Underworld Ascendant - Vorschau - Charakterentwicklung, Grafik und Release
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Bei Otherside entsteht derzeit der dritte Teil der ehrwürdigen Ultima Underworld-Reihe. Wir haben uns das ungewöhnliche Rollenspiel in einer Livestream-Präsentation angesehen - unsere Eindrücke samt Video gibt's in der großen Preview.
Underworld Ascendant Preview: Zauberei im Dunkeln
Als dritte grundlegende Spielweise führt Fielder das Magiesystem vor. Es gibt verschiedene Zauberstäbe, einer verlangsamt etwa die Zeit. Ein anderer Stab lässt Objekte schweben. In unserem Beispiel hebt der Game Director mehrere Kisten auf einmal in die Luft und ordnet sie zu einer Art Brücke an, mit der wir ungesehen an den gesuchten Questgegenstand kommen. Allerdings tut sich Fielder bei der Steuerung noch sichtlich schwer, er braucht schließlich mehrere Anläufe, bis die Kisten korrekt angeordnet sind. Danach demonstriert er, wie man sie offensiv einsetzen kann: Er lässt die Holzkisten nahe an eine Fackel schweben, bis sie Feuer fangen - anschließend mäht er sich damit mühelos durch die Untoten. Als doch mal ein Skelettgegner gefährlich nahe rankommt, lässt er ihn mit dem Zauber "Bind Spirit" erstarren.
Quelle: Otherside Entertainment
Per Magie können wir Kisten schweben lassen. Setzen wir sie vorher noch in Brand, können wir sie auch als Waffe verwenden.
Underworld Ascendant Preview: Erfahrungspunkte? Grinden? Alles Müll!
In diesem Artikel
Immer wieder während der Präsentation ertönt eine Stimme aus den Lautsprechern: "You have performed a feat!" - Euch ist eine Tat gelungen! Das bedeutet, wir haben einen Talentpunkt verdient und können eine beliebige Fähigkeit lernen oder weiter ausbauen.
Dieses System ersetzt die klassischen Erfahrungspunkte vieler Rollenspiele. Weder muss man immerzu Gegner bekämpfen ("grinden"), um einen Level aufzusteigen, noch werden Fähigkeiten durch Benutzung besser. Stattdessen soll es Unmengen verschiedener Taten geben, die man im Spiel durch fröhliches Experimentieren erreicht - etwa ein gelungenes akrobatisches Manöver, ein erfolgreicher Kampf, eine geschickter Einsatz von Magie oder eine clever konstruierte Falle. Auf diese Weise soll man stets ermutigt sein, kreativ vorzugehen. Warren Spector bekräftigt dazu per Voice Chat, was er von Erfahrungspunkten und Grinding grundsätzlich hält: "Das ist doch alles Müll."
Quelle: Otherside Entertainment
Unterirdisch heißt nicht langweilig: Underworld Ascendant soll mit abwechslungsreichen Levels glänzen.
Welche Quests man erledigt und welche man ignoriert, soll sich auch auf den Zustand der Welt auswirken: Im Spielverlauf verändern sich manche Umgebungen und werden mit neuen Gegnern bevölkert. Außerdem blendet nach jeder geschafften Mission ein Belohnungsbildschirm ein, der genau darüber informiert, wie man sein Ziel erreicht und welche Taten man dabei vollbracht hat.
Underworld Ascendant Preview: Die Grafik - Lieber bunt statt grau
Quelle: Otherside Entertainment
Underworld Ascendant setzt auf einen bunten, comichaften Look.
Über die bunte Grafik wurde schon seit der Ankündigung des Spiels hitzig in der Fangemeinde diskutiert. Otherside hat sich bewusst gegen einen realistischen, erdigeren Stil wie in Arx Fatalis entschieden, den sie als "Peter-Jackson-Herr-der-Ringe-Look mit viel Braun und Grau" beschreiben - der wäre heutzutage einfach zu beliebig. Stattdessen wählte man schon früh einen comichafteren Anstrich, der abstrakt und nicht fotorealistisch sein soll und das Gameplay in den Vordergrund rückt. Ein Nebeneffekt der kräftigen Farbgebung: Wichtige Interaktionsobjekte und Levelbereiche stechen so deutlicher in den schummrigen Gewölbe, Höhlen und Gebäude heraus. Während die Levelarchitektur, die ebenso gut aus einem Darksiders -Spiel stammen könnte, in unsere Demo bereits stimmungsvoll wirkt, kommen die Gegner dagegen noch ungelenk animiert, detailarm und schlichtweg nicht bedrohlich daher. Wir hoffen, dass die Grafiker hier noch ein paar Schippen drauflegen! Das gilt natürlich auch für die NPCs, denen man im Spielverlauf begegnen wird - immerhin betrachten wir die Figuren durch die Ego-Perspektive aus unmittelbarer Nähe.
Trotz des bunten Grafikstils soll sich Underworld Ascendant seiner Wurzeln völlig bewusst sein: Auch ohne "Ultima" im Titel knüpft der Teil an die beiden Vorgänger an, spielt am gleichen Ort, bringt sogar einige alte Charaktere zurück. Fielder erklärt, dass man Underworld Ascendant zwar ganz ohne Vorkenntnisse spielen kann, doch es soll trotzdem viele Details und Anmerkungen geben, die sich explizit an Fans der 26 Jahre alten Vorgängerteile richten.
Underworld Ascendant Preview: Release noch in 2018?
Quelle: Otherside Entertainment
Underworld Ascendant ist nichts anderes als Ultima Underworld 3 - nur eben ohne "Ultima" im Titel.
Das zum Teil per Kickstarter finanzierte Rollenspiel soll offiziell noch in diesem Jahr erscheinen. Angesichts der Gameplay-Demo, die Otherside uns vorführte, haben wir daran allerdings noch unsere Zweifel: Egal ob kämpfen, springen oder das Errichten magischer Kistenstapel, alles wirkte noch reichlich ungeschliffen und unfertig, selbst der Entwickler hatte beim Vorspielen sichtbare Mühe, alle Features ordentlich zu präsentieren. Auch waren von wichtigen Spielelementen wie Inventar, Charaktermenü, Dialogen, Quests und NPCs noch nichts zu sehen und das Interface wirkte wie ein Platzhalter. Da das Rollenspiel laut Entwickler immer noch in der Pre-Alpha-Phase steckt, dürfte es auch noch eine ganze Weile auf sich warten lassen. Wir rechnen frühestens 2019 damit.
Nebenbei ist Otherside Entertainment noch mit einem weiteren prominenten Projekt betraut: Während ein Teil des Studios in Bosten, Massachusetts an Underworld Ascendant arbeitet, gibt es noch ein zweites Team in Austin, Texas, das unter der Leitung von Warren Spector am heiß ersehnten System Shock 3 werkelt.
