Wargroove: Tipps inklusive Einheitenübersicht für die rundenbasierte Indie-Taktik
Tipp
Seit kurzem könnt ihr in Wargroove für Switch, PC und Xbox One euer taktisches Geschick auf die Probe stellen. Wir geben euch nützliche Tipps für die Schlacht und klären ein paar mögliche Verständnisfragen des komplexen Spielprinzips. Außerdem haben wir eine kurze Einheitenübersicht, die euch alle Besonderheiten und Grooves näherbringt.
Inhaltsverzeichnis
Wargroove (jetzt kaufen 18,98 € ) bietet komplexe Rundenstrategie, nicht nur für Neueinsteiger. Wir geben euch Tipps, mit denen ihr die Schlachten leichter für euch entscheidet. Außerdem helfen wir euch, bei einem Gefecht nicht so schnell den Überblick zu verlieren und verraten euch, auf welche Besonderheiten ihr achten solltet. Und zuletzt haben wir noch eine Liste mit den Stärken und Besonderheiten aller Einheiten für euch, inklusive einer Erklärung aller Grooves der zwölf Standard-Kommandanten.
Das Ziel vor Augen
Ihr solltet euch stets bewusst sein, dass zum Gewinnen der Schlacht in den meisten Fällen nur zwei Möglichkeiten in Frage kommen: besiegt den feindlichen Kommandanten oder dessen Basis. Plant vorerst immer, die gegnerische Basis zu zerstören. Schafft ihr es, einen Tribok in Angriffsreichweite zu bringen, braucht ihr nur zwei Angriffe, um zu gewinnen. Am besten schützt ihr eure Belagerungswaffe mit Speerkämpfern oder Soldaten und arbeitet euch Stück für Stück dem Ziel entgegen.
Kommandanten des Gegners hingegen behaltet ihr stets im Auge. Sollte sich dann eine Möglichkeit für einen schnellen Sieg anbieten, schlagt ihr schnell zu. Hierfür braucht ihr mehrere Kampfverbände. Neben starken Einheiten wie Drachen und Riesen sind vor allem kritische Treffer wichtig. Denkt auch daran, dass ihr mit euren Streitkräften mögliche Rückzugswege blockieren könnt und hetzt ihr einem Kommandanten fliegende Truppen auf den Hals, kann er nicht zurückschlagen.
Quelle: PC Games
Der feindliche Kommandant ist eingekesselt. Mit Kavallerie und Magiern lassen sich, auf Grund ihrer hohen Bewegungsreichweite, Rückzugswege blockieren.
Die wichtigste Einheit
Es ist zwar schade, wenn ihr eine teure Einheit in den Bildschirmtod schickt, aber passiert euch dasselbe mit dem Kommandanten, ist die komplette Schlacht verloren und ihr startet von vorne. Prüft deshalb bevor ihr euren Kommandanten bewegt doppelt, ob er den nächsten gegnerischen Zug
Quelle: PC Games
Autsch! Im Eifer des Gefechts übersieht man gerne die Reichweite von Triböcken, Drachen oder Kriegsschiffen. Lieber doppelt prüfen, ob euer Kommandant sicher steht.
überlebt. Besonders die Reichweite der feindlichen Drachen, Triböcke und Kriegsschiffe ist leicht zu übersehen. Da der Kommandant jedoch sowohl gut einstecken als auch austeilen kann und sich obendrein als einziger Einheitentyp im Spiel kostenlos um 5% der Trefferpunkte pro Runde heilt, solltet ihr ihn nicht abseits der Schlacht versauern lassen.
Gold und Gebäude effizient nutzen
Pro kontrolliertem Dorf bekommt ihr 100 Goldstücke zu Beginn des Zuges. Besitzt ihr mehr Dörfer als euer Gegner habt ihr also einen ökonomischen Vorteil. Wichtig dabei: Für kontrollierte Kasernen, Türme und Häfen bekommt ihr kein Einkommen.
Grundsätzlich bieten günstige Einheiten wie Soldanten und Speerkämpfer das beste Preis-/Leistungsverhältnis. Das wird am Beispiel schnell deutlich: Zwei Spielern stehen 600 Goldmünzen zur Verfügung, einer rekrutiert sechs Soldaten, der andere eine einzige Kavallerie. Mit sechs Soldaten habt ihr nicht nur eine höhere Einheitenanzahl und somit mehr Angriffe und taktische Möglichkeiten, sondern teilt auch mehr Schaden aus als der einzelne
Quelle: PC Games
Beide Parteien haben für die gleiche Menge an Gold Truppen rekrutiert. Obwohl der blaue Spieler die mächtigere Einheit befehligt, besitzt der rote Spieler die insgesamt stärkere Armee.
Reiter. Allerdings limitiert die Zahl eurer Rekrutierungsgebäude wie Kasernen, wie viele Streitkräfte ihr in jeder Runde aufs Feld führen könnt. In einem Zug steht euch deshalb mit einer Kavallerie mehr Kampfkraft zur Verfügung als mit einem einzelnen Soldaten. Und darüber hinaus müsst ihr natürlich bei der Aushebung euer Armee auf die feindliche Bedrohung reagieren.
Die richtige Armee
Die perfekte Armee gibt es in Wargroove nicht, dennoch solltet ihr einige Punkte bei der Auswahl eurer Truppen beachten. Um eure teuren und stärkeren Einheiten zu schützen, ist es sinnvoll Soldaten und Speerkämpfer als Schild einzusetzen. Besonders die Speerkämpfer bilden in Dreiergruppen auf Grund ihrer kritischen Treffer eine starke Verteidigungslinie. Achtet trotzdem immer auf die Einheitenzusammenstellung eures Gegners. Eine Verteidigung, die nur aus Speerkämpfern besteht ist wirkungslos, wenn euer Feind mit Flugeinheiten oder vom Wasser aus angreift. Habt ein Auge auf die Truppen eures Gegners und rekrutiert rechtzeitig die passenden Einheiten zum Kontern. Eine Liste der Stärken aller Streitkräfte findet ihr weiter unten im Artikel.
Zur Heilung nutzt ihr am besten den Zauber eurer Magier, beachtet dabei aber die Kosten und rechnet bei Bedarf kurz nach, ob sich die 300 Goldstücke auch wirklich auszahlen. Wenn ihr Einheiten an eigenen Dörfern heilt, müsst ihr euch bewusst sein, dass der Gegner anschließend leichtes Spiel hat, das Dorf anzugreifen und zu erobern. Das lohnt sich daher nur, wenn die Schlacht fernab eurer Produktionsgebäude stattfindet, da Truppennachschub entsprechend lange zur Front braucht.
Quelle: PC Games
Achtet gut auf die Zusammenstellung eurer Armee. Speerkämpfer sind ideal für die Front, der Tribok hingegen sollte in sicherer Entfernung plaziert werden. Magier können bei Bedarf Verbündete heilen und Bogenschützen greifen Gebäude an, ohne selbst Schaden zu erleiden.
Tipps für Missionen und KI-Gegner
In den Schlachten kann die KI durch geschicktes Positionieren eurer Einheiten beeinflusst werden. Bevor ihr eine starke Verteidigung des Gegners stürmt, prüft die Reichweiten seiner Truppen und stellt eure Armee in sicherer Entfernung auf. Nutzt anschließend eine oder mehrere entbehrliche Einheiten und platziert sie als Köder in Angriffsreichweite der feindlichen Verteidigung. Im Idealfall löst die KI ihre Defensive, greift an und schickt somit ihre Truppen in die Angriffsreichweite eurer Armee.
Quelle: PC Games
Wenn ihr vorsichtig vorgeht und eure Truppen zusammenhaltet, habt ihr gute Chancen einen Überraschungsangriff zu überstehen.
In einigen Missionen aktivieren sich Events, wenn ihr einen bestimmten Punkt des Spielfeldes erreicht. Meistens erscheinen neue feindliche Truppen und werfen eure Strategie über den Haufen. Leider ist es schwer beim ersten Mal darauf vorbereitet zu sein. Haltet eure Armee daher so gut wie möglich zusammen und bleibt in der Verteidigung bis ihr wieder die Kontrolle übernommen habt.
Transportfahrzeuge
Auch wenn ihr mit Transportfahrzeugen wie dem Wagen keinen Schaden austeilen könnt, gehören sie dennoch zu den wichtigsten Einheiten. Auf kleinen Karten könnt ihr zwar getrost darauf verzichten aber sobald das Spielfeld größer wird, solltet ihr immer eine Transportoption parat haben. Baut ihr bereits im ersten Zug einen Wagen, schafft ihr es pro Folgerunde 12 Felder weit. Damit kommt ihr eurem Gegner oft zuvor und erobert die entfernten Dörfer und Kasernen als erstes.
Quelle: PC Games
Mit einem Wagen lassen sich in nur wenigen Zügen weiter entfernte Dörfer und Rekrutierungsgebäude erreichen. Ein enormer Vorteil!
Übrigens haben Transportfahrzeuge sogar eine höhere Reichweite als Drachen und andere starke Einheiten. Ist euer Kommandant in Gefahr, kann euch der Rückzug mit dem Wagen daher im Spiel halten. Zusätzlich könnt ihr die hohe Bewegungsreichweite nutzen, um nahezu jede Lücke in eurer Verteidigung zu schließen oder um Gegner einzusperren.
Häufige Fehler
Fehlerpotential gibt es in Wargroove reichlich, darum haben wir nochmal ein paar kurze Hinweise für euch, die euch helfen, die häufigsten Ausrutscher zu vermeiden:
- Habt keine Angst Einheiten zu verlieren, denn ihr werdet es sowieso nicht schaffen, all eure Streitkräfte am Leben zu halten! Als erfolgreicher Feldherr müsst ihr gelegentlich Truppen opfern, im Idealfall versucht ihr daraus einen Vorteil zu ziehen, indem ihr gegnerische Angreifer in ungünstige Positionen zwingt.
- Unterschätzt nicht den Nutzen einer fast besiegten Einheit. Klar, wenn ihr die Chance habt, euren teuren Drachen nochmals zu retten und vollständig zu heilen, solltet ihr das machen. Aber speziell stark angeschlagene Soldaten und Speerkämpfer sind super geeignet, um den gegnerischen Vormarsch einzudämmen, indem ihr mit ihnen Wege versperrt oder dafür sorgt, dass sie einen Angriff verschwenden.
Quelle: PC Games
Obwohl sich unser Soldat kaum noch auf den Beinen halten kann, blockiert er den Rückzugsweg des gegnerischen Kommandanten.
- Nutzt eure Kaserne möglichst jeden Zug. Selbst wenn ihr auf einen Drachen oder Riesen sparen wollt, solltet ihr trotzdem nebenbei Einheiten rekrutieren. Bei Türmen und Häfen könnt ihr auch mal ein paar Runden aussetzen aber eure Kaserne(n) dürfen nicht stillstehen.
- Sofern ihr nicht einen spielentscheidenden Zug damit geplant habt, solltet ihr den Groove eures Kommandanten stets sofort einsetzen. Denn je früher der Groove genutzt wird, desto schneller habt ihr ihn ein weiteres Mal zur Verfügung.
- Plant nicht zu weit voraus und versucht stattdessen jeden Zug effektiv zu nutzen. Geht jeden Kampf ein, bei dem ihr eurem Widersacher mehr Schaden zufügt, als ihr selbst. Auf diese Weise gelangt ihr früher oder später ans Ziel.
