Hier dreht sich alles um den eigenen Akolythen und seine ungewöhnliche Truppe. Dark Heresy setzt bei Charakterbau und Begleitern auf mehr Flexibilität und ein paar spannende Sonderrollen, die gerade im 40k-Universum richtig Laune machen.
Ein weiterer Punkt, der uns direkt positiv auffällt, ist die detaillierte Charaktererstellung. Wie schon in Rogue Trader wählen wir unter anderem Porträt, Stimme, Klasse, Herkunft, Heimatwelt, Attribute und natürlich auch das Aussehen unseres Helden. Gerade Letzteres wirkt in Dark Heresy schon jetzt eine ganze Ecke schicker, auch wenn hier bis zum Release vermutlich noch nicht alles final ist.
Bei den Klassen bleibt Dark Heresy zunächst angenehm vertraut. Zur Auswahl stehen Krieger, Offizier, Agent, Soldat und Mystiker. Die ersten vier dürften Rogue-Trader-Spielern sofort bekannt vorkommen, während der Mystiker im Grunde die klassische Psioniker-Richtung abdeckt.
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Interessant ist allerdings ein wichtiger Unterschied: Wer psionische Kräfte nutzen möchte, muss nicht zwingend den Mystiker als Archetyp wählen. Der Sanktionierte Psioniker ist in Dark Heresy nämlich eine Herkunftsoption. Dadurch sind schon von Anfang an spannendere Klassen-Herkunft-Kombinationen möglich, etwa ein Offizier mit psionischen Fähigkeiten.
Quelle: Owlcat Games
Wie schon in Rogue Trader wirken auch die Charaktermodelle in Dark Heresy eher stilisiert als realistisch. Doch supermoderne Grafik war bei Owlcat Games ohnehin nie der Fokus. Der etwas raue Look gehört inzwischen fast zum Markenzeichen des Studios und passt ziemlich gut zum düsteren Grimdark-Stil von Warhammer 40.000.
In Rogue Trader musste man sich deutlich länger gedulden, wenn man nicht direkt zu Beginn auf Psionik gesetzt hatte. In Dark Heresy wirkt dieses System flexibler und gleichzeitig etwas klarer strukturiert.
Auch das kompakte Level-up-System hinterlässt bisher einen guten Eindruck. Statt uns mit einer Flut aus Talenten und Fähigkeiten zu erschlagen, arbeitet Dark Heresy stärker mit Spezialisierungen, die gezieltere Fähigkeitspools freischalten. Später lassen sich diese Fähigkeiten zusätzlich mit Modifikatoren erweitern. Das dürfte bei den Builds für weniger Chaos, mehr Übersicht und hoffentlich trotzdem genug Spielraum zum Austoben sorgen.
Quelle: Owlcat Games
In Warhammer 40.000: Dark Heresy verschlägt es uns an seltsame Orte, an denen wir noch seltsamere Gefährten um uns scharen. Mit dabei ist sogar ein Kroot-Söldner.
Ein Pariah als heimlicher Star der Gruppe
Die Begleiter bringen natürlich eigene Geschichten mit, auch wenn diese in der Beta nicht allzu sehr im Mittelpunkt stehen. Umso spannender sind dafür ihre besonderen Fähigkeiten, die unser eigener Charakter so nicht mitbringt.
Zu Beginn stoßen gleich mehrere Begleiter zu unserer Gruppe. Die Tech-Priesterin ist zwar von Anfang an dabei, wirkt in der Beta bei der Story und auf dem Schlachtfeld aber noch etwas blass. Das eigentliche Highlight ist dagegen die Pariah-Gefährtin. Pariahs sind im Warhammer-40k-Universum so selten wie unheimlich und bilden praktisch das genaue Gegenteil eines Psionikers. Sie besitzen keine Verbindung zum Warp, sondern unterdrücken jegliche psionische Kräfte allein durch ihre bloße Anwesenheit.
Im Kampf bleibt die Anwesenheit eines Pariahs natürlich nicht ohne Folgen. Innerhalb ihrer Reichweite können weder Feinde noch Verbündete Psioniker-Fähigkeiten einsetzen. Das macht den Begleiter nicht nur taktisch spannend, sondern auch erzählerisch interessant, besonders weil wir in unserem ersten Testdurchlauf selbst als Psioniker unterwegs waren.
