Two Point Museum ist die Aufbau-Sim, auf die alle gewartet haben - so spaßig war es im Museum noch nie!

Test Olaf Bleich Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Two Point Museum ist die Aufbau-Sim, auf die alle gewartet haben - so spaßig war es im Museum noch nie!
Quelle: SEGA

In Two Point Museum seid ihr Kurator eurer eigenen Ausstellung. Two Point Studios liefern mit ihrem neuesten Aufbauspiel wieder einen echten Wirtschaftssimulations-Hit ab!

Die Freude am Bauen, Ausbessern und Individualisieren entsteht vor allem durch die gelungene Steuerung. Selten hat es in einem Aufbauspiel so viel Spaß gemacht, neue Tapeten an die Wände zu kleben oder Dekoobjekte wie Pflanzen, Hinweistafeln oder Aufsteller zu platzieren. Das Spiel greift bei solchen Umbauarbeiten unterstützend ein und verhindert so Frust.

So springt zum Beispiel eine Wandtafel automatisch in Position und kann gar nicht erst auf den Boden gehängt werden. Drohen sich Objekte zu überlappen, weist das Spiel darauf hin. Und sollte es doch einmal zu Engpässen kommen, machen euch dicke Ausrufezeichen darauf aufmerksam. Man muss also keine Tine Wittler sein, um in Two Point Museum immer wieder Minuten über Minuten in das Dekorieren zu stecken.

Schließlich gehört das Ganze ja auch zum Gameplay: Das Verschönern der Räume erhöht den Dekorationswert und damit das Erlebnis für die Besucher. Einziger Wermutstropfen: Wie wir die Deko-Gegenstände um ein Exponat herum anordnen, ist meist egal. Solange sich alles im farblich markierten Bereich befindet, gibt es den Bonus. Ob es gut, passend oder gar sinnvoll aussieht, ist egal. Wand- und Bodendekor spielen keine Rolle.

Viele Besucher Quelle: Medienagentur plassma / Olaf Bleich Immerhin müssen wir variieren, denn neben dem Deko-Wert gibt es auch noch die Punkte Begeisterung und Wissen, die mit den richtigen Gegenständen und Kombinationen verbessert werden können. Auch hier gilt: Je mehr wir aus den Möglichkeiten herausholen, desto spendabler sind unsere Besucher.

Eine wichtige Rolle im Mikromanagement spielen im Verlauf die Forschung und auch das Anbringen von Attributpunkten an den Exponaten. Mit den Edelsteinen, die an den Sockelpunkten angebracht werden, verleihen wir den Exponaten einen zusätzlichen Boost und erhöhen beispielsweise die Verweildauer der Besucher oder deren Begeisterungsgrad. Sollte der Platz einmal knapp werden, kaufen wir neue Grundstücke hinzu.

Forschung, Expeditionen und auch Optimierung gehen in der Progression Hand in Hand. Und obwohl sich die Abläufe wiederholen, ist Two Point Museum jederzeit motivierend - vor allem aber macht es einfach unheimlich viel Spaß, mit dem Gebotenen zu experimentieren. Das Schöne daran ist, dass wir uns nicht nur an den Zahlenspielereien erfreuen, sondern auch individuell-hübsche Räume und Museumsanlagen kreieren.

Dabei legen wir auch fix und komfortabel Routen für Führungen fest und bestimmen durch Türen und Passagen einen Pfad durch die Anlagen. Besagte Spezialräume können wir sogar mit Personaltüren abschließen und besonders wertvolle Bereiche durch einen Sicherheitsraum mit Kameras und Security sichern.

Map Quelle: SEGA Das klingt alles kompliziert, funktioniert aber in Two Point Museum in der Regel ausgezeichnet und vor allem ausgesprochen handlich. Auch die unterschiedlichen Gästetypen wie etwa Kinder, Goths oder Professoren mitsamt ihren Bedürfnissen bringen lediglich eine weitere Ebene im Management hinzu.

Wirkliche Mängel gibt es in diesem Wirtschaftsspiel nur selten: Das Management der Aquarien fiel für unseren Geschmack ein wenig ab. Zum einen waren die kleinen Südseebewohner schwer zu handeln, zum anderen war ihr Verhalten nicht direkt nachvollziehbar. So zeigt das Spiel zum Beispiel nicht ausreichend an, wenn Raubfische andere Fische fressen.

Ohnehin ist die Handhabung lebendiger Exponate wie Fischen oder auch Pflanzen etwas diffiziler und nicht ganz so handlich wie andere Bereiche. Hier fehlt es Two Point Museum - wie schon bei seinen Vorgängern - etwas an Nachvollziehbarkeit.

Wertung zu Two Point Museum (PC)

Wertung:

9.0 /10
Fazit

Two Point Studios gelingt einmal mehr der Spagat zwischen Spaß, Anspruch und Zugänglichkeit: Two Point Museum ist ein Aufbau-Zeitfresser und trumpft mit Humor, Handling und Vielseitigkeit auf.

Two Point Museum ist ab dem 4. März 2025 erhältlich und erscheint neben dem PC, auf dem wir das Spiel getestet haben, auch noch für die PlayStation 5 und die Xbox Series X/S. Eine Umsetzung für die Nintendo Switch ist derzeit nicht angekündigt. Transparenzhinweis: Die Testversion des Spiels wurde von Publisher zur Verfügung gestellt.

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