PC Games exklusiv bei The Witcher 4: Die Entwickler beantworten unsere Fragen!

Special Antonia Dreßler
PC Games exklusiv bei The Witcher 4: Die Entwickler beantworten unsere Fragen!
Quelle: CD Projekt Red

Wir waren bei der Enthüllung von The Witcher 4 dabei und konnten die Entwickler von CD Projekt Red im Interview mit unseren Fragen löchern.

PC Games: Kann man schon sagen, in welchem Jahr The Witcher 4 genau spielen wird?

Sebastian Kalemba: Noch nicht. Sagen wir einfach ein paar Jahre später.

PC Games: Und wie sehr wird Geralt Teil des Spiels sein?

Sebastian Kalemba: Wir können nicht viel verraten, aber er kommt auf jeden Fall vor. Ich versuche gerade einen Vergleich mit Wild Hunt zu machen, wenn man überlegt, wie oft Ciri dort als spielbarer Charakter vorkam. Aber selbst das will ich eigentlich nicht sagen, nein.

Małgorzata Mitręga: Geralt wird vorkommen.

Sebastian Kalemba: Er wird auf jeden Fall dabei sein. Und das allererste Mal im Spiel, wenn man ihn trifft, wird sehr bedeutsam sein.

Małgorzata Mitręga: Okay, Keine Spoiler!

PC Games: Ich habe eine Menge Fragen zu Ciri und ich weiß nicht, ob ihr sie jetzt beantworten könnt. Aber die Erste wäre, was Ciri am Anfang des Spiels macht.

Sebastian Kalemba: Das kann ich dir nicht sagen.

Aber wenn man sich den Trailer ansieht - sieht man, dass sie bereits mutiert ist. Und ich habe ja schon verraten, dass man selbst erlebt, wie man ein Hexer wird. Das bedeutet, dass es eine inhaltliche Lücke gibt, die man überbrücken wird. Der spezielle Moment, der im Trailer passiert, ist weiter hinten in der Handlung, und er stellt eine Nebenquest dar, die man erleben kann.

Małgorzata Mitręga: Bezogen auf die mutierten Augen von Ciri, wollten wir im Trailer zeigen, dass sie die Kräuterprobe bestanden hat. Für diejenigen, die mit der Welt vertraut sind, bedeutet das eine Menge. Das ist das Ritual, das den Hexer zu einem besonderen Beruf und stärker macht als normale Menschen. Wir wollten das schon in den ersten Trailer einbauen, damit die Fans etwas haben, worüber sie sprechen können.

PC Games: Ich nehme an, ihr könnt auch nicht darüber sprechen, warum wir ihre alten Kräfte nicht wirklich im Einsatz sehen?

Sebastian Kalemba: Na ja, nein, aber ich finde die Fragen wirklich gut, denn das macht mich noch zuversichtlicher gegenüber unserem Spiel. Denn all diese Fragen haben wir uns selbst auch gestellt und ich kann glücklicherweise sagen: Alle Fragen werden im Spiel beantwortet.

PC Games: Okay, könnt ihr über die Luchs-Schule sprechen?

Sebastian Kalemba: Ja, es gibt eine Schule, die so heißt.

Małgorzata Mitręga: Es gibt ein Medaillon. Und das Medaillon ist ein Luchs.

Sebastian Kalemba: Ich kann dir jetzt schon sagen, dass das Medaillon auf einen ganz besonderen Moment im Spiel hinweist. Man wird den Moment selbst erleben und er wird sehr persönlich sein.

Geralt redet in the witcher 3 mit der jungen Ciri Quelle: PC Games

PC Games: Ciri ist ein offensichtlich sehr komplexer Charakter. Alleine im Trailer sieht man eine Vielzahl an Emotionen, die sie durchlebt. In welchem Zustand gefällt euch Ciri am meisten?

Sebastian Kalemba: Danke, dass du das sagst, dass sie vielschichtig ist. Sie steht tatsächlich für eine große emotionale Bandbreite und meine persönliche Lieblings-Ciri ist gar nicht eine bestimmte Facette von ihr, sondern dass sie bei allem immer so leidenschaftlich ist und dass sie so auch ihre Entscheidungen trifft. Sie ist entschlossen, sich allem zu stellen, was vor ihr liegt, ohne dabei obsessiv zu sein.

Es ist einfach ein großes Maß an Leidenschaft und Entschlossenheit. Und das ist es, was ich an Ciri liebe. Sie trifft immer eine Entscheidung, und sie entscheidet sich immer dafür, sich dem größeren Übel zu stellen. Sie akzeptiert die Konsequenzen, was auch immer kommt, selbst wenn der Tod auf sie wartet.

Und wenn sie scheitert, wie im Trailer, wo sie es nicht schafft, das Mädchen zu retten, merkt man ihr an, dass sie leidet. Das ist ebenfalls super interessant an ihr, denn es zeigt, wie wichtig ihr alles ist, was sie tut, und wie viel sie investiert.

Małgorzata Mitręga: Für mich wäre es, würde ich sagen, dass sie niemals lockerlässt. Sie hat einige Überzeugungen und wenn diese nicht mit der Welt um sie herum übereinstimmen, kann sie das nicht so stehen lassen. Sie muss etwas dagegen tun. Das ist auch eine neue Perspektive in The Witcher 4, dass es keine Neutralität gibt - man muss sich für etwas entscheiden, für das man kämpfen will.

Und Ciri ist wirklich unverwüstlich darin und steht immer für ihren Glauben ein. Und deshalb liebe ich die letzte Szene des Trailers. Da ist eine Unstimmigkeit in der Welt, die sie ändern möchte. Sie will die Welt in Ordnung bringen und sie wird alles tun, was in ihrer Macht steht, um das zu erreichen. Egal, was dafür nötig ist.

Sebastian Kalemba: In der letzten Szene zeigt sie alles: Leid, Mitgefühl, Enttäuschung. Es ist, als ob alles auf einmal passiert. Ihr Leiden kommt daher, dass sie eine Perfektionistin ist. Sie hat also ihr Bestes gegeben, und das hat nicht gereicht, und sie muss lernen, dass sie nicht immer alles um sich herum kontrollieren kann.

Małgorzata Mitręga: Und weil sie so ist, sind die Konsequenzen ihrer Entscheidungen noch ungewisser als in den vorherigen Spielen. Man weiß nicht immer, was passiert, wenn man sich für einen Weg entscheidet. Manchmal denkt man, dass man eine richtige Entscheidung trifft, aber es gibt keinen richtigen Weg. Es gibt eine Entscheidung und man muss hinterher schauen, was man hätte anders machen können und was wo wie abgelaufen ist.

Ciri kann in the Witcher 4 nicht alle retten Quelle: CD Projekt Red

PC Games: Wie hat sich die Arbeit an Ciri von der Arbeit an Geralt unterschieden?

Sebastian Kalemba: Weißt du, das ist eine gute Überleitung, weil Andrew Sapkowski gerade ein Buch veröffentlicht hat. Das ist aktuell nur in Polnisch verfügbar, müsste aber nächstes Jahr auch in Englisch und Deutsch übersetzt werden.

In diesem Buch geht es um den jungen Geralt, und als ich es in einem Stück gelesen hatte, dachte ich nur "wow, ein junger Geralt, der noch auf der Suche nach seiner Art ist, Dinge zu tun". Und dann habe ich versucht, diese Figur darauf zu übertragen, wie wir damals Geralt abgebildet haben.

Er war ja schon immer ein geerdeter Typ, ein Ziehvater, der die Verantwortung für die junge Ciri übernommen hat und als er in Vesemirs Fußstapfen trat, hat er nur noch mehr Verantwortung bekommen. Zu den Zeiten der Spiele hat Geralt einen sehr ausgeprägten Charakter sowie den Kodex, den er sich in den Jahren, in denen er auf der Jagd war, selbst geschaffen hat.

Es war spannend, damit zu arbeiten, aber manchmal auch sehr einseitig. Geralt war immer sehr vordefiniert, wodurch es einfach war, Dialoge für ihn zu schreiben. Er war immer schon ein erfahrener Charakter, der nicht so viel Raum für Experimente ließ. Ich habe das an Geralt immer gemocht, aber ich mag auch Ciri, und sie ist das genaue Gegenteil.

Sie sucht noch nach ihrem Weg, und das gibt uns eine Menge Möglichkeiten, verschiedenen Pfaden zu folgen, und wir können auch den Spielern mehr Möglichkeiten zu geben, in den Charakter einzutauchen, wenn es um das Rollenspiel geht: Also mittels einer breiteren Auswahl in Dialogen, beim Gameplay, etc. Das ist der markanteste Unterschied zwischen Ciri und Geralt und ich bin sehr gespannt, wie das bei den Spielern im fertigen Titel ankommen wird.

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