2K belebt die TopSpin-Marke wieder: Mit TopSpin 2K25 gibt's spielerisch ein erstklassiges Sportspiel, doch in unserem Test fallen auch Probleme auf.
Unmoralische Hilfen und ein gewaltiges Problem
Der Karrieremodus von TopSpin 2K25 ist definitiv noch ausbaufähig, aber dennoch gut gelungen. 2K wäre allerdings nicht 2K, wenn es nicht erneut Mechaniken gäbe, die per Echtgeldtransaktionen das Gameplay vereinfachen.
Für knackige knapp 13 Euro steht uns in den jeweiligen Shops das Neuling-Starterpaket zur Verfügung, mit dem wir uns zu Beginn unserer Laufbahn einen direkten Boost auf Stufe 10 erwerben können.
Obwohl der Leistungsschub rein optional ist, hat das einen faden Beigeschmack. Das Aufleveln des eigenen Profis dauert extrem lange. Es vergehen mehrere Spielstunden, ehe wir ohne die Starthilfe Stufe 10 erreichen, was viele Spieler sicher in Versuchung führt. Ganz ohne Transaktionen geht es in Spielen von 2K wohl leider einfach nicht. TopSpin erreicht bei diesem Punkt jedoch bei weitem nicht die Ausmaße eines NBA 2K.
Quelle: 2K
Ein noch viel größeres Problem hat sich ebenfalls eingeschlichen und das zerstört den Spielspaß komplett. In unserem Test kam es dreimal vor - sowohl auf PC als auch auf Konsole -, dass nach Schließen und erneutem Starten der Anwendung unser gesamter Karriere-Spielstand inklusive unseres erstellten Profis unauffindbar war.
Etwas, das wir anfangs noch für einen schwerwiegenden Bug hielten, konnte sich mittlerweile klären: Nutzt ihr auf zwei verschiedenen Plattformen denselben 2K-Account, überschreibt euch das Spiel wortlos eure Karrieredaten von der anderen Plattform - da es keine Cross-Progression gibt.
Dadurch gingen uns im Test mehrere Stunden Spielfortschritt verloren. Die Entwickler sollten hier vielleicht zumindest eine Warnung oder eine 'Seid ihr sicher?'-Abfrage einbauen, um dieses Ärgernis zu vermeiden. Falls ihr also auch vorhabt, Tennis auf mehreren "Plätzen" zu spielen: Fühlt euch gewarnt.
Umgebung hui, Spieler pfui
Optisch kann TopSpin nur teilweise überzeugen. Die Stadien sowie Courts sehen toll aus und auch die Beleuchtung der Ortschaften liefert ab. Die echten Profis haben dagegen wenig Wiedererkennungswert. Andy Murray oder Paula Badosa müssen wir schon ein paar Mal ansehen, um die Ähnlichkeit zu ihren realen Vorbildern zu erkennen.
Auch viele der unbekannten KI-Gegner punkten nicht gerade mit ihrem Charaktermodell. Vor allem die Haare machen häufig Probleme in der Bewegung und wirken mehr wie ein Toupet auf der Rübe als eine echte Frisur.
Die Soundkulisse schneidet dagegen besser ab. Nur das Stöhnen während der Ballwechsel wirkt hin und wieder ein wenig deplatziert. Dafür sorgt ein starker Soundtrack mit Künstlern wie The Weeknd für eine schöne Atmosphäre in den Menüs und auch vor sowie nach den Matches.
Für Online-Spieler bieten die Entwickler auch kompetitive Modi wie die World Tour und die 2K Tour an. Der Umfang stimmt im Großen und Ganzen. Das Verschwinden des Spielfortschritts im Karrieremodus sollten die Entwickler aber in jedem Fall nochmal genauer unter die Lupe nehmen.
Spielerisch ist TopSpin 2K25 großes Tennis. Wer über die grafischen Schwächen hinwegsehen kann, bekommt ab dem 25. April für knapp 60 Euro auf PC, PS5, PS4, Xbox Series X/S und Xbox One ein erstklassiges Sportspiel. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde die Release-Fassung von TopSpin 2K25 von Publisher 2K Games gestellt.
