Windtalkers

Test Patrick Köllner

John Woos imposantes Schlachtengemälde mit Nicolas Cage erscheint in um 18 Minuten verlängerter Form als MGM Gold Edition

Krieg In Hollywood ist es immer das Gleiche: Einem von wenigen Filmemachern gesetzten Trend folgen viele Nachahmer, von denen einige dann eine Bauchlandung erleben. Steven Spielberg war es, der der Welt mit "Der Soldat James Ryan" 1998 einen Kriegsfilm präsentierte, der trotz schwer verdaulichem Realismus zum Kassenfüller wurde.

Der Streifen regte sowohl Filmstudios als auch Videospiel-Programmierer zu ähnlich gearteten Nachfolgeprodukten an und führte 2002 schließlich zu einem verstärkten Ausstoß an Baller-Epen, die kurz nach dem 11. September 2001 plötzlich irgendwie unangebracht schienen.

Südsee-Trip

So enttäuschten in finanzieller Hinsicht nicht nur "Das Tribunal" und "Wir waren Helden", sondern auch der mit geschätzten Gesamtkosten von 150 Mio. Dollar sündhaft teure "Windtalkers". Hongkongs Action-Guru John Woo schickt darin Nicolas Cage als Joe Enders während des Zweiten Weltkriegs in den Pazifik.

Enders soll mit seinem Kameraden Pete (Christian Slater) dafür sorgen, dass ein aus der Sprache des Indianers Ben Yahzee (Adam Beach) geformter Geheimcode unter keinen Umständen in japanische Feindeshand gerät. Wovon Ben jedoch nichts weiß ist, dass seine Vorgesetzten angewiesen sind, ihn im Extremfall sogar zu töten, um die Sicherheit der eigenen Truppen auf dem Weg nach Tokio nicht zu gefährden.

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