Warhammer 40k: Warum sich der Einstieg lohnt - und was Henry Cavill damit zu tun hat!

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Warhammer 40k: Warum sich der Einstieg lohnt - und was Henry Cavill damit zu tun hat!
Quelle: Games Workshop

Was ist ein Tabletop, worum geht es in Warhammer 40k überhaupt, was fasziniert die Fans daran und was hat Henry Cavill damit zu tun?

Die Handlung - Absurde Geschichten und Charaktere

Nun könnte man sich fragen: Wieso soll ich mir sowas antun? Eine dystopische Zukunftsvision, alle Völker bestehen aus massenmordenden Psychopathen, die Hoffnung ist so gut wie tot. Die Besonderheit liegt in der Inszenierung dieses Universums, da es sich manchmal ernst nimmt, manchmal überhaupt nicht. Tonale Dissonanz ist da noch untertrieben!

Gerade die Inszenierung ist ein Grund für die steigende Beliebtheit dieser Spielwelt. Die Designs: absolut nicht praktikabel und in der Realität nicht umsetzbar. Manche Charaktere sind regelrechte Parodien von Figuren aus unserer Popkultur. So wütet seit Jahren der unaufhaltsame imperiale Held "Sly Marbo" (ein Anagramm von Rambo) und besiegt eine Armee nach der anderen im Alleingang. Diese meisten Geschichten werden mit einem Augenzwinkern erzählt. Dennoch gibt es einige Charaktere und Handlungsstränge, die sich selbst sehr ernst nehmen und bisweilen auch eine packende Geschichte erzählen. Diese Koexistenz von ernsten und albernen Momenten verleiht Warhammer 40k seine Einzigartigkeit.

Die Optik - Designs aus der Hölle

Die irrationalen Ausmaße der Konflikte, die teilweise aberwitzigen Story-Lines und die Charaktere erinnern eher an einen Film aus den 80ern als an ein futuristisches Sci-Fi-Universum. Und das ergibt Sinn: Viele Designs imitieren eine Optik, wie sie in den 80er- und 90er Jahren Gang und gäbe war. Übergroße Schulterplatten, Panzer in Kathedralen-Form und Orgel-Raketenwerfer sind nur ein paar Beispiele.

Terminator-Captain kämpft gegen Tyraniden. Quelle: Streum On Studio Diese Optik gibt dem Universum einen unvergleichlichen Look, gerade weil sich die Macher aus vielen verschiedenen Ecken bedienen. Fraktionen und Untergruppen sind offensichtlich inspiriert von anderen Science-Fiction-Franchises oder menschlichen Kulturen. 40k gelingt es, den meisten "geliehenen" Designs einen eigenen Kniff zu geben.

Die Alien-Fraktion der Necrons besteht beispielsweise aus mörderischen Robotern, die mit überlegener Technologie ihr Reich wiederaufbauen wollen. So ist das Äußere der außerirdischen Necrons zweifelsohne eine Hommage an das Terminator-Franchise.

Die Necron-Architektur wiederum erinnert an die Ästhetik der alten Ägypter. Warhammer 40k ist ein Mischmasch aus Einflüssen von realen Zivilisationen und Popkultur, der irgendwie funktioniert und eine eigene Identität hat.

Ultramarines kämpfen gegen Death Guard. Quelle: Games Workshop

Ein Fass ohne Boden?

In den letzten Jahren ist das Interesse am Tabletop-Hobby stark gestiegen. Besonders die Veröffentlichung von lizenzierten Videospielen ist eine der einfacheren Möglichkeiten in das umfassende Universum des 41. Jahrtausends einzutauchen.

Dennoch gibt es da ein kleines Problem. Die chaotische Natur der 40k-Lore hat zur Folge, dass es keinen festen Startpunkt gibt, den ein neugieriger Einsteiger nehmen kann. Bei Star Wars gibt es die Filme, die man einfach nacheinander anschaut, mit ihnen hängt alles andere irgendwie zusammen. Eine solche eindeutige Erzählstruktur gibt es in 40k nicht.

Der schwierige Einstieg ist gleichzeitig die größte Schwäche und Stärke des Franchise. Natürlich ist es erstmal überwältigend, dutzende Wiki-Einträge und Youtube-Videos zu durchforsten, um sich irgendwie einen Reim auf die ganzen Ereignisse zu machen - ein Sprung ins kalte Wasser. Gleichzeitig hat das den Vorteil, dass man sich von Anfang an mit den Sachen beschäftigen kann, die einen am meisten interessieren. Klar, es gibt prinzipiell zugänglichere Themen als andere, aber so hat der Spieler eine gewissen Freiheit bei der persönlichen Entdeckungsreise.

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