Visions of Mana zeigt im Test, dass Herz und Spaß manchmal das Allerwichtigste sind!
Test
Secret of Mana war eines der beliebtesten Rollenspiele für das Super Nintendo. Mit Visions of Mana will Square Enix die Genialität von einst wiederbeleben. Unser Test!
Besonders nützlich ist das Ringmenü, das seit Secret of Mana zur unverwechselbaren Grundausstattung der Serie gehört: Sobald ihr es aufruft, friert das Spielgeschehen ein und ihr könnt entweder ein Objekt oder eine Fähigkeit auswählen. Außerdem kann man im Ringmenü zwischen den Charakteren wechseln, um einem der KI-gesteuerten Helden einen einmaligen Befehl zu erteilen. Dieser wird auch in fast allen Fällen sofort ausgelöst und nur dann verschluckt, wenn er oder sie kurz darauf von einem Gegner attackiert und somit abgelenkt wird.
Wenn ihr euch von euren Gegnern zu sehr in die Ecke gedrängt fühlt, verschafft ihr euch mit einem Klassenangriff etwas Luft. Die entsprechende Energie füllt sich durch das stetige Besiegen von Feinden auf und ermöglicht bei Erreichen von 100 Prozent einen einmaligen, sehr mächtigen Angriff. Welcher Held diesen ausführt, bleibt euch überlassen. In jedem Fall ist die Energie danach aufgebraucht und muss neu gesammelt werden.
Eine große Welt für Entdecker
Visions of Mana unterscheidet sich in zweierlei Hinsicht von seinen Vorgängern: Zum einen bietet das Abenteuer eine viel größere Spielwelt, die aus mehreren großen Abschnitten besteht. Ihr könnt diese im Normalfall frei bereisen und zu bereits besuchten Orten zurückkehren. Da es jedoch klare Grenzen zwischen den Abschnitten gibt und teilweise nahtlose Übergänge fehlen, darf man sich keine Open World wie in Elden Ring (2022) oder The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom (2023) vorstellen. Struktur und Aufbau erinnern eher an Bioware-Titel à la Dragon Age: Inquisition (2014) oder Mass Effect: Andromeda (2017).
Quelle: Square Enix/Medienagentur plassma
Trotzdem gibt es einiges zu entdecken, vor allem Schatztruhen und sogenannte Elementariten, die euch wiederum Elementarpunkte schenken. Die meisten interessanten Orte sind auf der Übersichtskarte gut markiert, sodass man nicht ziellos suchen muss. Abseits davon stoßt ihr immer wieder auf Bärenhonig, den ihr wiederum bei den Mausbären abgeben und gegen allerlei Gegenstände eintauschen könnt.
Wer sich abseits der Hauptstory sowohl Geld als auch Erfahrungspunkte hinzuverdienen möchte, der kann sich einer der zahlreichen Nebenquests widmen und für zahlreiche Dorfbewohner kleine Aufträge wie das Finden eines verlorenen gegangenen Briefes erledigen. Alternativ dazu besucht ihr einen Geisterweiler und müsst innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits mehrere Gegnerwellen bekämpfen, um am Ende eine weitere Schatztruhe zu ergattern.
Quelle: Square Enix/Medienagentur plassma
Berufsvielfalt
Zum anderen sammelt ihr im Laufe der Geschichte acht Reliquien, mit denen ihr eure Recken ausrüstet. Genau genommen ist pro Held eine Reliquie erlaubt, die wiederum Beruf und Ausrüstung bestimmt. So wird Val durch die Windreliquie zum Runenkrieger, der katzenartige Morley zum Streuner und das Drachenmädchen Carina zur Tänzerin.
Für jeden Beruf gibt es eigene Waffen, die ihr entweder in der Spielwelt oder bei einem Händler kaufen könnt. Letzteres ist allerdings nur möglich, wenn man den entsprechenden Beruf bereits freigeschaltet hat. Das wiederum erfordert das einmalige Ausrüsten mit der entsprechenden Reliquie, was sich auf Dauer als mühsame Prozedur entpuppt: Man ertappt sich dabei, dass man beim Erhalt einer neuen Reliquie alle Helden nacheinander damit ausrüstet, was sich spätestens bei drei spielbaren Charakteren unangenehm in die Länge zieht.
Neue Reliquien erweitern zudem das Elementarbrett eines Charakters, wodurch in Kombination mit den bereits erwähnten Elementarpunkten frische Fähigkeiten freigeschaltet werden können. Dabei handelt es sich sowohl um passive Effekte (zum Beispiel eine bessere Verteidigung oder die Chance, einen Gegner per Spezialangriff einzufrieren) als auch um aktive Techniken, die an klassische Zaubersprüche erinnern (zum Beispiel ein kleiner Wirbelsturm oder eine Feuerfalle).
