Über 100 Mio. Spieler: Warum Rainbow Six Siege komplexer, langlebiger und eSport-tauglicher ist als viele Konkurrenten.
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Rainbow Six Siege ist kein schneller Shooter - es ist eher ein taktisches System. Damit hebt es sich von Konkurrenten wie Counter-Strike, Call of Duty und Co. ab. Die Karten sind dynamisch, Vorbereitungsphasen bestehen aus einer taktischen Aufstellung statt einem einfachen Waffenkauf, und über 70 Operatoren mit eigenen Fähigkeiten müssen gelernt werden.
Das, was für viele auf den ersten Blick abschreckend klingt, hat über die letzten zehn Jahre immerhin über 100 Millionen Spieler zum Kampf um die Bombe gelockt. Ubisoft spricht nach aktuellen Angaben von mehr als 2,5 Millionen täglichen Nutzern.
Quelle: PC Games
Cosplay oder Trikot? Hauptsache die Liebe zum Spiel wird demonstriert.
Es ist wohl genau diese Komplexität, die Rainbow Six Siege die Türen in den eSports geöffnet hat. Immerhin hat sie auch einen großen Vorteil. Zuschauer von Counter-Strike- und Valorant-Matches sind tendenziell eher selbst Spieler. Rainbow-Six-Matches sind auch ohne viel Vorwissen unterhaltsam zu schauen. Obwohl das Spiel mehr Strategie fordert als die anderen beiden Taktik-Shooter, ist Siege deutlich dynamischer: Türen werden verbarrikadiert, Kameras platziert, Drohnen durch die Gegend geschickt und Fallen gelegt - fast wie in einem Heist- oder Agenten-Film.
Das erklärt auch den gewaltigen Ansturm auf Events wie das Munich Major 2025 oder eben das diesjährige Invitational in Paris - der Weltmeisterschaft in Rainbow Six.
Ein Jahr lang haben Teams aus der ganzen Welt die Möglichkeit, bei kleineren und größeren Events Punkte zu sammeln, um sich für das große Finale zu qualifizieren. Für das Zehnjährige hat es sich Ubisoft nicht nehmen lassen, in Paris zu feiern, während es 2027 nach Brasilien geht - ein Land mit sehr starker Community.
Quelle: PC Games
Für das Six Invitational hat Ubisoft eine eigene Bühne für die Adidas Arena bauen lassen - inklusive Bildschirme und einem kleinen Indoor-Blumenbeet.
Mit dem eSports World Cup in Saudi-Arabien und dem Major in Japan erweitert Ubisoft außerdem das internationale Netzwerk. Märkte, die bislang nicht als klassische Shooter-Hochburgen gelten, rücken damit stärker in den Fokus.
Parallel dazu wurde Rainbow Mobile weltweit veröffentlicht - ein weiterer Schritt, um neue Zielgruppen zu erschließen. Zunächst ist der mobile Ableger noch nicht für den EWC geplant - das wird aber wohl nur eine Frage der Zeit sein.
eSport entsteht aus der Community
Wie gut die Community Rainbow Mobile annehmen wird, steht auf einem anderen Blatt. Wenn klassischer Sport und eSport eine Sache gemeinsam haben, dann wohl die Energie aus den Fanreihen.
Fußballfans gehen zum Lieblingsverein, machen den Fernseher an oder spielen vielleicht sogar selbst in einem kleinen Verein, um eines Tages selbst ein Star zu werden. Oder alternativ das ein oder andere Bier nach getanem Training den Rachen hinunterzugießen.
Quelle: PC Games
Neben der Show warten einige Fressbuden auf die Fans.
Auf die großen Geschehnisse des Sports haben sie hingegen wenig Einfluss. Je nach Vereinsstruktur können Fans als Vereinsmitglieder in einigen Themen mitreden und ihre Stimme in Form von Abstimmungen einbringen. Das sind dann aber lediglich Veränderungen im Verein. Das große Ganze wird sich kaum ändern. Entsprechend stehen Sportverbände immer wieder in der Kritik - ganz egal, ob Fußball, Basketball oder sonst eine international beliebte Sportart.
Im eSport sind die Verbände und Entwickler meist in einem Haus oder zumindest im engen Austausch. Ob ein Spiel zum eSport wird, entscheidet am Ende nicht der Publisher. Kalkulieren lässt sich das als Entwickler nur schlecht. Daran sind schon genug Spiele gescheitert. Erst in diesem Jahr ereilte Highguard genau dieses Schicksal.
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Joshua Mills präsentiert jedes Jahr die neuesten Änderungen und Pläne für das kommende Jahr.
Das weiß auch Creative Director Joshua Mills: "Für mich persönlich war es damals bei den ersten Invitationals so: Wenn man diese Momente erlebt, wenn zum ersten Mal der Hammer gehoben wird dann verändert sich etwas. .Wir sind schon lange dabei, wir haben viele Turniere gespielt, viele Hämmer wurden gehoben. Aber ein Spiel wird erst dann wirklich zu einem vollwertigen eSport, wenn die Community es als solchen akzeptiert."
