Games Aktuell-Chefredakteur Thomas Szedlak konnte in San Diego Transformers: Untergang von Cybertron antesten. Wir präsentieren euch den zweiten Teil seines Reiseberichtes, inklusive Gameplay-Eindrücke und Details zum Charakter-Design.
Am 24. August erscheint Transformers: Untergang von Cybertron auch in Deutschland. Games Aktuell-Chefredakteur Thomas Szedlak hatte in San Diego die Möglichkeit, den Action-Titel einmal anzuzocken. Wie wir bereits in Teil 1 des Hands-On-Tests zu Transformers: Untergang von Cybertron erklärt haben, ist Thomas kein Transformers-Fan der ersten Stunde, er hatte aber dennoch eine Menge Spaß beim Anzocken. Heute präsentieren wir euch den zweiten Teil seines Reiseberichtes und verraten euch seine Eindrücke vom Action-Titel und warum die Entwickler bewusst auf einen Koop-Modus verzichtet haben. Weiterhin gibt es Neuigkeiten zum Charakter-Design der Transformers und natürlich viele andere Infos!
Obwohl man in den drei Missionen, die ich spielen durfte, oft mit Kameraden unterwegs war, darf man die Kampagne nur alleine spielen. Wir haben Matt Tieger gefragt, weshalb auf einen Koop-Modus verzichtet wurde: "Das hätte das Missionsdesign schwieriger gemacht, wir hätten zu viele Kompromisse eingehen müssen. Denn wir hätten uns immer am schwächsten Transformer orientieren müssen. Wir wollen aber, dass die Mission perfekt auf einen bestimmten Transformer und dessen Fähigkeiten ausgerichtet ist." Die Fähigkeiten verändern sich, an speziellen Terminals kann man sein Waffensystem upgraden oder tauschen. Freut euch auf diverse Laser-, Raketen und Schockwellenvarianten. Eine Besonderheit stellt Grimlock dar. Dieser Transformer kann sich nicht in ein Fahr- oder Flugzeug, sondern in einen Dinosaurier verwandeln. Als "Transformers-Rex" kann man dann mit dem Schwanz schlagen, mit dem Maul schnappen und sogar Feuer speien. Weitere Besonderheit: Während man alle anderen Transformers jederzeit verwandeln darf, muss bei Grimlock der Wut-Balken gefüllt sein, damit er die Dino-Form annehmen kann.
Quelle: Activision
Transformers: Untergang von Cybertron: Auch anhand der Screenshots erkennt man, dass die gewaltigen Kolosse mächtig austeilen können.
Ob Dino oder nicht: Transformers sind mächtige und starke Wesen. Damit die Action angesichts der kraftvollen Waffen nicht zu stumpf wird, legen die Entwickler viel Wert auf eine gute Gegner-KI. In der Spielpraxis heißt das: Feindliche Drohnen und Roboter greifen oft in der Gruppe an, weichen Schüssen aus und gehen in Deckung. Gut, dass sich die eigene Spielfigur astrein steuern lässt. Man läuft zwar regulär eher langsam (weil man eben ein paar Tonnen wiegt), man beherrscht aber auch eine Ramm-Attacke und kann sich so auch im Nahkampf gut zur Wehr setzen. Auch Sprünge und Seitwärtsrollen beherrschen die Transformers. Dazu kommen individuelle Spezialfähigkeiten wie ein Schutzschild oder eine Unsichtbarkeits-Funktion.
Was mich beeindruckt hat, ist das Charakter-Design. Die Transformers stecken voller Details, wirken mächtig und doch so mensch-ähnlich, wie es die Erfinder der Spielzeugfiguren in den 1980ern festgelegt haben. Für den Multiplayer-Modus wurde ein Charakter-Editor entwickelt, in dem Fans sich wahrscheinlich wochenlang austoben werden. Aus unzähligen Farben, Formen und Waffen darf man sich seinen persönlichen Lieblings-Transformer basteln und auch Hochglanz trimmen - es gibt sogar einen Schieberegler für die Intensität des Metallic-Looks! Aber auch die Areale brauchen sich optisch nicht zu verstecken. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt Cybertron zwar immer noch so maschinell, wie es sein muss, aber nicht mehr so eintönig. Die Settings, die wir bisher sehen durften, waren teilweise gigantisch groß und strotzen vor Detailreichtum. Auf der Negativseite verbuchen wir das Kantenflimmern und die nicht gerade superscharften Texturen.
Zum Abschluss durfte ich mich zusammen mit Greg Agius und zwei weiteren anwesenden Journalisten in den Escalation-Modus stürzen. Das ist ein typischer Überlebenskampf mit stärker werdenden Gegnerwellen. Man erspielt sich Punkte, die man in eine bessere Ausrüstung und eine Erweiterung des Kampfareals investieren darf. Nichts außergewöhnliches, aber eine annehmbare Entschädigung für die fehlende Koop-Kampagne bzw. Koop-Extramissionen.
