Im besten Sinne oldschool: So spielt sich Titan Quest 2

Special Felix Schütz
Im besten Sinne oldschool: So spielt sich Titan Quest 2
Quelle: THQ Nordic, Collage: PC Games

Kurz bevor Titan Quest 2 in den Early Access startet, hauen die Entwickler nochmal eine Demo raus. In unserer Vorschau mit Video erfahrt ihr, wie sich der Monsterklopper in der griechischen Sagenwelt wirklich spielt.

Besser spät als nie: Es hat zwar 19 Jährchen gedauert, aber nun bekommt Titan Quest doch noch seinen wohlverdienten Nachfolger. Und lange brauchen wir auch nicht mehr warten, denn Titan Quest 2 steht quasi schon in den Startlöchern. Einen ersten Vorgeschmack gibt's aber schon jetzt, nämlich in Form eines Playtests auf Steam oder im Epic Games Store. Das ist im Grunde eine stinknormale Demo, die schon ein, zwei Stündchen Spielzeit bietet. Der Haken an der Sache: Ihr müsst euch für einen Zugang bewerben, außerdem ist die Demo nur bis zum 16. März spielbar.

Gut möglich also, dass manche euch gar keine Chance hatten, selbst reinzuspielen. Darum klären wir hier, was alles in der Schnupperfassung von Titan Quest 2 (jetzt kaufen 49,99 € ) steckt und vor allem: Wie sich die Monsterhatz wirklich spielt. Und für alle, die das Action-RPG lieber in Aktion sehen wollen, gibt's den kompletten Artikel auch als kommentiertes Vorschau-Video (siehe Seite 3).

Erinnerungen an den Vorgänger

Zur Erinnerung: An Titan Quest 2 sind keine der früheren Entwickler von Iron Lore Entertainment beteiligt. Stattdessen entsteht das Spiel diesmal komplett bei Grimlore Games in München, die sich mit Spellforce 3 einen Namen gemacht haben Trotzdem will man mit Titan Quest 2 wieder an das Flair und das Spielgefühl des ersten Teils anknüpfen - und das spürt man schon ab dem ersten Klick.

Titan Quest 2: Bilder aus der Demo

In Sachen Charaktererstellung bietet die Demo so gut wie gar nix, da wählt man sich nur schnell eine von mehreren vorgefertigten Spielfiguren aus. Umso schneller landet man dafür direkt im Spiel, genauer: in einem wunderhübschen, mediterranen Setting, das hervorragend die Stimmung des ersten Teils einfängt! Sanftes Licht, hohe Gräser, malerische Klippen, entspannte Musik und dazu im Hintergrund das rauschende Meer - da fühlen sich Griechenland-Fans direkt heimisch.

Bei den Basics bleibt alles wie gehabt: Ihr erkundet die Umgebung, klickt Monster tot und sackt ab und zu mal einen Gegenstand ein - wobei hier schon von Anfang spürbar weniger Loot droppt als noch im Vorgängerspiel. Dafür gibt's regelmäßig neue Ausrüstung, die dann zum Teil deutlich besser ist als das, was wir gerade tragen. Das hatten die Entwickler auch schon im Vorfeld angedeutet, auf ihrer Steam-Seite versprechen sie nämlich "sinnvolle Beute" - was bedeutet, dass man die Spieler nicht ständig mit wertlosen Items erschlagen will.

Von Monstern und Beute

Neu ist die Möglichkeit, per Leertaste auszuweichen, das hat sich im Genre mittlerweile als Standard etabliert und passt auch gut zu Titan Quest 2. Die Gegner hauen nämlich schon im Startebiet ungewöhnlich hart zu, darum lohnt es sich, gerade den starken Fernkämpfern so gut es geht auszuweichen. Vor allem feindliche Magier hauen uns schon nach wenigen Minuten kräftige Zauber um die Ohren.

Bei den Gegnern selbst gibt's in der Demo aber noch gar keine Überraschungen: Euch erwartet das übliche Angebot aus Riesenkrabben, Wölfen, Vögeln, Spinnen und kampflustigen Ebern, später kommen dann auch Banditen und Untote dazu - für Titan-Quest-Kenner ein Heimspiel. Trotzdem hätten wir zu Beginn auch gerne etwas kreativere Monster gesehen, die griechische Sagenwelt hat da ja mehr als genug zu bieten.

Das Inventar von Titan Quest 2. Quelle: PC Games Auch das vergleichsweise langsame Tempo kommt uns bekannt vor. Kein Wunder! Die Entwickler wollen schließlich, dass ihr euch Zeit nehmt, die Spielwelt in Ruhe zu erkunden, anstatt von einer Monstergruppe zur nächsten zu hetzen. Die ist deshalb auch nicht zufallsgeneriert, sondern wird komplett von Hand designt, also ähnlich wie in Titan Quest oder Grim Dawn.

Unterwegs haben die Entwickler auch immer wieder kleine Secrets eingebaut. An einer Stelle entdecken wir zum Beispiel eine Geheimtür, die sich aber nur öffnen lässt, wenn man eine Fackel in der Nähe anzündet, die sich ein paar Schritte weiter hinter einem Baum versteckt. Das ist in Sekunden erledigt, sorgt aber gerade für genug Erkundungsanreize, damit wir die Umgebung gerne genauer unter die Lupe nehmen. Dass sich in der Geheimkammer eine Schatzkiste voller Beute verbirgt, versteht sich von selbst!

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