In The Division 2 zurück nach Brooklyn: Zwischen Herbststimmung, Story-Frust und Nostalgie
Special
Mit Kampf um Brooklyn ist der neue DLC für The Division 2 erschienen. Matthias hat ihn durchgespielt und sich ein paar Gedanken dazu gemacht.
Für die insgesamt sieben neuen Storymissionen bietet der DLC abwechslungsreiche Schauplätze. So geht es an einen Pier, in einen Indoor-Skatepark, eine alte Industrieanlage oder ein Kunstmuseum.
Allerdings empfand ich das Design dieser Gebiete als ein wenig langweilig. Gerade, wenn ich es mit den fantastischen Arealen des Hauptspiels vergleiche. So kommt das angesprochene Kunstmuseum in keiner Weise an das herausragend gestaltete Space & Air Museum oder auch das American Museum in Washington heran.
Balancing mit Problemen
Am Gameplay hat sich im DLC kaum etwas geändert. Das ist für mich auch völlig in Ordnung, da ich eh nie wirklich viel daran auszusetzen hatte. Mit Smart Cover gibt es einen neuen Skill, den Veteranen bereits aus dem ersten Spiel kennen dürften. Damit erzeugt man einen Gebietseffekt, in dem der Schutz von Agenten in Deckung verstärkt wird. Entweder durch verbesserte Offensivwerte oder bessere Verteidigung.
Bei den Gegnern bekommt man es vornehmlich mit den bekannten Cleaners und Rikers mit ihren jeweils gewohnten Einheitentypen zu tun. Trotzdem können die Missionen manchmal recht herausfordernd werden, weil sie mit Elementen wie Elektrofallen und automatischen Geschützen zusätzlich aufgepeppt wurden.
Bildergalerie
Beim Balancing müssen die Entwickler hier für meinen Geschmack noch etwas nachbessern. Ich habe die Missionen Solo auf dem harten Schwierigkeitsgrad gespielt. Das ging meist relativ gut von der Hand, aber an einigen Stellen gab es auch ziemlich heftige Spikes in der Schwierigkeit. In einer Mission blieb mir beim finalen Kampf nichts anderes übrig, als Verstärkung durch andere Spieler anzufordern.
Immerhin ist das kein Problem, denn über mangelnde Mitspieler braucht man sich definitiv nicht zu beschweren. Das Spiel ist gut besucht und die Veröffentlichung des DLC hat sicher viele wie mich wieder zurückgebracht. Zeitweise hatte ich sogar ganz kurze Warteschlangen beim Einloggen. Zusätzlich ist das Spiel zusammen mit dem DLC auch erstmals im Xbox Gamepass erschienen, was sicher auch eine ganze Reihe neuer Agenten angelockt hat.
Fazit
Insgesamt hat mich der DLC in den rund fünf bis sechs Stunden seiner Storymissionen gut unterhalten - auch wenn ich der Story nicht so sehr folgen konnte, wie ich es gerne getan hätte. Dafür ist der Gameplay-Loop von The Division einfach auch weiterhin so fantastisch befriedigend. Zusammen mit ein paar kleineren Nebenbeschäftigungen kann man in Brooklyn dann gut zehn Stunden mit den neuen Inhalten verbringen.
Ob einem das die aufgerufenen 15 Euro wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Immerhin startete mit dem DLC ja auch die erste Season des siebten Jahrs von The Division 2 , die in den kommenden Wochen und Monaten diverse Events und Herausforderungen bereithält. Wenn es nach mir geht, könnte sich dann jetzt aber langsam mal wirklich The Division 3 am Horizont abzeichnen. So stimmungsvoll und schick The Division 2 auch nach wie vor ist, Alterserscheinungen werden auch hier langsam sichtbar.
