Überzeugt euch selbst: Titan Quest 2 wird im besten Sinne oldschool

Special Felix Schütz
Überzeugt euch selbst: Titan Quest 2 wird im besten Sinne oldschool
Quelle: THQ Nordic, Collage: PC Games

Kurz bevor Titan Quest 2 in den Early Access startet, hauen die Entwickler nochmal eine Demo raus. In unserer Vorschau mit Video erfahrt ihr, wie sich der Monsterklopper in der griechischen Sagenwelt wirklich spielt.

Die Beute wirkt bislang noch ziemlich konservativ, das ist für die ersten Level aber auch völlig normal. Helme, Rüstungen, Ringe, Stiefel, Schwerter, Bögen, Speere, Äxte und magische Stäbe - kennt man alles, wirkt aber zumindest schon jetzt ganz robust. Von einem Crafting-System ist bislang allerdings noch gar nix zu sehen, wir haben zum Beispiel keinerlei Materialien, Monsterteile oder Relikte gefunden, mit denen man Ausrüstung aufwerten könnte.

Auch ein Schmied oder Handwerker ließ sich nirgends blicken und man konnte Items auch nicht zerlegen. Wir gehen aber stark davon aus, dass es später im Early-Access noch irgendeine Art von Crafting oder ein Upgrade-System für Ausrüstung geben wird. Das gehört in dem Genre schließlich dazu.

So entwickelt ihr eure Helden

Welche Ausrüstung ihr tragen dürft, hängt übrigens nicht von eurer Klasse, sondern von euren Attributen ab. Nach jedem Levelaufstieg könnt ihr euch hier aussuchen, welchen von vier Basiswerten ihr steigern wollt. Dazu zählen Körperkraft, Macht, Wissen und Geschicklichkeit - die bestimmen, welche Items ihr anlegen dürft, eure Lebenspunktel und eine Wagenladung anderer Charakterwerte, die man sich auf Wunsch einblenden kann.

Das Attributemenü von Titan Quest 2 zeigt viele Charakterwerte. Quelle: PC Games Zusätzlich gibt es noch die Attriube "Fitness", "Entschlossenheit" und "Wissen". Das sind im Grunde Schadensgruppen, zum Beispiel für Blitz-, Feuer-, Eis-, Gift- oder physischen Schaden - und die erhöhen sich einfach immer dann, wenn ihr die vier Basisattribute drumherum steigert. Simpel!

Ein Hauptmerkmal von Titan Quest war aber schon immer sein duales Klassensystem, das später auch wieder von Grim Dawn aufgegriffen wurde. (Kein Wunder, das stammt schließlich von ehemaligen Iron-Lore-Entwicklern!) In Titan Quest 2 feiert dieses System seine Rückkehr, da dürft ihr euch schon nach ein paar Minuten die erste Klasse aussuchen, die zweite folgt dann etwas später. In der Demo sind erst mal nur drei Spielrichtungen enthalten, nämlich Kriegskunst, Erd- und Sturmmagie. Das wirkt erst mal mickrig, ist für eine kurze Demo abernatürlich völlig ausreichend. Später im Early Access werden es noch wesentlich mehr sein, schließlich sollt ihr euch auch in Titan Quest 2 vielfältige Hybridklassen basteln dürfen.

Ein Held in Titan Quest 2 steigt im Level auf. Quelle: PC Games Für jede Klasse gibt's einen Schwung klassischer Zauber und Kampftalente, zum Beispiel Eisblitz, Stampfattacke, Feuerball. Dazu warten passive Skills, die zum Beispiel euren magischen Schaden, Widerstandskraft oder eure Mana-Regeneration erhöhen. Upgrade-Punkte erhaltet ihr ganz klassisch über Levelups. Eine Respec-Funktion ist natürlich auch gleich an Bord, ihr könnt eure Punkte also jederzeit umverteilen.

In einem Punkt unterscheidet sich Titan Quest 2 allerdings spürbar von seinem Vorgänger. Diesmal wertet ihr eure Skills nämlich nicht einfach nur auf, sondern schaltet mit investierten Punkten neue Slots für jede Fähigkeit frei. Da könnt ihr dann aus einer Vielzahl von Modifikatoren auswählen, die auch schon von Anfang an verfügbar sind. Mit dem richtigen Upgrade sorgt ihr beispielsweise dafür, dass ein Blitz nicht nur einmal, sondern mehrmals nacheinander einschlägt und dabei vielleicht noch umliegende Ziele trifft. Man verpasst Eisgeschossen einen zielsuchenden Effekt und verzichtet im Gegenzug auf ein wenig Durchschlagskraft. Erdspalten verzweigen sich oder erzeugen plötzlich Flammenschaden. Oder ihr wandelt einen Feuerball in einen langsamen Vortex um, der Gegnern in der Nähe langsam die Lebenskraft wegbrutzelt.

Ein Blick in das Talente-Upgrademenü. Quelle: PC Games Solche Modifikationen gibt's allerdings nicht nur für eure Klassentalente, sondern auch für eure drei Basisfertigkeiten, die jede Spielfigur besitzt. Dazu zählen euer Standard-Waffenangriff und eure Ausweichbewegung, außerdem könnt ihr jederzeit einen magischen Schild aktivieren, der euch für ein paar Sekunden etwas mehr Abwehrkraft spendiert. Und genau diese drei Basistalente könnt ihr mit dem gleichen System modifizieren und so euren Wünschen anpassen - das wirkt auf den ersten Blick gar nicht mal schlecht und könnte tatsächlich viele Build-Möglichkeiten bieten. Wie tiefgängig das System aber wirklich wird und wie viel Langzeitmotivation da drin steckt, lässt sich noch nicht abschätzen.

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