The Expanse: Osiris Reborn hat uns in der Gameplay-Präsentation richtig begeistert

Special Matthias Dammes
The Expanse: Osiris Reborn hat uns in der Gameplay-Präsentation richtig begeistert
Quelle: Owlcat Games

Wir haben auf der Gamescom eine ausführliche Gameplay-Demo von The Expanse: Osiris Reborn gesehen und sind nach wie vor sehr begeistert vom Rollenspiel. Mass-Effect-Fans sollten das Spiel auf ihrer Liste haben.

Eine der überraschendsten Neuankündigungen auf dem Summer Game Fest vor einigen Wochen war The Expanse: Osiris Reborn. Eine der beliebtesten Science-Fiction-Serien bekommt ein eigenes Rollenspiel serviert. Entwickelt wird der Titel von Owlcat Games, die mit der Pathfinder-Reihe und Warhammer 40k: Rogue Trader bereits sehr viel Erfahrung im Genre gesammelt haben. Mit Osiris Reborn entfernt sich das Studio aus Zypern jedoch von seinen CRPG-Wurzeln und entwickelt erstmals ein Third-Person-Rollenspiel im Stile von Mass Effect.

Auch dieser Umstand hat bei vielen Spielern für Vorfreude gesorgt. Nun hatten wir die Gelegenheit, die Entwickler von Owlcat auf der Gamescom in Köln zu besuchen und einer ausführlichen Präsentation beizuwohnen. Selber spielen konnten wir The Expanse dabei zwar leider noch nicht, aber selbst das Zuschauen hat bereits unheimlich viel Spaß gemacht. Dabei wurde auch schnell klar, dass die Vergleiche mit Mass Effect nicht von ungefähr kommen. Doch der Reihe nach.

Ein Söldner und sein Zwilling

Das Spiel läuft parallel zu den Ereignissen der ersten beiden Romane beziehungsweise der ersten zweieinhalb Staffeln der TV-Serie ab. Das, was in dieser Zeit in der Vorlage passiert, dient jedoch nicht nur als entfernte Hintergrund-Kulisse, sondern hat direkten Einfluss auf die Handlung des Spiels.

So wissen wir bereits, dass sich unser Protagonist während des Ausbruchs des Protomoleküls auf Eros befindet. Wir können uns zwar gut vorstellen, dass das Spiel genug erklärt, damit auch Neueinsteiger der Story folgen können, aber Kenner der Vorlage werden vermutlich ein besseres und intensiveres Spielerlebnis haben.

Der Spieler übernimmt die Rolle eines Söldners, der frei gestaltet werden kann. Das betrifft Geschlecht, Aussehen und auch die Herkunft. Ihr bestimmt also, ob euer Held von der Erde, vom Mars oder aus dem Gürtel kommt. Das hat zum einen Auswirkungen auf das physische Erscheinungsbild des Charakters - Belter sind zum Beispiel deutlich größer -, zum anderen reagieren die Bewohner der Spielwelt anders. So wird einem Marsianer nach den Ereignissen um die Canterbury auf Ceres nicht gerade mit Freundlichkeit begegnet.

Ganymed und Cere sind nur zwei der Orte, die wir im Laufe des Spiels aufsuchen werden. Quelle: Owlcat Games Ganymed und Cere sind nur zwei der Orte, die wir im Laufe des Spiels aufsuchen werden. Die von den Entwicklern vorgeführte Demo des Spiels beginnt nach den Ereignissen auf Eros. Der Protagonist ist mit seinem Zwillingsbruder mit einem von Protogen gestohlenen Schiff vom Asteroiden entkommen und zu seiner Heimatbasis, der Pinkwater 4 Station, zurückgekehrt. Unser Held wird in The Expanse immer einen eineiigen Zwilling haben. Erstellt ihr euch also eine weibliche Protagonistin, hat diese entsprechend eine Schwester. Der Zwilling ist der erste Gefährte für unser Abenteuer, nimmt also eine deutlich aktivere Rolle ein als zum Beispiel der Zwilling in Mass Effect: Andromeda.

Die Pinkwater-Station dient der Söldnertruppe unseres Helden als Hauptquartier und unsere Aufgabe ist es, unserem Kommandanten Bericht zu erstatten. Während des Gesprächs gibt es immer wieder Entscheidungen zu treffen, unter anderem schließlich eine mit weitreichenden Konsequenzen. Das Spiel sagt uns das natürlich nicht, aber die Entwickler haben uns diesmal darauf aufmerksam gemacht, um in der Folge immer wieder auf die Folgen unserer Entscheidung, die sich durch die gesamte restliche Demo ziehen, hinweisen zu können. Für den Protagonisten und seine Begleiter gilt es, nach dem Gespräch von der Station zu fliehen, was leichter gesagt ist als getan.

Pinkwater-Station ist die Heimat der Pinkwater-Söldnertruppe der auch unser Protagonist angehört. Quelle: Owlcat Games Pinkwater-Station ist die Heimat der Pinkwater-Söldnertruppe der auch unser Protagonist angehört.

Atmosphärische Erkundung

Vorher kommen wir aber noch kurz zu den ruhigen Erkundungsmomenten, die wir auf dem Weg zum Kommandanten auf der Station erlebt haben. Hierbei hatten wir die Gelegenheit die Expanse-Stimmung einzufangen, die den Entwicklern wirklich hervorragend gelungen ist. Wir sehen Symbole und Hinweise, die deutlich machen, dass die Söldner in Verbindung mit den United Nations der Erde stehen. Auf einem großen Bildschirm laufen Nachrichten, die noch immer die berühmte "Remember the Cant"-Rede von James Holden ausstrahlen.

Gefallen hat uns auch, dass die Entwickler sich bei der visuellen Umsetzung nicht ausschließlich an der TV-Vorlage orientieren, sondern auch Aspekte aus den Büchern einbauen, die in der Serie mangels Budget nicht so umsetzbar waren. So sind die Gürtler ausnahmslos deutlich größer als Marsianer und Erdler. Auch an ihrem Habitus sind die verschiedenen Bewohner des Sonnensystems klar erkennbar. Gürtler nutzen zur Kommunikation neben ihrer typischen Belter-Kreol-Sprache auch ihre unverkennbaren Gesten.

The Expanse: Osiris Reborn soll viele bekannte Schauplätze aus der Vorlage enthalten. Quelle: Owlcat Games The Expanse: Osiris Reborn soll viele bekannte Schauplätze aus der Vorlage enthalten.

Skillchecks erleichtern das Leben

Während wir uns auf der Station umschauen, gibt es immer wieder Materialien zu plündern. Diese sind für ein Craftingsystem, mit dem sich unter anderem Waffen verbessern lassen. Einen genauen Einblick haben wir darin aber noch nicht erhalten. Aufgefallen ist uns stattdessen, dass immer wieder Skillchecks darüber entscheiden, ob wir bestimmte Stellen des Levels oder besonderen Loot erreichen. Dabei ist es unerheblich, ob unser Held oder einer der Begleiter über den benötigten Skill verfügt.

Auch in den Dialogen mit NPCs hängen immer wieder bestimmte Antworten von verschiedenen Skills und deren Stufe ab. Die Entwickler zeigen uns, wie es sich lohnt, mit den verschiedenen Personen auf der Station zu reden. So treffen wir Händler, die uns nützliche Ausrüstung verkaufen, oder wir stolpern über neue Nebenquests. Das Spiel hat uns vorher nicht mit einem aufdringlichen Symbol über die Existenz der Quest informiert. Eigeninitiative wird also belohnt.

  1. Seite 1 The Expanse: Osiris Reborn - Story, Erkundung, Skillchecks
  2. Seite 2 The Expanse: Osiris Reborn - Deckungs-Shooter, Schwerelosigkeit, Fazit
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