Transport Fever 3: Das Schönbau-Paradies bekommt deutlich komplexere Wirtschaftssysteme
Special
Wir hatten auf der Gamescom die Gelegenheit, das vor Kurzem angekündigte Transport Fever 3 zu spielen und uns ein genaues Bild von der aufgebohrten Wirtschaft zu machen.
Arbeiter in die Fabrik
Kommt unsere Ware schließlich endlich bei einer Fabrik an, müssen wir diese nicht mehr vor den Toren abladen. Zumindest für LKWs haben die Industrien nun direkt integrierte Be- und Entladepunkte. Das hat uns richtig gut gefallen, weil es einfach realistisch aussieht, wenn die Trucks direkt in die Fabrik fahren. Allgemein finden wir es klasse, dass an den Industrien jetzt direktes visuelles Feedback für deren Arbeit zu erkennen ist.
Damit sind wir aber noch nicht am Ende der Optimierungsfahnenstange angelangt. Industrien können von uns jetzt noch zusätzlich gepusht werden. Dazu verlangen die Betriebe zum einen Arbeitskräfte und zum anderen teilweise sogar selbst bestimmte Waren. So sollen wir eine Ölraffinerie neben Arbeitern auch mit Werkzeugen beliefern. Während wir also Buslinien aus der nächstgelegenen Stadt einrichten, müssen wir bei der Verteilung unserer Endprodukte nicht nur an die Bedürfnisse der Städte denken.
In der Folge dürften daraus wahrlich komplexe Transportketten und Logistikherausforderungen entstehen. Eine Herausforderung, auf die wir uns aber freuen, denn in dem Bereich waren die Vorgänger auf jeden Fall noch zu einfach gestrickt. Und wir haben ja noch gar nicht die neuen Industrien und Transportmöglichkeiten erwähnt.
Quelle: Urban Games
In dieser Glasfabrik liefern unten rechts unsere LKWs den Sand an, der dann sichtbar über Förderbänder in das Gebäude transportiert wird. Am Ende entsteht Glas, das auf der linken Seite des Geländes gelagert wird.
Offshore-Industrie und Aufträge
Mit Betrieben wie einer Fischzucht, einem Sandbagger oder Ölplattformen gibt es jetzt auch Offshore-Industrie. Damit gewinnen Schiffe als Transportmittel deutlich an Bedeutung. Oder wir nutzen die neuen Hubschrauber, die auch hervorragend geeignet sind, um Waren und Menschen auf unsere Ölplattform vor der Küste zu bringen.
Um den Spieler beim dauerhaften Optimieren noch weiter zu fordern, haben sich die Entwickler auch ein Element beim Konkurrenten Railway Empire abgeschaut. So können jetzt immer wieder zufällig sogenannte Anschlussmissionen auftauchen. Dabei beauftragt uns also eine Industrie, sie an unser Transportnetzwerk anzuschließen und ihre Waren an ihren Zielort zu verbringen.
Quelle: Urban Games
Eine mächtige Ölplattform können wir dank der neuen Hubschrauber auch auf dem Luftweg versorgen.
Diese Aufträge sind sehr lukrativ. So bekommen wir meist einen finanziellen Vorschuss und dann nochmal eine dicke Belohnung beim Abschluss, aber auch harte Strafen, sollten wir es nicht in der vorgegebenen Zeit schaffen. Dabei geht es zudem nicht immer um Geld, sondern auch mal um Ansehen. Über das dahintersteckende System wollten uns die Entwickler allerdings noch nichts verraten.
Mehr Herausforderung, mehr Spielspaß
Fast anderthalb Stunden konnten wir mit Transport Fever 3 verbringen und haben doch das Gefühl, gerade einmal an der Oberfläche gekratzt zu haben. Es war aber bereits sehr gut zu erkennen, dass sich die Entwickler viele Gedanken gemacht haben, wie das Spiel noch mehr längerfristigen Spaß bieten kann.
Für Schönbauer wird es wohl wieder das Maß aller Dinge. Denn nirgends können wir in solch hübscher Optik den Traum von der virtuellen Modellbahnanlage besser umsetzen. Mit den neuen Landschaften, der aufgeborten Engine und noch mehr Transportmöglichkeiten geht das so vielseitig wie noch nie.
Aber wirklich gefallen hat uns die deutlich gesteigerte Komplexität des ganzen Wirtschaftssystems. Das soll laut den Entwicklern übrigens auch für eine wesentlich herausforderndere Kampagne sorgen. Diese wird uns wieder durch die drei Epochen der Transportgeschichte führen, die auch im Vorgänger schon den Takt vorgegeben haben. Wir freuen uns auf jeden Fall darauf, nächstes Jahr noch tiefer in die Wirtschaftssimulation zu versinken.
Meinung
Transport Fever 3 wird vom schweizerischen Studio Urban Games entwickelt und vertrieben. Die Wirtschaftssimulation soll 2026 für PC, Playstation 5 und Xbox Series S/X erscheinen. Einen genauen Termin gibt es bisher nicht. Transparenzhinweis: Diese redaktionelle Vorschau entstand auf Basis einer Gamescom-Demo.
