Quo vadis, VR? Alle Systeme im Überblick
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Seit einigen Jahren versuchen uns VR-Pioniere wie Oculus Rift und auch Sonys Playstation VR mit riesigem Tamtam und Marketing-Aktionen davon zu überzeugen, dass Virtual Reality die Zukunft ist - auch die des Gaming. Doch statt sich auf breiter Front durchzusetzen, fristet VR bei Videospielern nach wie vor eher ein Nischendasein. Wird 2019 das Schicksalsjahr für Virtual Reality? Oder geht es jetzt erst richtig los?
In diesem Artikel
VR-Systeme im Überblick
Quelle: Sony
Sonys hat von seinem Playstaton VR (PSVR) bereits mehr als 3 Millionen Einheiten verkauft.
Playstation VR
Sonys VR-Lösung ist einigen vielleicht noch als "Projekt Morpheus" bekannt und ist seit Oktober 2016 und aktuell als zweite Revision im Handel und funktioniert mit jeder PS4. Playstation VR besteht aus deinem Headset mit einer Prozessoreinheit, der Playstation Kamera, Kopfhörern und den benötigten Kabeln. Playstation VR ist seit Oktober 2016 im Handel und wurde bereits mehr als 3 Millionen Mal verkauft. Beim "Mega Pack" sind zusätzlich zum beiliegenden Software PS VR Worlds die vier Spiele Astro Bot: Resuce Mission, Doom VFR, TES: Skyrim VR und Wipeout Omega Collection enthalten.
Auflösung: 2x 960x1.080 Pixel
Sichtfeld: horizontal bis 100 Grad
Bildwiederholrate: bis zu 120 Hz
Gewicht: 610 Gramm
Preis: ab ca. 299 EUR (inkl. Playstation Kamera & PS VR Worlds)
HTC Vive
Quelle: HTC
Die HTC Vive unterstützt SteamVR und OpenVR.
Das VR-Headset HTC Vive kam 2016 als gemeinsames Projekt von HTC und Valve auf den Markt. Im Lieferumfang sind neben dem Headset auch zwei Bewegungscontroller enthalten. Das externe Tracking funktioniert mit der Lasertechnik Lighthouse, die Valve entwickelt hat. Das Gerät setzt auf die Schnittstellen SteamVR und OpenVR und ist demzufolge eng mit Valves Plattform Steam verbunden.
Auflösung: 2x 1.080x1.200 Pixel
Sichtfeld: horizontal bis 100 Grad
Bildwiederholrate: bis zu 90 Hz
Gewicht: 468/561/883 Gramm (je nach Revision)
Preis: ca. 599 EUR (inkl. Controller)
HTC Vive Pro
Quelle: HTC
Dsa HTC Vive Pro wurde 2018 zum besten VR-Headset gewählt und glänzt derzeit mit der höchsten Auflösung, hat aber auch ihren Preis.
Neben der "normalen" HTC Vive hat HTC auch noch die Vive Pro im Angebot, die einige Schwachstellen des Vorgängers ausbessert und das System mittels des optionalen Vive Wireless Adapters zu wirklich kabellosem VR verwandelt, das heißt, ihr könnt euch damit frei im Raum bewegen. Da hat allerdings auch seinen Preis - und braucht einen sehr leistungsstarken PC.
Auflösung: 2x 1.440x1.600 Pixel
Sichtfeld: horizontal bis 110 Grad
Bildwiederholrate: bis zu 90 Hz
Gewicht: 1.020 Gramm
Preis: ca. ab 879 EUR
Quelle: Oculus
Die Oculus Rift ist das wohl bekannteste VR-Headset.
Oculus Rift
Die Rift machte VR für Spiele 2012 mit einer Kickstarterkampagne weltweit für Gamer bekannt. 2014 schlug Facebook zu und kaufte die Firma - für insgesamt knapp 2 Milliarden US-Dollar. Seit Anfang 2016 ist die Rift nach mehreren Entwicklerversionen (Dev-Kits) für den Endkunden im Handel und bekam mit der Go eine mobile und günstigere (ab 219 EUR) Schwester. Analysten zufolge soll Oculus mit der Kombination aus Rift und der neuen Go derzeit auf einen Marktanteil von ca. 25 Prozent am VR-Gerätemarkt erreichen.
Auflösung: 2x 1.080x1.200 Pixel
Sichtfeld: horizontal bis 84 Grad
Bildwiederholrate: bis zu 90 Hz
Gewicht: 470 Gramm
Preis: ca. 399 EUR (inkl. zwei Touch Controller)
Quelle: Samsung
Samsung macht bei den Verkäufen ihres Gear VR-Headsets zu schaffen, dass nicht mehr alle neuen Smartphones in die Halterung passen.
Samsung Gear VR
Die Gear VR ist wie die anderen Geräte auch ein sogenanntes Head-Mounted-Display, wird als auf den Kopf gesetzt. Allerdings enthält es keine Displays wie die anderen VR-Headsets, sondern die Grafikausgabe wir von deinem Samsung-Galaxy-Handy übernommen, dass dort hinein klemmst. So verwandelt sich dein Galaxy--Smartphone in ein tragbares VR-Gerät, dass du auch mit dem Gear VR Controller bedienen kannst.
Auflösung: abhängig vom eingelegten Handy
Sichtfeld: horizontal bis 101 Grad
Bildwiederholrate: abhängig vom eingelegten Handy
Gewicht: 345 Gramm
Preis: 129 EUR (inkl. Touch Controller)
Quelle: Asus
Das Microsoft-Mixed-Reality-Headset von Asus.
Microsoft Mixed Reality
Am wenigstens konnte sich auf dem VR-Markt bislang die Mixed-Reality-Lösung von Microsoft durchsetzen. Was nicht zuletzt an den gepfefferten Preisen für WMR-Brillen in Deutschland liegen dürfte. Für das Asus Windows Mixed Reality-Headset mit Motion-Controllern ruft Microsoft im eigenen Store 510 Euro auf; das gleiche Set mit einem Headset von Dell kostet mit 505 Euro nur unwesentlich weniger. Nettes Detail bei den MS-Headsets: sie besitzen ein aufklappbares Frontdisplay, dass ich hochklappen lässt, wenn ihr mal zwischendurch etwas Wichtiges in der realen Welt erledigen müsst. Nachteil hier: das bisher eher dürftige Softwareangebot an eigenen Mixed-Reality-Apps im Mirosoft Store. Allerdings könnt ihr die Brille auch mit SteamVR nutzen und habt damit auch ein breites Angebot zur Verfügung.
Auflösung: 2x 1.440x1.440 Pixel
Sichtfeld: horizontal bis 105 Grad
Bildwiederholrate: bis zu 90 Hz
Gewicht: 360-420 Gramm (je nach Hersteller)
Preis: ca. 510 EUR (inkl. Motion-Controllern)
