Total War - Warhammer 2: Skaven-Kampagne angespielt (Gamescom-Vorschau)

Special Matti Sandqvist
Total War - Warhammer 2: Skaven-Kampagne angespielt (Gamescom-Vorschau) (1)
Quelle: Creative Assembly

Am 28. September erscheint der zweite Teil der Echtzeitstrategie-Spielreihe. Wir konnten auf der Gamescom die Kampagne der Rattenmenschen ganz ohne Einschränkungen ausprobieren. Unser Fazit: Interessant sind sie ja schon, die habgierigen Skaven, aber nicht unbedingt für Anfänger geeignet.

Erst vor kurzem bestätigt, nun schon angespielt! Eigentlich hatten Kenner der Tabletop-Vorlage bereits nach dem Ankündigungs-Trailer von Total War: Warhammer 2 fest damit gerechnet, dass die Skaven beim epischen Echtzeitstrategie-Spiel mit an Bord sind. Doch Creative Assembly ließ die Fans für eine ziemlich lange Weile zappeln. Nun steht aber fest, dass man aufseiten des habgierigen Rattenvolks in der Kampagne spielen darf - das können wir nun auch Anhand unserer Kampagnen-Anspiel-Session auf der Gamescom bestätigen.

Die neben den Echsenmenschen und Elfen dritte spielbare Fraktion hat auch so einige Besonderheiten. Vor allem die Möglichkeit, in den Gefechten Truppen aus dem Untergrund auf das Schlachtfeld zu transportieren, sorgt für komplett neue Taktiken. Wir haben zum Beispiel in einer Schlacht die Bogenschützen der Elfen mit den Untergrundratten derart überrascht, dass ihre Hauptarmee auch kurz nach der fiesen Attacke die Beine in die Hand nahm.

Total War - Warhammer 2 in der GC-Vorschau: So spielen sich die Skaven

Insgesamt müssen wir aber sagen, dass man als Anfänger nicht unbedingt mit den Skaven loslegen sollte. Trotz ihrer Überraschungstaktiken hat das Rattenvolk oft das Nachsehen in den Gefechten. Das liegt daran, dass die meisten Rattenkrieger nur mit leichter Rüstung aufs Feld ziehen und lediglich wenige Fernkampfeinheiten mit hoher Reichweite haben. Wenn man sich aber mit den Mali anfreundet und die Feinde immer wieder in Hinterhalte führt, kann man Kämpfe sogar mit wenigen Verlusten gewinnen. Außerdem sind die Truppen der Skaven relativ günstig, wodurch die Verluste einer einzigen Schlacht nicht so schwer wiegen.

Auf der Kampagnenkarte setzen die Skaven ebenfalls auf Hinterhaltstrategien. Bereits der Umstand, dass die Siedlungen der Rattenmenschen für Feinde nicht sichtbar sind, sorgt dafür, dass man die Stadtwachen bis an die Zähne bewaffnen muss.

Bildergalerie

Die nächste Besonderheit der Skaven betrifft ihre Armeen. Damit die Rattenkrieger nicht verhungern, müssen sie immer große Nahrungsvorräte mitführen. Die können wir zum Beispiel durch das Plündern von feindlichen Siedlungen bekommen. Falls uns aber das Essen ausgeht, kommen unsere Truppen uns blitzschnell abhanden. Die dritte Spezialität des Rattenvolks nennt sich "Skaven Corruption" und ist wie bei den Vampiren aus dem ersten Teil dafür verantwortlich, dass die eroberten Provinzen verdorben werden. Die Skaven treiben es aber auf die Spitze und so nützt die Korruption den Ratten am Ende kaum, sondern führt zu einer niedrigen öffentlichen Ordnung in den besetzen Gebieten. Als Ausgleich kann man aber bei Verteidigungsgefechten noch mehr Truppen aus dem Untergrund auf das Schlachtfeld bringen.

Eine weitere Schwäche der Skaven ist die Loyalität ihrer Generäle. Erst wenn wir ihnen neben Siegen auch genügend Beute bescheren, versuchen sie nicht, eine eigene Splitterfraktion zu gründen. Auch das haben wir innerhalb unserer kurzen Anspielzeit miterleben müssen und daher empfehlen wir das Rattenvolk eher erfahrenen Spielern - mit den Echsenmenschen und Dunkelelfen wird man ziemlich wahrscheinlich deutlich schneller erste Erfolge feiern. Bis zum Release von Total War: Warhammer 2 ist aber noch ein wenig Zeit. Wir gehen davon aus, dass Creative Assembly bis zum 28. September noch am Balancing feilen wird und die Skaven so noch einige Buffs bekommen werden.

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