Warhammer 40.000: Space Marine 2: Das große Krabbeln
Special
Captain Titus ist zurück und kämpft erneut gegen eine außerirdische Bedrohung! In unserer Preview klären wir, ob das Spiel Hand und Fuß hat, oder ob ihr umsonst so lange gewartet habt.
Dass wir bereits jetzt im Vorfeld der Gamescom unsere Hände an eine Preview-Fassung von Space Marine 2 legen konnten, kam uns sehr gelegen. Denn eine Fortsetzung des erfolgreichen ersten Teils können wir nach 12 Jahren kaum noch erwarten. So war zwar das erste Spiel sehr stumpf und wurde irgendwann recht eintönig, jedoch haben wir selten so eine brutale Umsetzung aus dem Warhammer-Universum geliefert bekommen. Vor der überraschenden Ankündigung im Dezember 2021 gab es wenig Hoffnungen für ein Sequel, obwohl es einen regelrechten Cliffhanger gab. Und die Zeichen standen wahrlich nicht allzu gut. Zu oft sprach man unter vorgehaltener Hand vom Aus für mehrere Warhammer-Projekte.
Doch der Imperator hat uns nicht sitzen lassen und jene, die an ihn glaubten, wurden belohnt. Wir konnten bereits vor dem Release, der angeblich später in diesem Jahr folgen soll, einen Blick auf die Demo-Version des Spiels werfen, die Teile des zweiten Levels beinhaltet. Und was soll man sagen? Selten war die Schädlingsbekämpfung spaßiger.
Mut und Ehre!
Gerade wer den ersten Teil gespielt hat, wird sich in Space Marine 2 wie zu Hause fühlen. Die Steuerung ist quasi identisch, mit ein paar kleinen Änderungen versteht sich. Die Taste für die Granaten und dem bekannten Fury-Modus wurden verändert. Somit spielt sich das Spiel etwas intuitiver, ohne die Tastenbelegungen anpassen zu müssen. Im Fokus steht bei Space Marine 2 nach wie vor der flüssige Wechsel zwischen Nah- und Fernkampf. Aus der Hüfte feuern wir unsere Kanonen mit äußerster Präzision ab und wenn uns ein Gegner zu nahekommt, verarbeiten wir ihn mit unserem Kettenschwert zu Hackfleisch. Neben einer Vielzahl an Nah- und Fernkampfwaffen haben wir wie gewohnt auch Zugang zu Sprenggranaten. Die sind gegen die Schwärme an Gegnern äußerst nützlich.
Quelle: Saber Interactive
Eine der größeren Änderungen im Vergleich zum ersten Teil ist die Implementierung von Lebenspacks. So konnten wir im ersten Teil unsere Gesundheit nur mittels Exekutionen von Gegnern wiederherstellen. Nun gibt es Medpacks, die uns sofort eine bestimmte Anzahl an Lebenspunkten wiederherstellen. Diese finden wir in den Levels verstreut und wir können immer nur zwei gleichzeitig im Inventar herumtragen. Das Horten von medizinischen Gegenständen ist also nicht möglich.
Die ikonischen Exekutionen gibt es natürlich immer noch. Diese stellen aber nun keine Gesundheit mehr her, sondern füllen einen Teil unseres Schilds, der sich auch mit der Zeit auflädt. Zusätzlich gibt es neue Pistolen-Exekutionen, die großen Schaden verursachen und dabei auch ziemlich cool aussehen.
Um das Spiel ein bisschen abwechslungsreicher zu gestalten, hat sich Saber Interactive noch mehr einfallen lassen. Es gibt nun Angriffe von Gegnern, die wir aktiv kontern können. Das Zeitfenster für diese Aktion ist zwar sehr großzügig gesetzt, dennoch bringt es eine willkommene Abwechslung ins Spiel, damit wir nicht in hirnloses Buttonmashing verfallen. Spätestens auf den höheren Schwierigkeitsgraden müssen wir diese Mechanik meistern, da die Feinde ansonsten extremen Schaden verursachen.
Vom Tabletop-Tisch direkt auf das Schlachtfeld
Was Tabletop-Veteranen sofort auffällt, ist die Liebe der Entwickler zum Detail. Modelle aus dem Brettspiel wurden direkt auf den Bildschirm verpflanzt. So bekämpften wir in unserer Session mindestens drei verschiedene Arten von Tyraniden-Kriegern mit jeweils unterschiedlicher Bewaffnung. Auch abseits der Gegner gibt es für eingefleischte Fans das ein oder andere Vertraute zu sehen. Kampferprobte Leman Russ Panzer tuckern durch den Schlamm und Cadianische Stoßtruppen halten tapfer die Stellung. Oder versuchen das zumindest.
Auch unser Waffenarsenal wurde direkt von den kleinen Plastikfiguren abgeschaut. Der grundsolide Bolter agiert als Allrounder-Waffe, während die Melter-Waffe panzerbrechenden Flächenschaden anrichten kann. Wir haben ebenfalls Zugriff auf Karabiner und schwere Boltgewehre, die auf unterschiedlichen Reichweiten effektiv sind. Im Nahkampf stehen uns das Kampfmesser oder das surrende Kettenschwert zur Verfügung. Bei der Pistole, die wir zeitgleich mit einer Nahkampfwaffe ausrüsten können, stehen ebenfalls mehrere Typen zur Auswahl. Im fertigen Spiel gibt es aber bestimmt noch mehr Waffenoptionen, wie beispielsweise den Plasmawerfer und den Granatwerfer. Im Nahkampf kommen sicherlich diverse Energiewaffen, wie Schwerter und Hämmer, hinzu.
