Underworld Ascendant in der gamescom-Vorschau: Große Erwartungen, große Ambitionen, große Enttäuschung?

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Underworld Ascendant in der gamescom-Vorschau: Große Erwartungen, große Ambitionen, große Enttäuschung?
Quelle: Otherside Entertainment

Bereits im Januar haben wir uns mit den Entwicklern von Otherside Entertaiment getroffen und eine erste Alpha-Version von Underworld Ascendant spielen dürfen. Auf der gamescom gab es nun ein Wiedersehen und natürlich waren wir heiß darauf, zu erfahren, was sich in den vergangenen sieben Monaten getan hat. Alles Wichtige zum geistigen Ultima-Underworld-Nachfolger lest ihr in unserer Vorschau.

Wie bereits zu Jahresbeginn luden die Entwickler von Otherside Entertainment uns auf der gamescom ein, eine Demo-Version ihres kommenden Rollenspiels Underworld Ascendant (jetzt kaufen / 25,49 € ) auszuprobieren. Diese entführte uns erneut in den Höhlenkomplex des Stygian Abyss - ein Gefängnis, das Fans der Ultima-Reihe bereits kennen dürften. Steckte der Untergrund in den früheren Spielen jedoch noch voller Leben, präsentiert er sich nun vollkommen verlassen. Daher ist es jetzt unsere Aufgabe, herauszufinden, was passiert ist und uns den Gefahren zu stellen, die in den Tiefen des Dungeons warten.

Unser Held muss dabei allerdings ohne die rollenspieltypischen Charakterklassen auskommen. Die Macher fanden diese laut eigener Aussage zu limitierend. Stattdessen wollen Otherside Entertainment es jedem Spieler ermöglichen, seinen ganz eigenen Spielstil zu finden - sei es nun als Kämpfer, Magier oder schleichender Meuchelmörder. Dafür können wir die Skillpunkte, die wir im Laufe des Spiels verdienen, in die drei entsprechende Bereiche investieren und uns so einen Charakter erstellen, der genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Keine fixen Klassen, dafür zufällige Quests

Underworld Ascendant in der gamescom-Vorschau (2). Quelle: Otherside Entertainment Underworld Ascendant in der gamescom-Vorschau (2). Um uns dieses Konzept vorzuführen, stellten uns die Entwickler zu Beginn der Demo drei sogenannte "Hero Kits" zur Verfügung - quasi Bündel verschiedener Talente, Gegenstände und Fähigkeiten. So konnten wir etwa zwischen einem auf Nahkampf ausgelegten Combat Kit, einem Stealth Kit und einem Magic Kit wählen. Da Letztere allerdings weitaus weniger Angriffsmöglichkeiten zu bieten hatten und mehr aufs Ausweichen ausgelegt waren, griffen wir natürlich zum Schwert.

Zentraler Punkt des Stygian Abyss ist das Quest Board, an dem wir alle verfügbaren Aufträge finden. Zwar hatten die Entwickler auch über einen Open-World-Dungeon nachgedacht, diese Idee aber schnell wieder verworfen. Zu groß war die Angst vor Underworld Ascendant in der gamescom-Vorschau (3). Quelle: Otherside Entertainment Underworld Ascendant in der gamescom-Vorschau (3). einem "Walking Simulator", in dem Spieler nur herumlaufen, ohne dass etwas passiert. Mit dem Quest Board, gelangt ihr nun stattdessen direkt zur Action.

Im fertigen Spiel soll es diverse Aufträge geben - wie zum Beispiel Erkundungsquests, während der wir uns durch einen Dungeon schlagen und alle Areale entdecken müssen Alternativ gilt es, alle Gegner in einem bestimmten Bereich zu erledigen, Items zu finden oder Beobachtungen abzuschließen. Die Aufgaben, die uns im Stygian Abyss erwarten, werden zufällig ausgewählt. Auch bei mehreren Spieldurchläufen bekommen wir es also immer mit unterschiedlichen Quests zu tun, die alle die Story vorantreiben. In der Demo war unser Ziel etwa, 51 Prozent einer Dungeon-Karte aufzudecken. Dafür springen wir in ein Portal und lassen uns ins Level teleportieren.

Rhythmische Gefechte und Ressourcenknappheit

Underworld Ascendant in der gamescom-Vorschau (4). Quelle: Otherside Entertainment Underworld Ascendant in der gamescom-Vorschau (4). Auf der anderen Seite erwartet uns der Silver Sapling - ein Überbleibsel aus dem originalen Ultima Underworld. Diesen können wir in ein Stück Erde pflanzen und erhalten so einen Respawnpunkt. Darüber hinaus steht uns eine Karte zur Verfügung, auf der wir nicht nur Wegpunkte hinterlassen, sondern auch zu jeder Markierung eine kurze Notiz schreiben können. Eine Fackel suchen wir vergebens, um uns in der dunklen und verwinkelten Höhle zurechtzufinden brauchen wir daher andere Lichtquellen wie beispielsweise tragbare Kerzenständer. Alternativ gibt es auch einen glühenden Dolch, dessen Mehrwert im Kampf so gering ist, dass er sich eher als Leuchte eignet.

So gewappnet, begeben wir uns auf unsere Erkundungstour. In der Untergrund-Welt von Underworld Ascendant gibt es einiges zu entdecken. Underworld Ascendant in der gamescom-Vorschau (5). Quelle: Otherside Entertainment Underworld Ascendant in der gamescom-Vorschau (5). Hinter jeder Ecke warten Geheimnisse, Truhen und Items nur darauf, von uns gefunden zu werden. Kleinere Gegenstände landen dabei in einem unserer Inventar-Slots. Ausrüstung wird hingegen automatisch angelegt. Helme, Rüstungen und dergleichen verbessern unsere körperliche Widerstandsfähigkeit. Handschuhe werden sogar ingame angezeigt und verändern unser Aussehen. Über allzu viel Loot dürfen wir uns aber nicht freuen. Das First-Person-RPG besticht nämlich durch eine enorme Ressourcenknappheit. Zudem verlieren wir ziemlich schnell Mana und Lebenspunkte. Damit wollen uns die Entwickler dazu bringen, bedächtig mit unseren verfügbaren Mitteln umzugehen.

Underworld Ascendant in der gamescom-Vorschau (6). Quelle: Otherside Entertainment Underworld Ascendant in der gamescom-Vorschau (6). Auch in Kämpfen gilt es, aufmerksam zu sein. Unsere Gegner erscheinen nämlich zufällig und nehmen uns direkt ins Visier, wenn wir nicht vorsichtig sind. In unserer Demo bekommen wir es zumeist mit Skelettkriegern zu tun, denen wir mit leichten und schweren Attacken zusetzen, während wir tänzelnd ausweichen und blocken. Dabei kommt so etwas wie ein Rhythmus auf, zwischen Spieler und Gegner entwickelt sich ein reges Hin und Her.

Mehrere Wege führen zum Ziel

Auch die Umwelt stellt uns hier und da vor kleinere Herausforderungen - etwa mit Sprungpassagen oder schwingende Axtfallen. Kurz vor Ende des Levels finden wir uns zudem in einem Raum wieder, dessen einziger Ausgang durch ein Underworld Ascendant in der gamescom-Vorschau (7). Quelle: Otherside Entertainment Underworld Ascendant in der gamescom-Vorschau (7). Metallgitter verschlossen ist. Hier müssen wir uns also selbst einen Weg nach draußen suchen. Wir entscheiden uns am Ende dafür, eine der herumstehenden Kisten aufzuheben und als Kletterhilfe zu benutzen. Die Entwickler verraten uns im Nachgang jedoch, dass wir genauso gut den Holzboden mit dem Schwert zerhacken oder einfach anzünden hätten können. In Underworld Ascendant gibt es also nicht nur eine richtige Lösung, sondern verschiedene Wege, die zum Ziel führen. Unserer Kreativität sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. Überzeugen könnt ihr euch davon ab dem 15. November. Dann erscheint Underworld Ascendant für den PC. Eine Konsolenversion für PS4, Xbox One und Nintendo Switch ist ebenfalls in der Mache, hier steht ein Releasedatum aber noch aus.

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