Total War: Rome 2 in der Vorschau - Punkt V bis VIII, Fazit

Special Dirk Gooding

Wir waren in Rom und konnten in historischer Kulisse das kommende Total War: Rome 2 ausführlich anspielen. In unserer Vorschau zum Strategie-Schwergewicht gehen wir auf insgesamt acht Punkte ein, die Rome 2 besser macht als sein Vorgänger. Total War: Rome 2 erscheint am 3. September 2013 für PC.

V. Die "Satelliten-Ansicht"

Creative Assembly hat Rome 2 eine Satelliten-Ansicht für die Echtzeit-Schlachten spendiert, bei der die Kamera das Geschehen aus der Vogelperspektive zeigt. Diese Ansicht nennt sich "Taktische Karte" und ist zwar nicht besonders hübsch, aber ungemein hilfreich, wenn man sich einen schnellen Überblick über den Verlauf einer Schlacht verscha­ffen möchte. Um die taktische Karte aufzurufen, klickt man während einer Schlacht einfach rechts unten auf das Kreuz-Symbol im Menü oder zoomt mit dem Mausrad so weit wie möglich raus.

Sämtliche Einheiten werden auf der taktischen Karte als vereinfachte militärische Symbole dargestellt, man sieht die rot eingezeichneten Feuerbereiche der Fernkämpfer, die strategischen Siegpunkte sowie Verteidigungsanlagen bei Belagerungen und kann seinen Truppen hier auch Bewegungsbefehle erteilen. Eine ähnliche Ansicht gibt's übrigens auch für die Strategie-Karte: Mithilfe der "Strategischen Übersicht" erkennt man auf einen Blick, welche Provinzen wem gehören, welchen Reichtum sie besitzen oder wie es mit der öffentlichen Ordnung aussieht.

VI. Kämpfen oder Kämpfen lassen: Automatische Schlachten

Total War: Rome 2 in der Vorschau - Wir wollen den Angriff auf die Stadt Lucera nicht mühselig in einer Echtzeit-Schlacht entscheiden - dazu sind die Verteidiger zu schwach. Also lassen wir das Ergebnis einfach vom Spiel berechnen. Quelle: PC Games Total War: Rome 2 in der Vorschau - Wir wollen den Angriff auf die Stadt Lucera nicht mühselig in einer Echtzeit-Schlacht entscheiden - dazu sind die Verteidiger zu schwach. Also lassen wir das Ergebnis einfach vom Spiel berechnen. Die Möglichkeit, den Ausgang einer Schlacht in der Total War-Serie automatisch ermitteln zu lassen, wird im Laufe einer Kampagne immer wichtiger. Irgendwann besitzt man einfach so viele Provinzen und Armeen, dass man für eine Runde Stunden benötigen würde, wenn man jede Schlacht selbst schlagen wollte. Und genau deswegen ist es cool, dass man als Spieler jetzt a) sieht, wie die automatische Schlacht wahrscheinlich ausgeht, und b) zwischen drei Vorgehensweisen (aggressiv, normal, defensiv) auswählen kann, um den Ausgang des Kampfes zu beeinflussen. Bei einer allzu schlechten Prognose kann man immer noch selbst spielen und sein Geschick als großer General unter Beweis stellen.

VII. Aggressiv oder Passiv? Die künstliche Intelligenz

Die künstliche Intelligenz der Computergegner war noch nie die große Stärke der Total War-Serie. Mit Bogenschützen konnte man feindliche Armeen in den Echtzeit- Schlachten von Rome oft so stark zusammenschießen, dass der Kampf schon entschieden war, bevor auch nur ein Nahkämpfer sein Schwert zog. Mike Simpson erklärte uns, wieso sich das Problem auch in Rome 2 nicht so einfach lösen lässt: "Wenn Fernkämpfer Nachkämpfer angreifen, gibt es nur drei Verhaltensmuster: stehen bleiben und die Formation halten, anstürmen oder fliehen. Letzteres wäre zwar menschlich, nervt aber, wenn der Gegner ständig davonläuft. Greifen die beschossenen Einheiten hingegen an, könnte der Spieler einzelne Truppen wie in einem Online-Rollenspiel "pullen", sprich gezielt aus der Deckung holen und zu sich locken."

VIII. Die Provinzen: Dreh- und Angelpunkt für Wirtschaft und Militär

Dutzende Gebiete, jedes davon mit einer eigenen Haupstadt – das gibt es in Rome 2 so nicht mehr. Die Spielwelt besteht aus Provinzen, die sich wiederum in bis zu vier unterschiedliche Regionen aufteilen. Die Provinz Latium besteht beispielsweise aus der Hauptstadt Rom und der Provinz Velitrae, die Provinz Samnium hingegen aus den Regionen Bovianum (Hauptstadt), Lucera, Malventium und Aternum. Während die öffentliche Ordnung, die Steuer und die Nahrungsmittel für alle Regionen einer Provinz gemeinsam verwaltet werden, besitzt jede Region eine unterschiedliche Zahl an Bauplätzen und dort stationierte Garnisonstruppen.

Die Qualität und Menge der Garnisonstruppen ist wiederum abhängig von den Gebäuden: In unserer Vorschau-Version wurde beispielsweise die Provinz-Haupstadt Capua von jeweils zwei Einheiten Bauern, Speerwerfern, Speerträgern und Legionären verteidigt, die benachbarte Region Sanernum hatte dank des dort errichteten Hafens zusätzlich noch zwei Schiffe mit Speerwerfern zur Verfügung. Dank dieser neuen Garnisonstruppen sind die Siedlungen in Rome 2 nicht völlig wehrlos und müssen auch nicht mehr ständig von Armeen bewacht und beschützt werden.

Was die Menge der Gebäude betrifft, so ist die Zahl der Bauplätze innerhalb einer Provinz stark begrenzt. Hauptstädte hatten in unserer Vorschau-Version bis zu sechs Bauplätze, die kleineren Regionen maximal vier. Große Provinzen mit vier Regionen kommen so auf insgesamt 18 Bauplätze. Der jeweils erste Bauplatz wird für die Siedlung selbst benötigt, bei den übrigen hatten wir die freie Auswahl aus Farmen, Tempeln, Kasernen, Häfen und diversen weiteren Gebäuden. Sind alle Regionen einer Provinz erobert, kann man dort sogenannte Edikte erlassen. Das sind spezielle Buffs, die die öffentliche Ordnung steigern, die Wirtschaft ankurbeln oder den Handelsgewinn erhöhen.

Meinung

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