Two Point Museum gespielt: Ich wünsche mir wieder mehr solcher Spiele!
Kolumne
Redakteur Vik hat Two Point Museum ein paar Stunden gespielt und wurde dabei ganz nostalgisch. Wo sind all die satirischen Wirtschaftssimulationen von damals nur hin?
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Ich weiß auch jetzt schon, dass mich Two Point Museum in der fertigen Version lange an den Bildschirm fesseln wird, weil es verschiedene Themenbereiche geben wird. Nachdem ich genug Aufgaben im Startgebiet erfüllt hatte, wurden wie in der Reihe üblich weitere Levels zugänglich. Und das Coole daran: Jedes davon hat ein anderes Museumsthema.
In einem alten, heimgesuchten Hotel wird es zum Beispiel übernatürlich. Dort stelle ich keine Fossilien aus, sondern verfluchte Objekte wie eine Puppe, die mich immer fixiert, egal, wie ich die Kamera drehe. Creepy! Sogar waschechte Geister kann ich bei den Expeditionen in die Unterwelt fangen und dann im Museum zur Schau stellen. Da freuen sich die schaulustigen Besucher - außer die Gespenster büchsen mal aus. Dann ist das Geschrei groß.
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Gute Balance
Dabei trifft Two Point Museum auch genau diesen Sweet Spot zwischen genug Spieltiefe, ohne dabei aber überkomplex zu sein. Wenn ich zum Beispiel detaillierte Infos zu den Museumsbesuchern haben möchte, kann ich die jederzeit in den Statistiken nachsehen. Aber solche Dinge sind nicht nötig, um erfolgreich zu sein. Wenn ich mich lieber einfach nur auf eine schön gestaltete Ausstellung konzentrieren will, geht das ganz genauso.
Und bitte versteht mich nicht falsch, ich bin komplexen Spielen ganz und gar nicht abgeneigt. Eher im Gegenteil. Alleine dieses Jahr habe ich hunderte von Stunden in ARA: History Untold und Hearts of Iron 4 versenkt. Speziell für das zweite muss man beinahe schon studiert haben, um all die Mechaniken zu verstehen. Viel komplexer als die Globalstrategie von Paradox geht's kaum.
Doch es geht mir an dieser Stelle um die Abwechslung. Nicht immer will ich mich in endlose Schichten von Spielmechaniken und viel theoretisches Wissen reinfuchsen. Manchmal möchte ich nach einem anstrengenden Tag lieber unbeschwerte, alberne Unterhaltung der Sorte Two Point genießen. Einfach mal locker flockig ein paar neue Mitarbeiter fürs Museum einstellen, die Räumlichkeiten nach meinem Geschmack anpassen und mit einem Lächeln zusehen, wie alles läuft.
Was ich an den Two-Point-Spielen übrigens auch schätze, ist, dass sie genau den Mittelweg zwischen AAA-Blockbuster und Indiespiel beschreiten. Auch das gibt es heutzutage nicht mehr so häufig. Und wenn, dann sind das meist Early-Access-Spiele. Nicht so bei Two Point. Da kriege ich für schnuckelige 30 Euro fertige Spiele, die mir locker 50 Stunden gute Unterhaltung bieten. Und wenn ich noch mehr will, kommen später auch DLC-Erweiterungen.
Weiß genau, was es sein will
Man merkt bei Two Point Museum, dass die Entwickler inzwischen ganz genau wissen, was sie da machen. Sie kennen ihre Zielgruppe, die haben ihren Humor feingeschliffen und sie setzen jedes ihrer Settings mit passenden Spielmechaniken sinnvoll um. Dadurch entsteht dieser gute Mix aus dem Gefühl, genau zu wissen, was man erwarten kann und dennoch bekommt man genug frische Elemente, um mit jedem neuen Teil Spaß zu haben.
Und genau darum geht es ja: Spaß am Spiel. Das Leben ist schon ernst genug. Da darfs gerne öfter mal ein humoriges Strategiespiel sein als Ausgleich. Also liebe Entwickler: Nehmt euch ein Beispiel an den Two-Point-Spielen und bringt doch bitte öfter die Satire zurück ins Strategiegenre. Mich würde es sehr freuen! Und wenn ich mir Steambewertungen der Two-Point-Spiele so ansehe, bin ich mit diesem Wunsch offenbar auch nicht allein. Wie seht ihr das? Vermisst ihr auch humorige Strategiespiele oder seid ihr dahingehend gut bedient? Schreibt's gern in die Kommentare.
