sounddesign, das fließend zwischen rockigen Musikstücken und mechanisch wummernden Klangteppichen wechselt, sorgt für eine unverwechselbare Stimmung, durch die sich Fans von The New Order sofort heimisch fühlen.
Wolfenstein 2 angespielt: Es darf auch mal gelacht werden
Obwohl der Eröffnungslevel in erster Linie intensive Ballergefechte inszeniert, überraschen die Entwickler bereits nach wenigen Minuten mit einer humorvollen Einlage: Blazkowicz trifft auf den Wissenschaftler Set Roth, den wir schon aus dem Vorgängerspiel kennen und der das U-Boot mit tödlichen Mikrowellenfallen versehen hat. Während er B.J. belehrt, beobachten wir im Hintergrund durch eine Glasscheibe, wie ein Regime-Soldat nach dem anderen versucht, Sets tödliche Fallen zu überlisten - wie blutig das endet, sehr ihr im nächsten Video.Minuten später vergeht uns allerdings das Lachen: Blazkowicz gerät in die Fänge von Fräulein Engel, der sadistischen Erzfeindin aus The New Order. Chirurgisch halbwegs wiederhergestellt, sinnt sie auf Rache. Mit an ihrer Seite: Ihre Tochter Sigrun, die viel Häme und Spott erdulden muss, während Fräulein Engel ihren ganzen Hass auf Caroline Becker (die heldenhafte Anführerin aus The New Order) entlädt. Schließlich endet die Szene mit einer erhobenen Axt - und einem ungewissen Ausgang, der neugierig auf das fertige Spiel macht. Die spannende Szene gibt's im Video!
Wolfenstein 2 angespielt: Alte Gesichter, neue Überraschungen - und zwei Zeitlinien
Alte Bekannte wie der sensible Max Hass oder die schwangere Anja feiern ihre Rückkehr, aber auch neue Figuren mischen mit. Einen Vorgeschmack bekommen wir beim Anspielen der zweiten, brandneuen Mission: Der Level ist etwa in der Mitte des Abenteuer angesiedelt und beginnt mit einer Einsatzbesprechung, an der auch Sigrun teilnimmt - sie ist offenkundig zu den Rebellen übergelaufen. Ebenfalls am Besprechungstisch: Der knurrige Haudegen Fergus, diesmal mit mechanischer Armprothese versehen.An Fergus' Stelle könnte allerdings auch der Soldat Probst Wyatt sitzen - denn in The New Order musste man in einer tragischen Szene wählen, welcher der beiden Helden das Abenteuer überlebt. Diese Entscheidung soll sich auch in The New Colossus auswirken, nicht nur auf die Geschichte, sondern auch auf das Gameplay - wie genau, will Machine Games allerdings noch nicht verraten. Ein Savegame muss man dafür übrigens nicht importieren, stattdessen erlebt man noch vor Spielbeginn eine Art Flashback - in dieser Rückblende ist es dann möglich, die Entscheidung zwischen Fergus und Wyatt zu treffen und so die Weichen für The New Colossus zu stellen.
Wolfenstein 2 angespielt: Blut und Erdbeermilch - Ein Tag in Roswell
Quelle: Bethesda
In Roswell hält das Regime gerade eine Siegesparade ab.
Der zweite Demo-Level hat's in sich: B.J. begibt sich nach Roswell in New Mexico, wo der Geheimbund der Da'at Yichud vor tausend Jahren eine unterirdische Geheimbasis errichtet hat, die mittlerweile aber in die Hände der Nazis gefallen ist. B.J. soll den Stützpunkt mithilfe einer tragbaren Atombombe in die Luft jagen. Als Feuerwehrmann verkleidet, beginnt die Mission für Blazkowicz in einem erschreckend idyllischen Roswell, das Machine Games mit verschwenderischer Liebe zum Detail inszeniert: Blazkowicz erlebt die Kleinstadt während einer Parade, welche die Eroberung durch die Nazis feiert. Truppen marschieren auf den Straßen, am Wegesrand zig Verkäufer und NPCs, die das Geschehen fröhlich kommentieren.
Wir entdecken liebevoll gestaltete Werbeanzeigen für extra starke Nazi-Knackwurst ("Jetzt mit 25 Prozent dickerer Haut!"), vor dem Propaganda-Kino unterhalten sich zwei Männer über ihre Pflichtkurse in deutscher Geschichte, ein Händler wedelt uns mit einer Tageszeitung ("Nur eine Neumark!") ins Gesicht. Obwohl die NPCs im Grunde nur still am Wegesrand stehen und auf ihren Einsatz warten, sorgen die vielen Details in dieser Szene für Stimmung - im Video könnt ihr euch selbst ein Bild davon machen. Dabei erfahrt ihr außerdem, warum eine Erdbeermilch im falschen Moment schlimme Folgen haben kann.
