Total War: Warhammer im Test: Ein Wunsch wird wahr! Das von vielen herbeigesehnte Warhammer-Spin-off zu Total War ist bereit, in die Schlacht zu ziehen.
Mit Total War: Warhammer macht Creative Assembly viele Menschen glücklich. Zum einen die Fan-Community der Echtzeitstrategiereihe, denn nach dem ungeliebten Rome 2 hat man in Warhammer massig Verbesserungen vorzuweisen - von fairen und benutzerfreundlichen Begleiterscheinungen wie umfangreicher Mod-Unterstützung ab Release und kostenlosen, kleinen Updates ganz zu schweigen. Zum anderen
Quelle: Games Aktuell
Übersicht:
Auf der Strategiekarte verwaltet man seine Provinzen und wirft einen Blick auf die unterschiedlichen Städte im Umkreis des eigenen Einflussbereichs. (PC)
jauchzen die alteingesessenen Warhammer-Strategen, die im Computer-Game nach den alten Regeln spielen dürfen - keine Spur vom stark vereinfachten Reboot Age of Sigmar! In Total War: Warhammer ziehen noch Orks in den Krieg und keine "Orruks".
Von Menschen und Monstern
Neben den grünhäutigen Chaoten kämpfen Menschen, Vampirfürsten und Zwerge um die Vorherrschaft in der Alten Welt. Die Schlachtfelder erstrecken sich von eiskalten Tundren bis hin zu staubtrockenen Wüsten und saftigen Wiesen. In Form eines DLC zu einem Preis von etwa sieben Euro dürft ihr auch die ruchlosen Chaoskrieger ins Feld führen, in Einzelgefechten und im Mehrspielermodus befehligt ihr wahlweise auch die edlen Rittersleute aus Bretonia. Durch die breit gefächerte Einheitenvielfalt tun sich zig kreative Möglichkeiten für findige Feldherren auf. Fliegende Einheiten wie etwa die Gyrokopter der Zwerge oder die
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König gegen Krieger:
Helden wie Louen, der König der Bretonen auf dem Hippogreif, leveln durch gesammelte Erfahrung auf und erlernen so neue Fähigkeiten. (PC)
Pegasusritter der Bretonen überwinden mühelos Festungsmauern oder fallen langsamen Bodeneinheiten in die verwundbare Flanke. Zur Warhammer-Welt gehören sogar noch fantastischere Kreaturen wie zum Beispiel Riesen, die mit einem Hieb ganze Regimente plattmachen, oder Goblins, die auf Spinnen in die Schlacht reiten. Der Detailgrad der Einheiten ist hoch, die Miniaturen aus dem Tabletop-Spiel wurden überzeugend zum Leben erweckt. Und anders als bei Age of Sigmar geht es hier nicht in kleinen Scharmützeln zur Sache, sondern mitunter bekriegen sich Tausende Soldaten gleichzeitig - und dabei kommt es nicht einmal zu Framerate-Problemen. Damit bei solchen Gefechten die Übersicht nicht verloren geht, kann man das Getümmel jederzeit pausieren, heraus- und hineinzoomen und Befehle erteilen. Neben den Gefechten auf etwa 100 unterschiedlichen Schlachtfeldern baut man im Strategiemodus Städte und verhandelt mit Konkurrenz und Nachbarn. Im Vergleich zu Rome 2 wurde die Mechanik vereinfacht, die Ressource Nahrung fällt zum Beispiel komplett unter den Tisch. Der Faktor Religion wurde ebenfalls gestrichen, die Anzahl unterschiedlicher Gebäude ist gesunken. Total War: Warhammer bietet also vor allem rudimentäre
Aufbaustrategie-Elemente, im Grunde geht es beim Errichten von Siedlungen vor allem um das Ausheben neuer Einheiten. Um das altersbedingte Wegsterben eurer Generäle müsst ihr euch nicht sorgen, in TW: Warhammer es gibt keine Jahreszahlen und -zeiten.
Ganz schön schlau
Wichtig bei einem Strategiespiel ist natürlich die Intelligenz der KI, und in dieser Hinsicht hat Warhammer im Vergleich zu Rome 2 einen großen Schritt nach vorne gemacht. Bis auf wenige Momente der geistigen Umnachtung verhalten sich die künstlichen Widersacher schlau und machen Hobby-Generälen das Leben angenehm schwer. Veteranen schalten dennoch von Anfang den Schwierigkeitsgrad eine Stufe über der normalen Einstellung ein, sonst verhalten sich die Gegner ein wenig zu friedlich und passiv.
Nicht nur beim Städtebau gibt es kleine Einbuße in Sachen Komplexität. Anders als in den historischen Total War-Teilen gibt es auf dem Schlachtfeld keine speziellen Formationen, Fertigkeiten oder Verhaltensoptionen. Dafür ist die Vielfalt an Einheiten, Spezialisierungen und Helden größer. Einige der Heerführer haben magische Kräfte und feuern arkane Geschosse auf die feindlichen Reihen - so was sieht man in einem realistischen Strategiespiel für gewöhnlich nicht. Die im Vergleich
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Spezialisierung:
Unterschiedliche Städte stellen unterschiedliche Einheiten bereit. (PC)
zu Rome 2 bessere Performance von Warhammer liegt unter anderem an einer etwas zurückgefahrenen Grafikqualität. In Sachen Beleuchtung und Texturschärfe gibt es Luft nach oben, die meisten Schlachtfelder sehen eher trist und detailarm aus. Die Sonne scheint wohl nur sehr selten in der Alten Welt. Dafür muss man nach dem eigenen Zug aber meistens auch weniger als 60 Sekunden auf die Reaktion der KI warten. Natürlich habt ihr auch die Möglichkeit, euch mit Freunden im Mehrspielerpart zu messen. Bis zu sechs Spieler nehmen insgesamt an einem solchen Match teil.
Entwickler: Creative Assembly | Hersteller: Sega | Sprache: Deutsch | Altersfreigabe: Ab 12
