Warhammer 40.000: Space Marine 2: Das große Krabbeln
Special
Eine Rückker, die fast so fanatstisch erscheint, wie das Warhammer-Universum. Captain Titus ist zurück und kämpft erneut gegen eine außerirdische Bedrohung. In unserer Preview zu Demo klären wir, ob das Spiel Hand und Fuß hat, oder die lange Warterei umsonst gewesen ist.
Tötet den Schwarm
Im ersten Teil standen uns noch Horden von schlecht gelaunten Orks und den fiesen Chaos-Dämonen gegenüber. Jetzt sind unsere Widersacher Schwärme von bissigen Tyraniden. Diese sind nicht weniger zahlreich als die Grünhäute und wollen uns wieder massenhaft ans Leder. Die insektenartigen Monster besitzen ein Schwarmbewusstsein und haben es sich zum Ziel gemacht, die ganze Galaxis zu verspeisen. Jegliche Biomasse wird von den Kreaturen verschlungen und in die Produktion neuer Aliens gesteckt. Da deren Hunger endlos ist, werden sie auch nicht aufhören, bis alles Lebendige verspeist ist. Die gängigsten Gegner sind Hormaganten, kleine fiese Organismen, die sich mit nur ein paar Schlägen plattmachen lassen. Das Problem: Es gibt tausende davon. Termaganten sind ihre fiesen Cousins, die uns mit Fernkampfwaffen aufs Korn nehmen, sich jedoch ebenfalls mit wenigen gezielten Schüssen ausschalten lassen.
Größere Käfer agieren als sogenannte Synapsenkreaturen. Diese befehligen die schwächeren Monsterchen. Diese Mechanik, die es übrigens auch so im Tabletop-Spiel gibt, erzeugt in der Videospielumsetzung eine besondere Dynamik. Wir stehen ständig vor der Entscheidung, entweder die stärkeren Synapsenkreaturen zu töten, um den nicht enden wollenden Schwarm zu schwächen, oder erstmal die kleineren Aliens zu killen, um nicht vollständig überrannt zu werden. Manchmal ist es besser, erstmal den Schwarm auszudünnen, während es manchmal wiederum effektiver ist, die großen Bestien zuerst zu töten.
Quelle: Saber Interactive
Die Tyranidenkrieger sind hier eine sehr willkommene Herausforderung, da diese unserem Charakter fast das Wasser reichen können. Gerade in kleinen Gruppen sind sie sehr gefährlich. Sie greifen uns unnachgiebig an und verfügen, wie bereits angesprochen, über eine große Anzahl an Waffen wie Klingen, Peitschen und Kanonen. Die Duelle mit diesen Aliens machen sehr viel Spaß und sind gerade auf höheren Schwierigkeitsgraden herausfordernd.
Kleinere Häresien entdeckt
Ganz rund laufen Demo-Versionen bekanntlich nicht, dennoch würden wir uns vom fertigen Spiel wünschen, dass ein paar Sachen noch einmal überarbeitet werden. Das größte Problem hatten wir mit unseren Begleitern, die im Multiplayer-Koop auch von echten Spielern gesteuert werden können. In unserem Test waren diese allerdings computergesteuert, und darin lag ein Problem: Unsere NPC-Begleiter stehen manchmal sehr passiv herum und schauen uns dabei zu, wie wir Gegner aus der Entfernung ausschalten. Diese regelrechte Arbeitsverweigerung riss uns hier und da aus dem Geschehen.
Es ist zwar toll, schon in der Demo so viele Waffen zur Verfügung zu haben, dennoch finden wir es schade, dass man nur eine bestimmte Auswahl an Waffen hat. Eine Nahkampfwaffe, Pistole und ein Gewehr können wir zeitgleich ausrüsten. Dieses System ist zweifelsohne inspiriert vom Tabletop-Spiel. So nett diese Referenz zum Brettspiel-Loadout auch sein mag, wäre es dennoch cool, mehrere Gewehre gleichzeitig in die Schlacht zu führen.
Abgesehen von diesen kleineren inhaltlichen Schwächen fielen uns hin und wieder auch technische Macken auf, wie etwa fehlerhafte Animationen. So waren wir nach dem Drücken eines Schalters dazu verdammt, in der Idle-Animation festzustecken. Erst die Interaktion mit einem anderen Schalter hat das wieder aufgelöst. Zwar sah das ziemlich komisch aus, jedoch sollte dies im fertigen Spiel nicht vorkommen.
Außerdem mussten wir das Spiel einmal neu laden, da ein Gegner sich geweigert hatte zu sterben. Egal wie viele Kugeln wir in den schlecht gelaunten Käfer gepumpt hatten, bewegte sich dieser unbeeindruckt weiter durch die Gegend.
Gerade die technischen Mängel werden sicherlich bis zum endgültigen Release behoben. Andere Punkte, wie das begrenzte Waffeninventar, sind schlussendlich nicht ganz so tragisch, da man ohnehin oft genug unterschiedliche Waffen findet. Gefühlt lagen an jeder Ecke verschiedene Schießeisen verstreut, weshalb wir alle Kanonen ausgiebig ausprobieren konnten.
