Den griechischen Göttern zum Trotz: Titan Quest 2 stellt euch als Spieler in den Mittelpunkt!
Special
Eine Göttin mag auf Rache aus sein, doch das wird euch nicht aufhalten: Titan Quest 2 gibt euch freie Hand und setzt auf euren ganz individuellen Spielstil.
Fast 20 Jahre ist es schon her, dass Titan Quest das Licht der Videospielwelt erblickte. Umso größer die Freude bei Action-RPG-Liebhabern, dass endlich eine Fortsetzung in der Mache ist! Das Sequel entsteht derzeit bei Grimlore Games in München - also das gleiche Team, das schon Spellforce 3 gezaubert hat.
Erst kürzlich haben wir für euch in unserer Vorschau das erste Gameplay-Material aus Titan Quest 2 (jetzt kaufen 49,99 € ) auseinandergenommen. Auf der Gamescom konnten wir uns nun eine einstündige Präsentation zu dem Action-RPG ansehen, in der konkrete Spielmechaniken und die Spieler selbst im Fokus standen.
Freundlich, aber nicht friedlich
Das Offensichtliche vorweg: Im Vergleich zur Genre-Konkurrenz Diablo kommt Titan Quest 2 mit einer deutlich freundlicheren Optik daher. Damit meinen wir allerdings nicht, dass dort alles bunt und fröhlich ist, also keine Sorge. Trotzdem ist die Spielwelt insgesamt etwas heller und einladender gestaltet.
Quelle: THQ Nordic
Die meiste Zeit der Präsentation verbrachte der Charakter in einem Strandgebiet, das diesen Eindruck untermauert hat. Erwartet bitte keine Traumstrände wie in der Karibik, allerdings haben wir uns dort stellvertretend recht wohl gefühlt.
Zur Handlung, die euch zu all den Schauplätzen im Spiel führt, gibt es noch nicht allzu viel zu sagen. Allerdings erwartet euch ein äußerst bedrohlicher Gegenspieler: Die Rachegöttin Nemesis ist hinter euch her, auch wenn die Gründe dafür (noch) nicht so ganz klar sind.
Doch nicht nur bei der Wahl der göttlichen Bedrohung zieht das Spiel seine Inspiration aus der Griechenland und der dortigen Mythologie. Das spiegelt sich sowohl in der Gestaltung der Spielwelt, als auch in den Kreaturen wider, auf die ihr im Laufe eurer Reise treffen werdet.
Und apropos Gegner: Die sind tatsächlich ziemlich raffiniert! Es gibt verschiedene Typen, die trotz ihrer zu vermutenden Differenzen miteinander zusammenarbeiten können. Dann erwartet euch zum Beispiel eine Gruppe kleiner, eher harmloser Feinde, die einen deutlichen größeren und nicht mit ihnen verwandten Übeltäter im Schlepptau haben.
Der verfügt dann zum Beispiel über die Fähigkeit, euch zu betäuben, wodurch ihr ein gefundenes Fressen für den kleinen Mob seid. Sie nutzen eure potenziellen Schwachstellen also gnadenlos aus, wenn ihr mal nicht aufpasst.
Laut den Aussagen der Entwickler werdet ihr euch stets gut konzentrieren müssen, um nicht von den situativ gebildeten Allianzen überlistet zu werden. Allerdings werden die Kämpfe deshalb nicht gleich zu einer bockschweren Angelegenheit. Vor allem große Gegner und Bosse sollen stets eine angenehme Herausforderung bieten.
So individuell wie ihr selbst
Das Hauptaugenmerk unserer Präsentation lag auf der Individualisierung des eigenen Charakters. Titan Quest 2 verzichtet auf vorgefertigte Klassen und setzt dafür (genau wie sein Vorgänger oder Grim Dawn) auf ein Kombinationssystem, bei dem ihr selbst die Initiative ergreifen müsst.
Es gibt ganz klassisch sowohl aktive als auch passive Fähigkeiten, die ihr je nach präferiertem Spielstil miteinander kombinieren könnt. Jeden aktiven Skill könnt ihr zusätzlich mit verschiedenen Modifikatoren noch weiter anpassen, sodass ganz besondere Angriffe möglich werden. Bei den passiven Fähigkeiten gibt es ein ähnliches System, bloß dass ihr dort weniger von solchen Feinjustierungen gleichzeitig vornehmen dürft.
Im Laufe der Zeit beziehungsweise mit zunehmendem Level eures Charakters soll es dann noch mehr Slots für solche Anpassungen geben. Manche Fähigkeiten bringen auch Nachteile wie zum Beispiel einen längeren Cooldown mit sich, die sich durch das geschickte Kombinieren der Modifikationen aber teilweise wieder aushebeln lassen. Es ist also ein wenig taktisches Denken gefragt, um das Optimum aus eurem Charakter herauszuholen.
Quelle: THQ Nordic
Das Charaktersystem macht in der Theorie bereits einen spannenden Eindruck. Die beispielhaften Kombinationsmöglichkeiten, die uns bei der Präsentation gezeigt wurden, ließen uns zuversichtlich zurück, dass auch die spielerische Umsetzung gut funktioniert.
Dazu kommen dann noch recht klassische Attribute wie zum Beispiel Leben und Wissen, allerdings haben diese ebenfalls einen kleinen Twist in petto: Neben den drei Hauptmerkmalen gibt es außerdem noch kleinere Werte, die eine Kombination aus jeweils zwei Haupteigenschaften verkörpern.
Wenn ihr euch mal verzettelt habt oder eine ganz andere Ausrichtung probieren möchtet, soll es auch möglich sein, eure Fähigkeiten zurückzusetzen und sie nochmal ganz frisch von vorne verteilen zu können - eben so, wie ihr es schon aus anderen Spielen kennen dürftet.
In der heutigen Zeit auch nicht selbstverständlich: Titan Quest 2 soll ganz ohne Mikrotransaktionen, Battle Pass oder ähnliches auskommen. Sobald das Spiel fertig entwickelt und veröffentlicht wurde, erwartet euch also ein vollkommener Titel.
Zunächst soll Titan Quest 2 aber Ende 2024 in den Early Access starten. Ein konkretes Datum gibt es derzeit noch nicht, es ist also noch etwas Geduld gefragt. Die Wartezeit könnt ihr euch bis dahin mit Diablo IV: Vessel of Hatred versüßen: Die Erweiterung für das Action-RPG erscheint bereits am 8. Oktober 2024.
Zum Jahresende gibt's aber noch einen weiteren Konkurrenten, nach dem sich viele Fans bereits die Finger lecken: Auch Path of Exile 2 startet bald in den Early Access, hier ist es der Launch für den 15. November eingeplant. Wer gerne Monster verkloppt, Helden entwickelt und Beute einsackt, wird in den kommenden Monaten also bestens bedient!
