Unreal (dt.)

Special

Gestrandet auf einem fremden Planeten kämpfen Sie als einsamer Held in einem der besten Ego-Shooter ums Überleben.

Das üppige Waffenarsenal ist auch bitter nötig, denn Sie bekommen es mit immer stärkeren, cleveren Gegnern zu tun. Vor allem die Skaarj-Aliens agieren schlau: Sie weichen aus, suchen hinter Objekten Deckung, wechseln von Fernwaffen auf Nahkampf und bleiben fast permanent in Bewegung -- eine so gute Gegner-KI ist selbst in heutigen Shootern die Ausnahme. Überhaupt ist uns beim (Nach-)Spielen von Unreal (DT.)so richtig aufgefallen, wie wenig sich Ego-Shooter in den vergangenen Jahren weiter entwickelt haben. Meist betrafen die Neuerungen die Grafik; innovative Spielelemente oder Konzepte sind aber Mangelware.

Technische Meisterleistung

Unreal (DT.) sorgte vor allem technisch für eine Revolution und läutete die Ära der modernen 3D-Grafik ein. So beherrschte die Engine beispielsweise schon »Volumetric Lighting«, um Nebel, Rauch und ähnliche Effekte darzustellen. Auch das »Dynamic Lighting« sorgte für bis dato unerreichte Licht-Schattenspiele, die in Echtzeit berechnet wurden. Vor allem die großen Außenlevels waren beeindruckend. Spieler, die erstmals aus dem Raumschiff ins Freie traten, sahen sich oft minutenlang um und bewunderten den Wasserfall, den Himmel oder ganz einfach die Weitläufigkeit des Areals.

Die 3D-Engine war zur damaligen Zeit derart fortschrittlich, dass sogar Microsoft-Boss Bill Gates heimlich mit den Entwicklern verhandelte. Allerdings hatte Epic zu diesem Zeitpunkt bereits einen Vertrag mit Publisher GT Interactive geschlossen. Viele Firmen lizenzierten die Engine, etwa für Deus Ex und Undying.

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